• 46 minutes 17 seconds
    Andrea Grill: Sonnenspiel

    Lesung und Gespräch: Farbe, Form und neue Kleider - "Alle wollen sich verwandeln", sagt Andrea Grill. Ihre Romanfiguren aus der Mode-Industrie sind Expertinnen für Outfits. Aber passt das Leben zum Look? Und ist es das Leben, das sie wollten?

    Lebe ich das Leben, das ich mir ersehnt habe? Darum kreist diese Folge von Buchgefühl, mit Marie Schoess als Host und der österreichischen Schriftstellerin Andrea Grill als Gast. Grill lässt in ihrem Roman „Sonnenspiel“ zwei sehr verschiedene Frauen aus der Mode-Industrie aufeinandertreffen: Da ist Stella – keine Kinder, keine Verpflichtungen und ein Job als Journalistin in den USA mit denkbar viel Spielraum. Und die italienische Näherin Loredana - drei Kinder, die Eltern im eigenen Haus, das Meer vor der Nase, aber keine Zeit zum Schwimmen. Als sie sich begegnen, werden die beiden Frauen mit ihren heimlichen Sehnsüchten konfrontiert. „Stella hätte gerne alles – zumindest ein Kind und eine super Karriere“, sagt Andrea Grill im Gespräch. Und Loredana? Ein bisschen weniger von der Gemeinschaft und Verantwortung, die Stella vermisst. Allerdings bleibt es nicht beim harmlosen Austausch über Lebensmodelle, „Sonnenspiel“ entwickelt sich zum Krimi  … „Es wäre die Kunst, einmal das zu wollen, was wir haben“, sagt Andrea Grill. Im Gespräch mit Marie Schoeß erzählt sie von den Themen, die sie in diesem Roman umtreiben. Von Italien und ihrer Liebe zum Land. Von der Modeindustrie, die unsere Lust auf Verwandlung befriedigt, und zugleich Mensch und Natur ausbeutet. Von Freundschaft, Liebe und Sehnsucht nach dem, was fehlt.

     

    Gast: Andrea Grill ist Schmetterlings- und Italien-Expertin. Für ihre Doktorarbeit in der Biologie hat sie Schmetterlinge in Italien gefangen, als Übersetzerin bringt sie italienische Literatur ins Deutsche.

     

    Host: Marie Schoeß liebt Romane wie diesen. Gestrickt aus zwei Perspektiven, gespickt mit vielen Themen, die man zuerst überhaupt nicht erwartet, wenn man die Schlagworte „Italien“ und „Mode“ im Klappentext entdeckt.

     

    Sprecherin: Katja Amberger kennt als Schauspielerin die Lust, sich zu verwandeln. Und leiht hier zwei Frauen ihre Stimme, die sich genau danach sehnen.

     

     

    Buch: Andrea Grill: Sonnenspiel, Leykam Verlag, 256 Seiten, 25,50 Euro.

     

     

    Hör-Tipp 1:  Beziehungsprobleme 200 Jahre zurück - mit Jane Austens letztem großen Roman „Überredung“.  Ein einstiges Familienanwesen und ein abgelehnter Heiratsantrag spielen dabei zentrale Rollen. Und Anne, die gar nicht ablehnen wollte … hier als Hörbuch: https://www.ardsounds.de/sendung/jane-austen-vernunft-und-gefuehl/urn:ard:show:e3cb72ce2bf815f7/

     

    Hörtipp 2: Expertin für Beziehungsprobleme heute, außerdem für Zeitgeist, widersprüchliche Sehnsüchte und Selbstironie ist Dana von Suffrin. Hier erzählt sie in Buchgefühl mehr über ihren Roman „Toxibaby“. https://1.ard.de/BuchgefuehlToxibaby

     

    21 May 2026, 7:00 pm
  • 53 minutes 55 seconds
    Kurt Tucholsky: Man sollte mal mitstenographieren …

    Lesung und Gespräch. Sprache ist eine Waffe, sagt Tucholsky - seine Sprachglossen zeigen, warum. Gültig heute wie vor 100 Jahren. Im Gespräch das Team der Ausstellung "Szenen aus der Weimarer Republik".

