WDR 5 Das philosophische Radio

WDR Online Hörfunk

Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung "Das philosophische Radio" ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen.

  • 55 minutes 34 seconds
    Albert Newen: Wahrnehmen und Verstehen

    Unsere Wahrnehmung ist das Fenster zur Welt und zum Verständnis unseres Selbst. Doch wie funktioniert sie und warum sehen wir Dinge unterschiedlich? Der Philosoph Albert Newen spricht mit Jürgen Wiebicke über Wahrnehmung, Täuschung und Wirklichkeit.



    Albert Newen (*1964) ist ein deutscher Philosoph und Kognitionswissenschaftler. Seine Forschung betrifft insbesondere die theoretische Beschreibung von mentalen Repräsentationen, Emotionen und dem Selbst.

    • Warum wir ohne Wahrnehmung die Welt nicht erfahren können (01:39)
    • Wie wir uns visuell täuschen lassen – und kulturabhängig sehen (05:40)
    • Wie Farbwahrnehmung von Interpretation abhängt (14:11)
    • Warum unsere Sinne abhängig von der Umgebung geschärft werden (22:33)
    • Wie Wahrnehmung von unseren Erwartungen abhängt (28:14)
    • Wie sich die Sinne von Hund und Mensch unterscheiden (37:56)
    • Fernspüren: Wie Menschen einen neuen Sinn entwickeln können (45:44)
    • Wissenschaft als machtvolles Instrument, Wahrnehmung und Denken zu verknüpfen und Täuschungen zu erkennen (51:44)

    Ausstellung:
    "Wahrnehmen & Verstehen – Die Welt, sich selbst und andere" bis zum 06.04.2025 im Dortmunder U. Infos unter www.wie-wir-die-Welt-sehen.de.

    Mehr zum Thema Wahrnehmen, Zuhören, Aufmerksamkeit:

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Eva Weber-Guskar über KI und Emotionen.

    Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de.

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    31 March 2025, 5:04 pm
  • 53 minutes 56 seconds
    Daniel Martin Feige: Kritik der Digitalisierung

    Die zunehmende Digitalisierung und besonders der Einsatz von KI haben gravierende gesellschaftliche Folgen. Der Philosoph Daniel Martin Feige spricht mit Jürgen Wiebicke über eine grundlegende Kritik der Digitalisierung und die Bedeutung von Kunst.



    Daniel Martin Feige (*1976) ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er kritisiert die "Datifizierung" unseres gesellschaftlichen Lebens und fordert dazu auf, die Digitalisierung kritisch zu hinterfragen - ohne die Vorteile zu ignorieren.

    • Wie Digitalisierung den Kapitalismus und Herrschaftsverhältnisse beeinflusst (02:08)
    • Was den Menschen ausmacht und warum KI nicht denken kann (09:22)
    • Warum Technik nicht neutral ist, sondern uns zu anderen Akteuren macht (18:11)
    • Wie Kunst durch Gegengebrauch und Verfremdung die Logik offenlegt (26:44)
    • Vom vernünftigem versus instrumentellem Gebrauch der Technik (35:11)
    • KI ist ein gutes Hilfsmittel – aber nicht menschlich (41:14)
    • Über die Gefahr der Entmündigung und des Verlustes geistiger Fähigkeiten 47:17)

    Literatur:
    Daniel Martin Feige (2025): Kritik der Digitalisierung: Technik, Rationalität und Kunst. Hamburg: Felix Meiner Verlag. 181 Seiten. 19,90 Euro.

    Mehr vom Philosophischen Radio zu KI:
    Giovanni Maio: Die Grenzen der KI in der Medizin
    https://1.ard.de/PhiloRadio_Maio_KI-Medizin

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Albert Newen über Wahrnehmen und Verstehen.

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    Unser Podcast-Tipp:
    "Fakt ab! Eine Woche Wissenschaft" von SWR Wissen beschäftigt sich jede Woche mit kuriosen Fragen und Forschungsergebnissen.
    https://1.ard.de/fakt_ab_cp
    24 March 2025, 7:04 pm
  • 57 minutes 1 second
    Dominik Balg: Philosophie und moralische Bildung

    Fragen der Moral spielen in der Gesellschaft und Philosophie seit jeher eine große Rolle. Moderator Jürgen Wiebicke diskutiert mit dem Philosophen Dominik Balg darüber, was Philosophie zur moralischen Bildung leisten kann.



    Dominik Balg ist Leiter des Arbeitsbereichs Didaktik der Philosophie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Fragen der moralischen Bildung und skeptisch-relativistische Unterminierungen philosophischer Bildungsprozesse.

