Treffpunkt Klassik

Südwestrundfunk

Hier dreht sich alles um Klassik: Wir sprechen mit Künstler*innen, berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Ereignisse im Musikleben, und stellen neue Musik vor.

  • 5 minutes 14 seconds
    „Mehr davon!“ – Mitra Kottes „herstory“

    Ein besonderes Debüt-Album

    Eigentlich hat die 21. Klaviersonate von Cécile Chaminade alles, was die Musikwissenschaft des 20. Jahrhunderts an Klaviermusik gefeiert hat: Sie ist kompositorisch komplex gebaut, emotional vielschichtig und spieltechnisch auf ganz unterschiedlichen Ebenen extrem virtuos – die Musik nutzt wirklich alle expressiven Qualitäten des Instruments. Die Pianistin Mitra Kotte zelebriert in ihrem Debüt-Album Cécile Chaminades vollgriffige Harmonien genau wie ihre lyrischen Melodien. Sie lässt ihre Finger über die Tastatur fliegen und arbeitet im nächsten Moment präzise und aufmerksam kleine Melodien heraus als würde sie Blütenblätter berühren.

    Ausschließlich Komponistinnen

    Dass diese Musik aus dem historischen Gedächtnis verschwunden ist, hat mit der Geschichtsschreibung des vergangenen Jahrhunderts zu tun: Cécile Chaminade war eine Frau, und allein deshalb erachteten die Hochwürden der Musikwissenschaft und des Musiklebens ihre über 400 Werke nicht als wertvoll und wichtig genug, um sie in Lexika, Konzertprogramme und Lehrpläne aufzunehmen, sie zu rezensieren oder ihnen anderweitig eine Bühne zu geben. Ein Unding findet Mitra Kotte. Die Wiener Virtuosin tritt deshalb auf die Bühne der musikalischen Öffentlichkeit mit einem Debüt-Album, das es in sich hat: ausschließlich Musik von Komponistinnen. Das sind Gipfelstücke, ästhetische Meisterinnenwerke: Neben der erwähnten grandiosen Klaviersonate in c-Moll von Cécile Chaminade glänzt da zum Beispiel das bewegende „Dreaming“ aus Amy Beaches „Four Sketches“ oder Marie Jaëlls visionäres „Impromptu“ in a-Moll.

    Die Individualität der Musik

    Auf ihrem Album interpretiert Mitra Kotte Klaviermusik, die das 19. und 20. Jahrhundert ästhetisch abbildet, mit allen Strömungen und Ausreißern. So gesehen ist das Album musikalisch also eigentlich alles andere als „außergewöhnlich“, denn die präsentierten Werke verkörpern ohne Ausnahme den vielschichtigen Sound dieser Epoche, den man bereits kennt. Was allerdings bisher fehlt, ist der Klang dieser individuellen Werke, sind die kreativen Harmonien, die eingängigen Rhythmen und Melodien, die genauso ins kollektive Gedächtnis hätten eingehen können, eingehen müssen, wie Schuberts „Ländler“ oder Chopins „Regentropfen-Prélude“. Nach Hören dieses Albums fühlt man sich betrogen: Womit haben wir es verdient Jahrzehnte-, gar Jahrhundertelang diese unglaubliche Musik vorenthalten bekommen zu haben? Und gleichzeitig ist man Mitra Kotte tief dankbar dafür, dass sie ihr Talent, ihre Recherchezeit und ihr außergewöhnliches pianistisches Können dieser Musik widmet. Bleibt zu hoffen, dass da noch mehr kommt!
    3 April 2025, 8:05 am
  • 8 minutes 24 seconds
    „Eine glatte Katastrophe“ – Chancen für Klassische Musik am Streaming-Markt
    Die Streamingdienste sind nicht mehr wegzudenken aus dem Musikbusiness und auch die Zahlen zeigen, dass kaum noch jemand CDs hört. Doch in der Klassik sieht es ein wenig anders aus. Der Streamingmarkt bietet hier zwar Vorteile, doch auch eine Menge Nachteile für Musikerinnen und Musiker. Welche das sind und welche Alternativen es gibt, erzählt Tonmeister Olaf Mielke im Musikgespräch.
    3 April 2025, 8:05 am
  • 6 minutes 18 seconds
    Der Telemann-Wettbewerb 2025 in Magdeburg