    „Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“ – Nur ein paar Worte, es sitzt. Tucholsky, der Mann, der nach Erich Kästner mit der Schreibmaschine gegen die Katastrophe gekämpft hat, war ganz genau mit der Sprache und den Sprechenden (und den Schreibenden auch). Eigentlich sucht er hier nach dem genauen Ausdruck für Birkenblätter in Bewegung. Konsequent genau sein, darauf kommt es ihm an, beim Sprechen und beim Denken. Was die Leute reden, liefert ihm Stoff für jede Menge Ironie … siehe auch „Ratschläge für einen schlechten Redner“.  Stefan Merki liest Sprachglossen von Tucholsky in dieser Ausgabe unseres Literaturpodcast Buchgefühl. Und im Gespräch sind zwei, die ähnlich genau auf Details gucken: Karin Althaus und Adrian Djokić vom Münchner Lenbachhaus, sie haben die Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ kuratiert. Und dabei natürlich auch Tucholsky befragt. Das titelgebende Ferngespräch zitiert nicht nur ein Gemälde von Käte Hoch, sondern auch eine seiner Satiren.

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    Mitstenograph: Kurt Tucholsky (1890 bis 1935), Publizist, Autor, Dichter, Gegner des Nationalsozialismus

    Gäste: Karin Althaus und Adrian Djokić (Städtische Galerie im Lenbachhaus München), Kurationsteam der Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ (bis 27.09.2026), würden sehr gerne mal jemand in den 1920er Jahren anrufen

    Host: Judith Heitkamp, sitzt in Konferenzen und denkt an Tucholsky … „man sollte mal mitstenographieren …“

    Sprecher: Stefan Merki, Schauspieler in Film und Fernsehen und an den Münchner Kammerspielen, elegant auch mit kompliziertesten (schlechten) Satzbeispielen

    Leseempfehlungen aus der Folge: Kurt Tucholsky, Sprache ist eine Waffe, Sprachglossen, herausgegeben von Wolfgang Hering, Rowohlt Verlag 1989

    Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Erstausgabe Berlin 1932 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Classen)

    Siegfried Kracauer, Die Angestellten, Erstausgabe Frankfurt 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Suhrkamp)

    Lion Feuchtwanger, Erfolg, Erstausgabe Berlin 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Aufbau)

    Oskar Maria Graf, Wir sind Gefangene, München 1927 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Ullstein)

    Ruth Landshoff-Yorck, Das Mädchen mit wenig PS, herausgegeben von Walter Fähnders, Aviva Verlag

     

    Hörtipp 1: Auch Sozusagen, der sprachkritische Podcast von Bayern 2, hört und liest genau hin:  Sozusagen · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!

     

    Hörtipp 2: Und wo wir bei den großen Namen der Literatur sind – bei KULT! gibt es Klassiker von antiken Abenteuer-Geschichten bis zur frühen Science-Fiktion, jeden Donnerstag neu:  Kult! – Klassiker der Weltliteratur als Hörbücher · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!

    13 May 2026, 10:00 am
  • 55 minutes 47 seconds
    Madeline Potter: Die Roma

    Lesung und Gespräch. "Hör auf die Reisenden", lautet ein Sprichwort der Roma. Madeline Potter erzählt ihre Geschichte, die Geschichte ihres Volkes: Unterdrückung, Ausgrenzung und Verfolgung. Ebenso aber Identität und Widerstand.

    Jahrhundertelang wurden die Roma in Europa zu Außenseitern erklärt. Könige wie Heinrich VIII. von England ließen die nomadisch lebenden Gemeinschaften per Gesetz ausweisen. In den rumänischen Fürstentümern wurden sie versklavt. Im 20. Jahrhundert schließlich zu Opfern der deutschen Vernichtungspolitik. „Es gibt aber auch eine Geschichte des Überlebens“, sagt die in Schottland lebende Literaturwissenschaftlerin Madeline Potter im Buchgefühl-Gespräch. „Und es geht darum, Trost in dieser Geschichte zu finden, sie zu feiern und stolz darauf zu sein.“ Madeline Potter ist diesen verschiedenen Geschichten ihres Volkes gefolgt. Sie ist durch Europa und die USA gereist, erzählt von Vergangenheit und Gegenwart der Roma. Ein ungewöhnliches historisches Buch, das uns vielfach die Augen öffnen kann.

    Gast: Madeline Potter, Literaturwissenschaftlerin in Edinburgh und Expertin für Schauerliteratur. Sie wuchs in einer Roma-Familie in Rumänien auf und hat die Geschichte ihres Volkes erforscht. Und sie liebt die Märchen der Roma.

    Host: Niels Beintker, schätzt besondere Bücher über die Geschichte.

    Sprecher: Laura Maire, Schauspielerin und Sprecherin, in zahlreichen großen Hörbuch- und Hörspielproduktionen zu hören.

    Regie: Irene Schuck, begleitet ganz viele Buchgefühl-Ausgaben.

    Buch: Madeline Potter, „Die Roma. Eine Geschichte von Identität und Widerstand“, übersetzt von Wanda Jakob, Propyläen.