    • ​Hat die Philosophie den Menschen besser gemacht? (02:37)
    • Wettstreit unter den Philosophie-Theorien (05:47)
    • Abtreibung, Todesstrafe und Gentechnik in der philosophischen Forschung (12:47)
    • Was die Klimawissenschaft von der Philosophie unterscheidet (15:53)
    • Potential und Grenzen der Philosophie (20:13)
    • Unterschied zwischen moralischer Bildung und moralischem Wissen (27:47)
    • Kontroverse als Katalysator des Fortschritts in der Philosophie (35:52)
    • Sein-Sollen-Fehlschluss: Ist-Zustand ist kein ethisches Gebot (44:28)
    • Plädoyer für moralisches Handeln im Alltag (49:39)

    Literatur: Dominik Balg: Wissen, was gut ist. Moralische Bildung im Spannungsfeld zwischen Manipulation und Beliebigkeit. J.B. Metzler Verlag, 2024. 180 Seiten. 39,99 Euro. ISBN 978-3-662-70270-3

    Hören Sie auch unsere Sendungen zu den Themen Optimismus, Zuversicht und ein gutes Leben:

    Thea Dorn über Zuversicht
    https://1.ard.de/PhiloRadio_Dorn_Zuversicht

    Martin Breul über das Gute Leben
    https://1.ard.de/PhiloRadio_Breul_Gutes-Leben


    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Daniel Martin Feige über Kritik an Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

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    Unser Podcast-Tipp:  "CUT – Das Virus, das uns trennt". In dem Podcast geht es um das Corona-Virus – und wie mit der Pandemie ein Riss durch unsere Gesellschaft ging: Freundschaften zerbrachen, Familien wurden sich fremd. Fünf Jahre ist das jetzt her. Wie sehr prägt die Pandemie unsere Gesellschaft heute noch? Welche Fehler wurden gemacht – in der Politik, in den Medien und der Wissenschaft? "CUT – Das Virus, das uns trennt" finden Sie in der ARD Audiothek und überall da, wo es Podcasts gibt. https://1.ard.de/CUT_S02?p=pr
    17 March 2025, 6:04 pm
  • 54 minutes 12 seconds
    Giovanni Maio: Verletzlichkeit
    Er wäre gern völlig frei und autonom, aber der Mensch ist eben nicht nur ein autarkes, sondern auch ein verletzliches Wesen. Da kommt die Angewiesenheit ins Spiel, und damit auch die Anderen. Was bedeutet die Verletzlichkeit für unser Selbstverständnis? Gast: Giovanni Maio; Moderation: Jürgen Wiebicke
    10 March 2025, 3:17 pm
  • 54 minutes 7 seconds
    Christoph Quarch: über den Lebenssinn
    Vom Klima über die Demokratie bis hin zu Burnout und Depression im Privaten - die Gegenwart scheint eine einzige Krise zu sein. Möglicherweise kann das Denken Abhilfe leisten, sagt der Philosoph Christoph Quarch im Gespräch mit Moderator Jürgen Wiebicke.
    3 March 2025, 6:04 pm
  • 56 minutes 44 seconds
    Peter Strohschneider: Bedeutung von Wissenschaft für politisches Handeln

    Unsere demokratische Gesellschaft orientiert sich an wissenschaftlicher Erkenntnis. Zugleich wächst der Glaube an "alternative Fakten". Peter Strohschneider spricht mit Jürgen Wiebicke über die Wissenschaft zwischen Verleumdung und Überhöhung.



    Der Germanist Peter Strohschneider (*1955) war Vorsitzender des Wissenschaftsrats und Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Er kritisiert, dass Wissenschaft als Leitinstanz missverstanden und politisch instrumentalisiert wird und plädiert dafür, die Pluralität der Wissenschaften und die Vorläufigkeit von Erkenntnissen anzuerkennen.

    • Wie wissenschaftliches Wissen sich von Weisheit unterscheidet (02:08)
    • Inwiefern Lügen und Bullshit die liberalen Demokratien gefährden (07:27)
    • Follow the Science: Warum diese Aufforderung problematisch ist (13:28)
    • Politik und Wissenschaft als gesellschaftliche Teilsysteme folgen verschiedenen Logiken (20:14)
    • Szientismus: Wie Wissenschaftsgläubigkeit die Herrschaftssysteme innerhalb der Wissenschaft übersieht (39:02)
    • Die Systeme von Politik und Wissenschaft funktionieren im Prozess und schließen Revision mit ein (45:24)
    • Warum sich Wissenschaft einfacher politischer Anwendung entzieht (50:34)

    Literatur
    Peter Strohschneider (2024): Wahrheiten und Mehrheiten. Kritik des autoritären Szientismus. München: C. H. Beck Verlag. 222 Seite. 16 Euro. ISBN 978-3406815683.

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Christoph Quarch über den Lebenssinn.

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    Unser Podcast-Tipp
    radioWissen: Die ganze Welt des Wissens, gut recherchiert, spannend erzählt. Ein Podcast von Bayern 2 in der ARD Audiothek. https://www.ardaudiothek.de/sendung/radiowissen/5945518/
    24 February 2025, 7:04 pm
  • 56 minutes 42 seconds
    Bernd Stegemann: Was einen guten Glauben ausmacht

    In unserer säkularisierten Gesellschaft hat Religion an Bedeutung verloren – nicht aber der Glauben an sich. Der Kultursoziologe Bernd Stegemann spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was unter diesen Umständen einen guten Glauben ausmacht.