    Zum ersten Mal zwei Wettbewerbskategorien

    In den zwei Konzertsälen des Gesellschaftshauses in Magdeburg hat der 13. Internationale Telemann-Wettbewerb stattgefunden, bei dem Preisgelder winken. Zum ersten Mal gab es zwei Kategorien: historische Streichinstrumente – mit Geige und Gambe – und Kammermusikensembles. Dementsprechend groß war der Andrang: über 100 Musiker*innen aus 29 Nationen hatten sich angemeldet.
    2 April 2025, 8:05 am
  • 4 minutes 26 seconds
    Feministische Musikwissenschaft: Beatrix Borchard über ihr Buch zu Fanny und Felix Mendelssohn
    Große Hoffnung lastete auf dem Geschwisterpaar Mendelssohn. Sie, das hochbegabte Mädchen, sollte eine Frau werden, „wie es recht ist“ und er zu einem Mann, „wie es recht“ ist. Doch was heißt das? Beatrix Borchard, Pionierin der feministischen Musikwissenschaft hat ein Buch vorgelegt, Fanny Opitz hat mit ihr darüber gesprochen.
    2 April 2025, 8:05 am
  • 9 minutes 37 seconds
    Jan Čmejla über seinen ersten Platz beim Bach-Wettbewerb Leipzig
    Am 21. März 2025 – dem 340. Geburtstag Johann Sebastian Bachs – hat Jan Čmejla den ersten Preis beim Leipziger Bach-Wettbewerb gewonnen, inklusive 20.000 Euro Preisgeld. Im Gespräch erzählt er, woher seine Liebe zur Musik Bachs kommt, welche Projekte nun anstehen und warum er ausgerechnet die Sarabande aus der Partita in D-Dur von Bach als Zugabe gespielt hat.
    2 April 2025, 8:05 am
  • 6 minutes 32 seconds
    Rachmaninow und die Popkultur

    Rachmaninow im Film „Bridget Jones“

    Was hat die romantische Kult-Komödie „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ mit dem russischen Komponisten Sergei Rachmaninow zu tun?   Im Vorspann des Films sieht man Bridget Jones, wie sie ganz allein mit Zigarette und Rotwein auf ihrer Couch sitzt. Schluchzend singt sie diesen Song mit: Der Popsong „All by myself“ aus den 70ern von Eric Carmen ist eigentlich Sergei Rachmaninow zu verdanken. Und über diesen Song des US-amerikanischen Popsängers kennt fast jeder Mensch die Melodie aus dem zweiten Satz des zweiten Klavierkonzerts in c-moll.

    Eric Carmen und das Urheberrecht

    Eric Carmen war der Meinung, dass diese Melodie mehr Aufmerksamkeit verdiene. Und wie praktisch, dass er sich gratis bedienen konnte, denn in den USA waren die Rechte an Rachmaninows Musik zu diesem Zeitpunkt gemeinfrei – nur blöderweise nicht weltweit. Und so musste Carmen nachträglich 12 Prozent der erzielten Gewinne pro Land an Rachmaninows Erben zahlen. So ist das eben mit dem Urheberrecht.  Eric Carmen hat sich sogar ein weiteres Mal bei Rachmaninow bedient und schon wieder musste er an dessen Erben zahlen. Denn „Never gonna fall in Love again“ ist strenggenommen der dritte Satz aus der Rachmaninows zweiter Sinfonie.  

    Rachmaninow in der Musik von Billy Joel

    Auch Billy Joel ist Rachmaninow-Fan. Und man kann zumindest eine Ähnlichkeit zur dessen zweiter Sinfonie im Song „The Longest Time“ nicht ganz leugnen: Offiziell bestätigt wurde diese als Vorlage nie. Was aber deutlich wird: Rachmaninows Melodien und Harmonien sind erfolgreich und das über 100 Jahre später, für ein ganz anderes Musikgenre. 