     

    Hörtipp: Madeline Potters Buch über die Roma verbindet Geschichte, Reiseerzählungen und auch Sagen der verschiedenen Gruppen des Volkes. Eine wirklich besondere Erkundung. Für die, die gerne auf gedankliche Reisen in die Vergangenheit gehen, gibt es auch den Podcast „Weltgeschichte vor der Haustür“. Spurensuche nach großer Geschichten an Orten, an denen man sie nicht direkt vermuten würde. https://www.mdr.de/kultur/podcast/weltgeschichte/weltgeschichte-vor-der-haustuer-podcast-100-podcast.xml

    7 May 2026, 3:00 pm
  • 49 minutes 10 seconds
    Simon van Booy: Eine Maus namens Merlin

    Lesung und Gespräch. "You know ... true love!" - schwärmte Simon van Booy uns von seinen Mäusen vor. Im Roman bringt eine Maus eine einsame alte Frau zurück in Kontakt mit der Welt. Schräg und schön! Gelesen von "Die drei ???"-Stimme Jens Wawrczeck.

    Diese Maus vergisst man nicht – schon gar nicht, wenn man den Schriftsteller Simon van Booy über seine eigenen Erfahrungen mit Mäusen berichten hört. Seine erste Haustier-Maus kaufte van Booy während der Pandemie. „Meine Frau sagte, wenn, dann jetzt. Ich glaube, sie hatte Angst, dass ich sterbe, ohne mir diesen Traum zu erfüllen. Also ging ich in die Tierhandlung und es war einfach, wissen Sie …  Mann trifft Maus … wahre Liebe“, so erzählt er im Buchgefühl-Gespräch mit Judith Heitkamp. Während er schrieb, habe die Maus auf dem Schreibtisch oder auf seiner Schulter gesessen. In seinem Roman bekommt eine alte Frau es mit einer Maus zu tun: Helen Cartwright ist überzeugt, dass ihr Leben vorbei ist. Ihr Alltag (und der Roman-Anfang) besteht nur aus dem Immergleichen, schon ewig hat sie mit niemandem mehr als das Nötigste gesprochen. Doch mit einer Maus lässt diese Art von Rückzug sich nicht durchhalten … ein besonderer Roman, der minimalistisch beginnt und immer mehr Sprache, Beschreibung und Figuren benötigt.

    Gast: Simon van Booy, britischer Bestsellerautor in New York, antwortet am liebsten mit Geschichten, trat als Kind nie auf die Risse im Gehsteig, ganz großer Mäuse-Fan, mag aber auch Esel.

    Host: Judith Heitkamp, denkt jetzt häufiger über Mäuse nach.

    Sprecher: Jens Wawrczeck, mag schräge Geschichten und hat schon einige für uns gelesen. Und natürlich ist er „Die drei ???“-Stimme von Peter Shaw.

    Buch: Simon van Booy, „Eine Maus namens Merlin“, übersetzt von Dorothee Merkle, Klett Cotta.

     

    Hörtipp: Simon van Booys Mäuse hatten etwas Buddhistisches, so erzählt er im Podcast. Sie brachten ihn auf viele Gedanken, über Kleinheit und Größe zum Beispiel. Für alle, die sich gerne auf mehr solcher kleinen und großen Fragen einlassen, gibt es „Das philosophische Radio“. Ein Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen in einer einzigartigen öffentlichen philosophischen Diskussion.https://1.ard.de/philosophisches-radio

    30 April 2026, 2:30 pm
  • 45 minutes 40 seconds
    Mariah Blake: Die Vergiftung der Welt

    Lesung und Gespräch: Michael Hickey steigt nach dem Tod seines Vaters auf den Dachboden und plötzlich fallen ihm die Plastikfässer mit der Warnung vor giftigen Gasen auf. Der Augenblick verändert sein Leben und die US-Politik.

    „Wir haben gerade eine historische Chance“, sagt die investigative Journalistin und Autorin Mariah Blake im Podcast Buchgefühl – denn die EU prüfe ein umfassendes Verbot von PFAS, Ewigkeitschemikalien. Warum so ein Verbot nötig ist, zeigen die Geschichten, auf die Blake im Zuge ihrer Recherche gestoßen ist. Michael Hickey ist ein Beispiel. Ein unscheinbarer, unpolitischer Mann, der zum Aktivisten wird, als er seinen Vater verliert und Verdacht schöpft. Vielleicht hing die Krebserkrankung des Vaters, der aggressive Verlauf von dessen Krankheit ja mit den Chemikalien zusammen, denen er während der Arbeit ausgesetzt war? Vielleicht lässt sich mit dem Chemie-Konzern im Zentrum der Gemeinde überhaupt erklären, warum dort so viele Menschen an Krebs erkranken?

