Beiträge aus den täglichen Kulturjournalen von SWR2. Mit Kulturnachrichten, Rezensionen, Tipps und Hintergründen zu den Themen Literatur, Kunst, Theater, Tanz, Festivals und Co.
Quelle: Andreas Wagner – Zwischen Reben und Rüben
In der Zwischenzeit scheint Andreas Wagner seine Meinung geändert zu haben – denn sein Buch besteht zu großen Teilen aus genau diesem „Wer mit wem, wann und warum“. Weil es der Autor vermag, persönliche Lebensläufe und historische Entwicklungen so zu verknüpfen, dass sie sich wechselseitig erhellen und lebendig werden, ist diese Studie aber weit mehr als eine Dorf- und Familienchronik, die es zufällig in einen anspruchsvollen Verlag geschafft hat. Wagner ordnet die bis ins letzte Jahrhundert hinein „ewigen“ bäuerlichen Fragen von Erbschaft, Heiratspolitik und neuen Anbaumethoden präzise und nachvollziehbar in ihren historischen Kontext ein. Dass er die anekdotischen Berichte seiner Großmutter auf ein wissenschaftliches Fundament stellt, führt in der Flut von Zahlen und Fußnoten bisweilen aber auch zu Unübersichtlichkeit, genauso wie die vielen „Johannes“, die das Buch bevölkern: Bis ins 20. Jahrhundert hinein hießen alle männlichen Wagners mit Vornamen Johannes. Durch die merkwürdige, damals übliche Zählweise – der Sohn von Johannes II. heißt Johannes VII. – kommen dem Leser manche Passagen vor wie eine Geschichte der Päpste.Quelle: Piet Niemann über den Zustand einiger Bauten auf dem Expo Gelände
Dabei war genau das die lautstark behauptete Vision: eine Expo neuen Typs, kein Bling-Bling-Event, sondern vollständige Nachnutzung. Piet Niemanns Beobachtungen erzählen vom Gegenteil.Quelle: Piet Niemann
Quelle: Piet Niemann
Quelle: Dana Schmalz – Das Bevölkerungsargument
Quelle: Dana Schmalz – Das Bevölkerungsargument
Quelle: Dana Schmalz – Das Bevölkerungsargument
In ihrer sorgfältigen Analyse zeigt Dana Schmalz, wie die Sorge vor einer Übervölkerung häufig die Probleme falsch eingeschätzt hat, und das über viele Jahrzehnte. Ihr Buch ist eine hervorragende Einführung in die komplexe Geschichte der Demografie und der Angst vor zu vielen Menschen, die sich heute als Angst vor dem demografischen Wandel in ihr Gegenteil verkehrt.