    Perfekt für Hollywood!

    Auch in der Filmwelt erfüllt Rachmaninows Musik immer wieder eine Funktion. Obwohl Rachmaninow sich sicher nicht als Filmkomponist sehen wollte, prägten seine Melodien den Beginn der Hollywood-Ära. Im 50er-Jahre-Film „Das verflixte 7. Jahr“ mit Marylin Monroe taucht zum Beispiel ebenso das zweite Klavierkonzert auf. Und welch Überraschung: es geht um epische und dahinschmelzende Romantik. Rachmaninows Musik funktioniert so gut in Filmen und schnulzigen Liebesliedern, weil die Melodien eingängig sind, man kann schnell mitsingen, sie werden zu Ohrwürmern. Und wenn dann der schwelgerische Orchesterklang hinzukommt, wird haufenweise Dramatik und Melancholie transportiert – perfekt für Hollywood.

    Rachmaninow und die Rockband Muse

    Und das klappt zeitlos und genreübergreifend. Rachmaninow kann man heute auch weltweit auf Rockfestivals hören – nämlich dann, wenn die britische Rockband Muse auftritt.  Wieder steckt ein Teil des zweiten Klavierkonzerts drin, hier zu Beginn. In „Space Dementia“ geht es um die Faszination für eine Person. Die ist so intensiv und stark, dass sie in Besessenheit umschlägt.  

    Klassische Komponisten als Inspiration

    Muse lassen sich immer wieder von klassischen Komponisten inspirieren. Auf ihren Konzerten sind virtuose Klavierpassagen ein zentraler Bestandteil. In Verbindung mit wehmütigen Texten und Matt Bellamys markantem Gesang ist Muse mit dieser Kombination seit den frühen 2000ern weltweit erfolgreich. Besonders Rachmaninow hat für Sänger Matt Bellamy eine große Bedeutung.   Bei Rachmaninow, Liszt und Chopin gibt es ein Mysterium in der Musik – sie ist viel abstrakter und viel besser dazu in der Lage, die Vorstellungskraft anzuregen.

    Quelle: Matt Bellamy, Sänger von Muse

    Im Muse-Song „Butterflies and Hurricanes“ steckt wieder ein Klavierkonzert von Rachmaninow drin. Diesmal ist es der erste Satz des dritten Klavierkonzerts.  

    Ein Vorbild aus anderer Zeit

    Es ist fast schon Ironie, dass Rachmaninows Musik von seinen Kollegen lange Zeit unterschätzt und belächelt wurde. In der Musikentwicklung des 20. Jahrhunderts, geprägt von Atonalität und Zwölftonmusik wirkte seine spätromantische Musik nicht mehr zeitgemäß. Der Komponist bezog sich auf eine frühere Komponisten-Generation, sein großes Vorbild war Tschaikowsky.   Heute ist Rachmaninow für Filmkomponisten und Songwriter selbst das Vorbild aus einer anderen Zeit geworden. Und so ist es vielleicht gar nicht so überraschend, dass auch Zehntausende Menschen auf Rockkonzerten zu Sergei Rachmaninows Melodien Gänsehaut bekommen.
    1 April 2025, 8:05 am
  • 6 minutes 4 seconds
    Das junge Festivalcampus-Ensemble des Heidelberger Frühlings
    Beim Musikfestival Heidelberger Frühling ist man immer offen für neue Klänge und neue Formate. Deshalb gibt es seit drei Jahren das Festivalcampus-Ensemble. Es besteht aus dreizehn hochtalentierten jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, die die Gelegenheit bekommen, einfach mal das zu machen, was sie schon immer ausprobieren wollten. So entsteht ein künstlerisches Experimentierfeld.
    1 April 2025, 8:05 am
  • 5 minutes 44 seconds
    Album Tipp – Das Polish String Quartet spielt Bolko von Hochberg: Interessante Ausgrabung
    Auch die großen Werke der Musikgeschichte versteht man nicht nur, indem man sie immer wieder hört, sondern auch, indem man kennenlernt, was es „sonst noch“ so gab. Interessante Ausgrabungen gibt es immer wieder. Und es ist doch immer spannend, jemanden kennenzulernen wie Bolko von Hochberg. Das Polish String Quartet hat nun einige seiner wenig bekannten Streichquartette eingespielt.
    1 April 2025, 8:05 am
  • 4 minutes 54 seconds
    Eine Liebeserklärung an den Plattenspieler: Das neue Buch von Konrad Paul Liessmann
    Wer heute Musik hören möchte, landet meist bei Playlists am Handy. Manche werden daher nostalgisch beim Begriff „Plattenspieler“ – in Erinnerung an die Zeiten, als man noch große schwarze Vinyl-Platten auflegen musste. Diesem Plattenspieler hat Konrad Paul Liessmann nun ein Buch gewidmet, oder: eine Art Liebeserklärung.
    31 March 2025, 8:05 am
  • 4 minutes 1 second
    Debussys „Clair de lune“: Beliebt im Hip-Hop, Rock und Pop