    Michael Hickey wird Recht behalten. Sein Engagement sorgte maßgeblich dafür, dass wir heute die Gefahren von PFAS kennen. „Das Buch erzählt eine klassische David-gegen-Goliath-Geschichte“, erzählt Mariah Blake im Gespräch mit Marie Schoeß. „Ganz normale Menschen stellen sich einigen der mächtigsten Akteure der Welt entgegen – der Trump-Regierung, multinationalen Konzernen – und erzielen erstaunliche Erfolge.“ Mariah Blake erzählt mit großer Empathie von diesen Menschen. Und sie rüttelt auf: Der politische Kampf ist alles andere als gewonnen: „Die Industrie arbeitet intensiv daran, ein starkes Verbot zu verwässern. Nichts ist also garantiert.“   

    Gast: Mariah Blake recherchiert seit Jahren zu PFAS. Mit ihren Artikeln – unter anderem für die New York Times – sensibilisierte sie die Öffentlichkeit dafür, dass dieser Umweltskandal uns alle betrifft. Und auch noch unsere Kinder und Enkelkinder betreffen wird.

    Host: Marie Schoeß war beeindruckt von dieser Recherche, die zweierlei vereint: das Mitgefühl für Einzelschicksale und die Klarheit für die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, die hinter jedem Einzelfall stecken.

    Sprecherin: Die Schauspielerin Caroline Ebner liest die Geschichten derer, die unter den Folgen des Umweltskandals leiden. Und aufbegehren.

    Buch: Mariah Blake: Die Vergiftung der Welt, übersetzt von Karsten Petersen, Oekom Verlag, 336 Seiten, 25 Euro.

    Hörtipp 1:

    https://www.ardaudiothek.de/sendung/mission-klima-loesungen-fuer-die-krise/urn:ard:show:71acd059ed116dc2/

    Hörtipp 2:

    11KM Stories https://www.ardaudiothek.de/sendung/11km-stories/72451786/

    24 April 2026, 12:00 pm
  • 57 minutes 31 seconds
    Craig Brown: Q-das unglaubliche Leben der Queen

    Lesung und Gespräch. "Sie ist die berühmteste Persönlichkeit der Geschichte!" Sagt Craig Brown, der Elizabeth II. eine tolle Biographie gewidmet hat. Begegnungen, etwa mit den Beatles, strenge Rituale und fröhliches Corgi-Gebell.

    So lange wie sie regierte keine andere Herrscherin im Vereinigten Königreich. 70 Jahre lang, von 1952 bis zu ihrem Tod im September 2022, war Elisabeth II. Königin. Bereits die Geburt der Prinzessin am 21. April 1926 war ein weltweites Medienereignis. Gleiches gilt für ihre Krönung im zweiten Jahr der Regentschaft, im Juni 1953. „Sie ist unendlich interessant“, schwärmt Craig Brown im Buchgefühl-Interview. „In England war sie auf jeder Briefmarke. Und fast jeden Tag im Fernsehen und in der Zeitung. Wir waren uns ihrer stets bewusst.“ In seinem Buch „Q. Das unglaubliche Leben der Queen“ erzählt der englische Schriftsteller, Publizist und Satiriker die Lebensgeschichte dieser, seiner Königin. Und wie in seinem vorherigen Buch über die Beatles erzählt er die Biographie in besonderen Perspektiven und auf besondere Weise. Zum Beispiel lässt Brown unzählige Menschen zu Wort kommen, die der Queen begegnet sind und die in Anwesenheit Ihrer Majestät immer wieder zu sonderbaren Verhaltensformen neigten. Zum anderen spielt er auf fröhliche Weise mit den Genres, schreibt etwa aus allen Weihnachtsansprachen der Königin eine einzige, entwirft ein Glossar für Imitatorinnen der Queen, skizziert einen Stammbaum ihrer verehrten Corgis oder berichtet von einer Auktion mit königlichen Devotionalien wie einem Stück (längst steinharter) Hochzeitstorte – von Prinzessin Anne. „Die Queen war eine durchschnittliche, ganz normale Person“, so Craig Brown. „Und genau das macht sie interessant. Wie kann man normal sein in einer solchen Position?“

     

    Gast: Craig Brown, Schriftsteller, Publizist und Satiriker aus England. Wurde in Deutschland bekannt mit einem herrlichen Buch über die Beatles. Seine Begeisterung für die Fab Four ist auch in der großen Biographie von Elizabeth II. zu spüren. Her Majesty!

     

    Host: Niels Beintker, kein Adelsexperte, vielmehr historisch interessierter Vielleser. Hat bei der Lektüre von Craig Browns „Q“ so viel erfahren können und musste ebenso immer wieder lachen.

     

    Sprecher: Oliver Stokowski, Schauspieler am Residenztheater München. In dieser Spielzeit unter anderem als Richter Adam im „Zerbrochenen Krug“ und als Graf Capulet in „Romeo und Julia“ zu sehen.

     

    Regie: Irene Schuck, begleitet viele Ausgaben des Podcasts „Buchgefühl“, so auch diese, zum 100. Geburtstag von Elizabeth II. am 21. April 2026.  

     

    Buch: Craig Brown: Q. Das unglaubliche Leben der Queen. Aus dem Englischen von Tobias Gabel, C.H. Beck, 750 S.

     

    Hör-Tipp: Der History-Podcast „Alles Geschichte“. Mit einer Serie über eine Frau, die im Nationalsozialismus groß Karriere machte: Leni Riefenstahl. In fünf Folgen erzählt „Riefenstahl. Influencerin des Bösen“ von der Biographie der Regisseurin in den 1930er und 40er Jahren und ihrem Weg zur Propagandistin des Mörderstaates. https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d69cff7e7eabbc82/

     

     

    16 April 2026, 5:00 pm
  • 39 minutes 52 seconds
    Joseph Incardona: Das Game

    Lesung und Gespräch. "Das einfachste Spiel der Welt!", sagt Joseph Incardona. Das Auto anfassen und nicht mehr loslassen. Stunden. Tage. Nächte. Der Westschweizer Autor über seine nicht nur literarische Versuchsanordnung

    Wie idiotisch kann ein TV-Spiel sein? Drei mal fünf Minuten am Tag, um zum Klo zu gehen, ansonsten essen und schlafen mit der Hand an einer Karosserie, bis nur noch ein Kandidat übrig ist. Und das sei nichts, was er sich ausgedacht habe, erzählt der Westschweizer Schriftsteller Joseph Incardona Judith Heitkamp in Buchgefühl. Vorbild war ein amerikanisches TV-Format, in dem es darum ging, das Auto zu gewinnen. In seinem Roman lässt er Anna mitmachen, die darin ihre letzte Chance sieht; kurz vorher ist ihre bescheidene Existenz als Marktverkäuferin an französischen Küstenorten zusammengebrochen. Ein sogartiger Roman irgendwo zwischen Squid Game, Reality-Show und französischem Sozialdrama. Was die Hauptfigur angeht, kann er nur auf zwei Arten enden – sie gewinnt, oder sie gewinnt nicht. Oder?

    Gast: Joseph Incardona, lebt in Genf, schreibt „Noirs“ und Krimis, manchmal ohne Ermittler.  

    Host: Judith Heitkamp, Reality-TV non merci.

    Sprecherin: Lou Strenger, demnächst Staatsanwältin im Münsteraner Tatort, las den ganzen Roman für ARD Sounds 

    Regie: Irene Schuck, auch Regisseurin des Hörbuchs „Das Game“.

    Buch: „Das Game“ von Joseph Incardona, Das Game, übersetzt von Lydia Dimitrow, Lenos Verlag.

     

    Hörtipp 1: Hier der ganze Roman als Hörbuch. Joseph Incardona: Das Game - Lass nie los · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!

    Hörtipp 2: Der Podcast „Deep Doku“ erzählt persönliche Geschichten und taucht alle zwei Wochen in eine andere Lebensrealität ein. Audio-Dokus und Reportagen, die auf eine akustische Reise schicken.https://1.ard.de/deep_doku

    9 April 2026, 1:00 pm
  • 55 minutes 1 second
    Matthias Jügler: Wir dachten, wir könnten fliegen

    Lesung und Gespräch. Riesenalk, Ur oder die Stellersche Seekuh sind ausgestorben. In Erzählungen werden sie und andere Tier- und Pflanzenarten neu zum Leben erweckt. "Die Literatur eröffnet einen emotionalen Zugang zu ihnen."

    Noch einmal bekommt sie eine große Bühne: die Stellersche Seekuh (Hydrodamalis gigas). In einem Ballsaal am fernen Rand Sibiriens soll sie tanzen, zu einer Mazurka. Der Ur oder Auerochse (Bos primigenius) stapft derweil einsam durch die Wälder im heutigen Polen und fragt sich, ob er wohl der letzte seiner Art ist. Und der Riesenalk (Pinguinus impennis) ist schon gar nicht mehr da. Drei von 19 Heldinnen und Helden in Matthias Jüglers Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“, einer Sammlung mit Erzählungen und literarischen Essays über ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten. „Es ist uns nicht gegeben, diese Arten wieder zum Leben zu erwecken“, sagt Matthias Jügler bei einem Spaziergang durch den Zoo in seiner Heimatstadt Leipzig. „Aber mit der Literatur können wir das. Ich wollte, dass man mit ihr einen emotionalen Zugang zu den Arten bekommt, die man nicht kennt.“