    Menahem Pressler spielt Debussys „Claire de lune”

    Das Computerspiel Opera Fatal

    Ich war zehn Jahre alt. Mein Lieblings-Computerspiel hieß Opera Fatal. Tag und Nacht stromerte ich durch ein geheimnisvolles virtuelles Opernhaus auf der Suche nach einer verlorengegangenen Partitur. Foyer, Bühne, Werkstatt, Schnürboden, Garderoben, Kantine: Alle Räume musste ich erkunden, immer begleitet von einem stimmungsvoll passenden Game-Soundtrack. Und betrat ich den Orchestergraben, erklang immer der gleiche Klangteppich.

    Debussy sorgt für die passende Atmosphäre

    Szenenwechsel, zehn Jahre später: Ich studiere Musikwissenschaft und stolpere beim Partiturstudium für eine Hausarbeit plötzlich über dieselbe Musik. Im zweiten Satz aus Claude Debussys symphonischen Skizzen „La Mer“ von 1905 begegnet mir tatsächlich der Orchestergraben aus meinem Computerspiel. Da hat sich also die Gaming-Welt an einem knapp 100 Jahre alten Musikstück bedient.

    Das Royal Concertgebouw Orchestra spielt „La Mer“

    „Clair de lune” als ikonisches Sample

    Auch Debussys wohl berühmtestes Stück „Clair de lune” aus der „Suite Bergamasque” ist Teil mehrerer Videospiel- und Filmsoundtracks geworden. Genauso wie es zum ikonischen Sample in etlichen Stücken der Popmusik wurde, zum Beispiel in „Angelica” der englischen Trip-Hop-Band Lamb oder auch in „Pays Imaginaire” des französischen Duos Polo & Pan: Debussy zu sampeln, scheint besonders in unserem noch jungen Jahrtausend in Mode geraten zu sein. Aber auch schon der Psychodelic Rock der 1970er-Jahre hat sich bei dem französischen Komponisten bedient, wie die Band Fantasy, die in „What's next” den Anfang, von „Clair de lune” zitiert. Auch andere Kompositionen von Claude Debussy wie seine Arabesque begeistern ganz offensichtlich die Popwelt. Das beweist unter anderem Alicica Keys in „Like the Sea”:

    Mit Debussys Musik Atmosphäre erzeugen

    Warum eignet sich Debussy so gut zum Sampeln in Soundtracks und Popmusik? Vielleicht, weil der Komponist schon damals genau wusste, wie man mit Klängen Stimmungen erzeugt, Atmosphären einfängt? Nicht umsonst wird Debussys Musik oft mit den Malereien der Impressionisten in Verbindung gebracht. Und offensichtlich ist genau das noch 100 Jahre später für die Popwelt interessant, die auch gerne mit Atmosphären spielt.
    31 March 2025, 8:05 am
  • 5 minutes 35 seconds
    300 Jahre Johannes-Passion: Die unbekannte zweite Fassung