    Der Schriftsteller lud von ihm geschätzte Kolleginnen und Kollegen zum Schreiben ein. Darunter Autorinnen und Autoren wie Caroline Wahl, Iris Wolff, T.C. Boyle oder John Burnside. Ein Hörbuch mit ihren Texten ist – als ARD Gemeinschaftsproduktion – bei ARD Sounds erschienen. Stellvertretend für alle präsentiert diese Buchgefühl-Ausgabe Auszüge aus den Erzählungen von Katerina Poladjan und Henning Fritsch über die Stellersche Seekuh und von Julia Schoch über den Auerochsen oder Ur. Im Gespräch im Leipziger Zoo erzählt Matthias Jügler über die Entstehung der Anthologie und einige Aha-Erlebnisse. Derweil warten er und Niels Beintker auf das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn.

     

    Gast: Matthias Jügler, Schriftsteller und Publizist, in Halle/Saale geboren und heute in Leipzig zu Hause. In den Romanen „Die Verlassenen“ und „Maifliegenzeit“ hat er sich mit der Geschichte der DDR beschäftigt. Eine Lieblingsbeschäftigung neben dem Schreiben ist das Angeln. Ein besonderer Fang hat Matthias Jügler auch zur Anthologie über die ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten inspiriert.

     

    Host: Niels Beintker, stammt aus der gleichen Stadt wie Matthias Jügler und wurde über einen Zeitungsartikel auf den Schriftsteller aufmerksam, einen Essay über den mutigen Schriftsteller Jürgen Fuchs und das Widerstehen in der DDR.

     

    Buch: Matthias Jügler (Hg.): Wir dachten, wir könnten fliegen, Penguin, 256 S., mit Illustrationen von Barbara Dziadosz. Das Hörbuch – eine ARD Gemeinschaftsproduktion – ist in ARD Sounds erschienen. https://www.ardsounds.de/sendung/wir-dachten-wir-koennten-fliegen/urn:ard:show:153133f333bc78d1/

     

    Hörtipp 1: Anja Gmeinwieser und ihr Roman „Wir Königinnen“. Ein Truck, 24 Rinder und zwei ungleiche Frauen, "Königinnen" der Autobahn und privater Krisen: ein wilder Roman um Sisterhood und Sinnsuche, eine Road Novel durch Osteuropa zwischen Empowerment und fragwürdigen EU-Richtlinien. Lesung mit Carmen Yasemin Ipek. https://www.ardsounds.de/sendung/anja-gmeinwieser-wir-koeniginnen/urn:ard:show:a6c342be674a08de/

     

    Hörtipp 2: „Elefant, Tiger und Co. – Der Podcast“. Dirk Hentze, jahrelanger Radio-Begleiter der beliebten Fernsehsendung aus dem Leipziger Zoo, besucht jeden in diesem Reich, der ihm die Tür offenhält und über seinen "Traumberuf" plaudert. Da treffen sich zwei, die gern erzählen, und zum Glück ist auch ein Mikrofon dabei. Eine weitere Facette der besonderen Tier- und Menschenwelt und mehr Zeit für ihre Geschichten. https://www.ardsounds.de/sendung/elefant-tiger-und-co-der-podcast/urn:ard:show:546c41e9f574c49a/

     

     

    2 April 2026, 1:00 pm
  • 39 minutes 17 seconds
    Dana von Suffrin: Toxibaby

    Lesung und Gespräch. "Die betreiben ihre unglückliche Beziehung als Hobby" - Dana von Suffrin seziert das Thema Millenials und Liebe. Und Lou Strenger liest Gedankenketten sehr spezieller Paar-Logik.

    Wir trafen Dana von Suffrin auf der Leipziger Buchmesse und sprachen über „Toxibaby“, über toxische Beziehungen, Generationenfragen und lange Sätze, die Platz genug fürWidersprüchliches bieten. „Ich möchte gerne, dass beide Figuren gleichzeitig gut und böse sind und dass sie immer recht und unrecht haben“, sagt sie im Gespräch mit Judith Heitkamp. Die Generation der Millenials mit ihrer Verunsicherung durch Krisen und wirtschaftlichen Niedergang navigiere auch beziehungstechnisch in Unsicherheit. „Wir denken ja manchmal, die Liebe sei etwas Überzeitliches und immer gleich, aber das stimmt natürlich nicht, ganz viel von unseren romantischen Vorstellungen ist von Zeit, Gesellschaft und Politik beeinflusst. Mich hat das interessiert, weil ich so ein typischer Millenial bin.“ Toxibaby und Herzchen jedenfalls kommen auf 13 Trennungen in drei Jahren. Und Ich-Erzählerin Herzchen legt in langen Gedankenketten und mit Sinn für Komik dar, wie sie ihr Leben mit Toxi erklärt, erträumt, verteidigt und verzerrt.

     

    Gast: Dana von Suffrin, lebt in München, bekommt von ihrer Leserschaft gerade sehr verschiedene Einschätzungen zum Grad von Unglück und Glück der Beziehung in Toxibaby

    Host: Judith Heitkamp, zwischen Boomern und Millenials, allen Literaturgenerationen gegenüber aufgeschlossen

    Sprecherin: Lou Strenger, demnächst Staatsanwältin im Münsteraner Tatort, las auch schon „Das Game“ für ARD Sounds Joseph Incardona: Das Game | Lesung mit Lou Strenger | MDR.DE 

    Regie: Irene Schuck, lenkt die Aufnahmen in vielen Folgen von Buchgefühl

    Buch: Dana von Suffrin, Toxibaby, Kiepenheuer & Witsch, 239 S., 23 Euro.

     

    Hörtipp 1: In anderen Zeiten war es auch schon kompliziert mit den Beziehungen. Siehe Lebenswerk von Jane Austen. Und unsere Folge dazu. Buchgefühl - Lesung und Gespräch · Jane Austen: Vernunft und Gefühl · Podcast in ARD Sounds

    Hörtipp 2: Was ist eigentlich mit meinen Gefühlen los? Eine Frage, um die sich der Psychologie-Podcast "Die Lösung" kümmert. Host Verena "Fiebi" Fiebiger und Journalistin Sophia Sailer sortieren das tägliche Gefühlschaos. Mit dabei sind die Psychotherapeut:innen Nike Hilber und Sina Haghiri. Zusammen reden sie über alles, was mentale Gesundheit angeht. Jeden Donnerstag neu in ARD Sounds   https://feeds.br.de/die-loesung-der-psychologie-podcast-von-puls/feed.xml
    27 March 2026, 11:15 am
  • 1 hour 18 seconds
    Oliwia Hälterlein: Wir Töchter

    Lesung und Gespräch. Roza träumt von einem schönen Leben in Deutschland und muss putzen. Waleria verliert die polnischen Wörter. Marianna vermisst ihre Enkelin. Der Roman der Gewinnerin des Bayern 2-Wortspiele-Preises 2026.

    Lesung und Gespräch. Roza träumt von einem schönen Leben in Deutschland und musss putzen. Waleria verliert die polnischen Wörter. Marianna vermisst ihre Enkelin. Der Roman der Gewinnerin des Bayern 2-Wortspiele-Preises 2026.

     

    Die Geschichte einer Familie in Polen und in Deutschland. Drei Frauen und drei Töchter aus drei Generationen, Marianna, Roza und Waleria. Und mit ihnen ein großer historischer Raum, vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Marianna wächst in Polen auf dem Land auf und kann ihren Traum, einmal als Lehrerin zu arbeiten, nicht erfüllen. Ihre Tochter Roza flüchtet sich in schöne Konsumwelten und geht, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, nach Deutschland. Waleria (Rozas Tochter, Mariannas Enkelin) bewegt sich zwischen beiden Ländern und Sprachen. „Ich wünsche mir einen Raum für Gespräche“, sagt Olivia Hälterlein im Interview mit Niels Beintker. „Gerade, wenn es um Menschen mit bäuerlicher Herkunft geht, um Menschen, die nicht studiert haben, die migriert sind, die sich in verschiedenen Sprachräumen befinden. Es ist so wichtig, ihnen Aufmerksamkeit zu geben.“ Für einen Auszug aus ihrem Roman-Debüt „Wir Töchter“ erhielt Oliwia Hälterlein den Bayern 2-Wortpsiele-Preis für Literatur beim Festival „Wortspiele“ 2026 in München. Die Jury würdigte die „außergewöhnliche Vielstimmigkeit“ des „kunstvoll gewebten Textes“. Durch die Verbindung der Geschichten und Generationen „werden einerseits einzelne Schicksale im Postmigrantischen und Prekären erzählt, andererseits ein verbindendes Moment geschaffen, das verschiedene Kulturräume, Sprachbarrieren und Ausgrenzungen überwindet."

     

    Gast: Oliwia Hälterlein, Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin, in Polen geboren, später zwischen Augsburg und Ulm aufgewachsen, heute in Freiburg zu Hause. „Wir Töchter“ ist ihr erster Roman. Für ihren Textauszug wurde Oliwia Hälterlein mit dem Bayern 2-Wortspiele-Preis für junge Literatur ausgezeichnet. Die Buchgefühl-Episode präsentiert, im Rahmen der Auszeichnung, ihre Lesung im Münchner Muffatwerk. Oliwia Hälterlein empfiehlt zudem unter anderem die Bücher ihrer polnischen Kollegin Marta Dzido.