    Zugänglicher als die erste Fassung

    Sie gilt als das heutzutage wohl am wenigsten bekannte große vokal-instrumental Werk Bachs: Die zweite Fassung der Johannes-Passion. Hier verändert Bach den Gesamtgestus des Stücks deutlich.   Mit dem Eingangschoral „O Mensch, bewein Dein Sünde groß“ findet Bach nun einen leichten, fast fröhlichen und für ein Passionsstück ungewöhnlichen Beginn. Das Werk ist schlichter und zugänglicher als die ein Jahr zuvor uraufgeführte erste Fassung. Wir beginnen im Vergleich zu der für uns bekannten Fassung, die in g-Moll beginnt und in Es-Dur endet, jetzt in Es-Dur, also eigentlich positiv, und die letzte Choralphantasie beginnt in g-Moll, und endet dann aber auch wieder in C-Dur. Also er bleibt vom Positiven zum Positiven.

    Quelle: Frank Markowitsch, künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchors

    Neues Gesangsmaterial

    Es fehlen viele Dissonanzen, die klagenden Zwischenrufe des Chores. Die Auftakte tänzerisch, die Achtel nicht so brav. Auch für Konzertmeisterin Lisa Immer gilt es, sich in der ungewohnten Stimmung einzufinden. Die erste Fassung hat einen ernsteren Eingangschor, auch schwerer, dramatischer. Und die zweite Fassung hat eben direkt mehr Leichtigkeit, mehr Sinnlichkeit.

    Quelle: Lisa Immer, Konzertmeisterin

    Fünf Sätze hat Bach für diese zweite Fassung gestrichen und anders ersetzt. Das Werk sollte wohl für die Aufführung am Karfreitag 1725 neuer wirken als bei der Uraufführung ein Jahr zuvor.   Nun bringt der Komponist außerdem mit virtuosen, hochdramatischen Arien eine besondere Theatralik in seine Passionsmusik. So fügt Bach etwa die Arie „Zerschmettert mich“ in das Werk ein.

    Insgesamt 4 Fassungen

    Die vier Fassungen der Johannespassion zeugen von Bachs Experimentierfreude. Und auch der Freiburger Bachchor geht hier neue Wege: er integriert Schülerinnen und Schüler des Kollegs St. Sebastian in Stegen bei Freiburg in das Ensemble. Mal dirigiert Frank Markowitsch mit großer Geste Tutti-Stellen, mal tritt er zurück und überlässt das Ensemble sich selbst. Entscheidend sind die Übergänge, das Timing und die Spannung.

    Kein leichtes Stück

    Die Choral-Rahmung als eine gravierende Änderung der ersten Fassung, und insgesamt die hohe Gewichtung der Choräle im Wechsel mit fast opernhaften Arien verlangt den Sängerinnen und Sängern viel Konzentration ab. Für mich persönlich sind fast die Choräle am schwierigsten, weil man da einen langen Atem braucht. Man singt oft sehr leise, grad im Tenor. Man macht oft die Harmonie aus, Dur, Moll und muss dann die Terzen in den Klang einbringen im Pianissimo mit genug Luft. Das ist sängerisch am schwierigsten. 

    Quelle: Alexander Schöpsdau, Tenor im Freiburger Bachchor

    Bitte um Frieden

    Im Münster werden der Freiburger Bachchor und das Bachorchester nach drei Jahrhunderten mit der zweiten Fassung der Bach’schen Johannespassion Leid und Leidenschaft und die tröstende Bitte um Frieden verkünden. Zu sehen [...] wie es eben für ein Genius wie Bach ein permanentes Suchen war, nach dem besten Ausdruck und nach dem intelligentesten Konzept, das ist einfach toll.

    Quelle: Frank Markowitsch, künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchors

    28 March 2025, 9:05 am
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