    Host: Niels Beintker, kommt aus Halle/Saale, folgt liebend gerne Geschichten aus der Mitte Europas. Die „Wortspiele“, das Festival für junge Literatur in München, begleitet er seit vielen Jahren. Ein Lieblingsmoment: zu erleben, wie das Publikum konzentriert den Lesungen der eingeladenen Autorinnen und Autoren folgt. Magie!

     

    Buch: Oliwia Hälterlein, Wir Töchter, C.H. Beck, 357 S.

    Hör-Tipp: Der Literatur-Podcast „Orte und Worte“ geht dorthin, wo Literatur entsteht und Literatur spielt. Jede Woche treffen die Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsvath Autor:innen an Orten, die wichtig sind für ihre aktuellen Bücher. "Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung" so das Motto, egal ob im Schwimmbad, am Schreibtisch oder beim Spazierengehen.

    https://www.rbb-online.de/podcasts/orte-und-worte/index.xml/feed=podcast.xml

    19 March 2026, 3:30 pm
  • 39 minutes 35 seconds
    Iryna Fingerova: Zugwind

    Lesung und Gespräch. Die Diagnose lautet Krieg. Iryna Fingerova weiß das als Ärztin für ukrainische Geflüchtete und als Autorin. In "Zugwind" lässt sie die Frieden und Krieg zusammenkommen. Capuccino trinken, wenn zuhause Bomben fallen!?

    Lesung und Gespräch. Die Diagnose lautet Krieg. Iryna Fingerova weiß das als Ärztin für ukrainische Geflüchtete und als Autorin. In „Zugwind“ lässt sie die Frieden und Krieg zusammenkommen. Capuccino trinken, wenn zuhause Bomben fallen!?  

    „Empathie – auf jeden Fall!“ – die brauche man als Ärztin und brauche man auch als Schriftstellerin, sagt Iryna Fingerova im Podcast Buchgefühl. Fingerova ist Ärztin und Schriftstellerin und packt sich, wie ihre Figur Mira, „die Taschen voller Geschichten“ aus beiden Berufen. Eigentlich sei das sogar ihre Motivation für das Medizinstudium gewesen, damals, das Interesse für Menschen und ihre Schicksale, erzählt sie Judith Heitkamp in dieser Folge. In ihrem Roman „Zugwind“ versucht die Ärztin Mira aus Odesa* mit dem Leben in Deutschland, dem Job, dem Muttersein klarzukommen – während gleichzeitig Odesa* bombardiert wird und jeden Tag ukrainische Geflüchtete in ihre Praxis geschwemmt werden. Mira hetzt von Sprechstunde zu Hausbesuch, von Hilfsaktionen zum Kindergarten, zwischen der Angst um die eigenen Angehörigen in der Ukraine und dem Schuldgefühl, selbst in Sicherheit zu sein. In ihrer Praxis prallen Menschen mit den widersprüchlichsten traumatischen Erfahrungen aufeinander und betteln um eine Diagnose. „Warum geht es uns so schlecht? Geben Sie uns etwas, wogegen man ankämpfen, was man kontrollieren kann!“ Iryna Fingerova erzählt mit Empathie und großer Lebendigkeit von den Absurditäten eines Alltags, der gleichzeitig im Frieden und im Krieg stattfindet. 

    Gast: Iryna Fingerova, Poetin, Schriftstellerin und Hausärztin. Aufgewachsen in Odesa*, arbeitet sie seit 2018 in Deutschland. Sie hat also einiges mit ihrer Romanfigur Mira gemeinsam. Zugwind ist ihr dritter Roman.

    Host: Judith Heitkamp, las diesen atemlosen Roman (fast) in einem Zug.

    Sprecherin: Lisa Hrdina, spricht den ganzen Roman als Hörbuch.

    Buch: Iryna Fingerova, Zugwind, 304 S., Rowohlt 100 Augen. Das Hörbuch ist im Argonverlag erschienen.

    *ukrainische Schreibweise

    Hör-Tipp:  Lust auf einen Klassiker? Alexandre Dumas hat nicht nur "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" geschrieben. Sondern auch „Die schwarze Tulpe“. Es geht um tödliche Verschwörungen, Macht, Intrigen und eine Liebe im Blumenkrieg 1672. In ARD Sounds als komplettes Hörbuch zu hören. Alexandre Dumas „Die schwarze Tulpe“.

     

    12 March 2026, 4:00 pm
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