    Bernhard Stegemann (*1967) ist ein deutscher Essayist, Autor, Dramaturg und Professor an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch. Er stellt in unserer Gesellschaft eine Abkehr von Religionen, aber die Verbreitung von Populismus und Fanatismus fest, einen Glauben an das eigene Besserwissen. Sein Plädoyer: Wir müssen wieder Demut lernen.

    • Warum wir in unserer säkularisierten Gesellschaft trotzdem Vertrauen in etwas brauchen, das wir nicht sehen und erklären können (02:06)
    • Die Säkularisierungsbewegung hat uns befreit und bemächtigt – aber anfällig gemacht für Kränkung und Ressentiments (08:49)
    • Wie Entfremdung von der Welt zu ihrer Unterwerfung führt, Resonanz und Gefühle hingegen zu Zugehörigkeit und ihrem Schutz (15:15)
    • Rationalität und Naturwissenschaft befördern Atheismus – und stoßen selbst an Grenzen des Erklärbaren (22:51)
    • Wie Säkularisierung zu Hochmut, Anspruchshaltung und Besserwissertum führten und damit zu Ideologie und Fanatismus (27:57)
    • Wie Theater, Kunst, Musik als Formen der Selbstbegegnung helfen, sich von  Absolutheitsansprüchen zu befreien (46:00)
    • Warum wir unser Konzept vom potenten Individuum erweitern und Resonanz und Verbindung wieder lernen müssen (52:30)

    Literatur:
    Bernd Stegemann (2024): Was vom Glauben bleibt. Wege aus der atheistischen Apokalypse. Stuttgart: Klett-Cotta. 288 Seiten. 25 Euro. ISBN 978-3608988307. 

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Peter Strohschneider über autoritären Szientismus.

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    Unser Podcast-Tipp:
    Sie wollen wissen, was vom aktuellen Kulturgeschehen wichtig bleibt? Dann spüren Sie mit dem SWR-Podcast „Was geht, was bleibt?“ dem Zeitgeist hinterher – mal feuilletonistisch, mal nüchtern auf den Punkt, immer interessiert. In der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
    https://www.swr.de/swrkultur/programm/was-geht-was-bleibt-zeitgeist-debatten-kultur-100.html
    17 February 2025, 6:04 pm
  • 56 minutes 20 seconds
    Jonas Zorn: Die Ökonomisierung des Privaten

    Wir investieren in Beziehungen, wir präsentieren uns auf dem Datingmarkt, wir vergleichen Kosten mit Nutzen und ziehen Bilanz. Was das für das Individuum und für die Gesellschaft bedeutet, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Jonas Zorn.



    Jonas Zorn (1988) ist Philosoph und Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund.

    • Wenn Wörter wie Investment, Profit und Nutzen in der Welt der Beziehungen auftauchen  (02:51)
    • "Investieren" in Freundschaft als Spiegel eigenen Denkens? (09:16)
    • Hilfe beim Umzug unter Freunden und die Motive dahinter (13:22)
    • Potenzialanalyse als Ausfluss neoliberalen Denkens (17:37)
    • Über die emanzipatorischen und regressiven Aspekte von Dating-Apps (21:00)
    • Die Ehe als Gegenentwurf zur neoliberalen Optimierungsgesellschaft (24:54)
    • Ökonomisches Denken und Handeln in vorkapitalistischen Zeiten (32:56)
    • Verhaltensökonomie: Wenn Entscheidungen von Emotionen und sozialen Normen beeinflusst sind (39:59)
    • Karl Marx und der Primat der ökonomischen Gesetze – und was das mit Beziehungen zu tun hat (47:25)
    • Die Grenzen des Ökonomischen in engen Freundschaften (49:59)

    Literaturhinweis: Jonas Zorn: Ökonomisierung des Persönlichen. Wie der Markt Freundschaften und Liebe erobert. Reclam Verlag, 2024. 96 Seiten. ISBN  978-3-15-014592-0.

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Essayist, Autor und Dramaturg Bernd Stegemann über den Glauben in einer säkularisierten Gesellschaft.

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    Unser Podcast-Tipp: Quarks Daily: Wenn Freunde oder Familienmitglieder Karriere machen, hat man manchmal das Gefühl, dass sie sich auch privat verändern. Aber ist das wirklich so? Verdirbt Macht den Charakter? Quarks Daily hat sich das genauer angeschaut: "Erfolg und Macht – Wie verändert uns der Job?" – jetzt in der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt: https://1.ard.de/quarks-daily-erfolg-macht-job
    10 February 2025, 6:04 pm
  • 56 minutes 3 seconds
    Martin Breul: Die Suche nach dem guten Leben

    Das menschliche Streben nach einem guten und erfüllenden Leben ist seit der Antike ein Thema der Philosophie. Wie die Suche nach Identität und Glück gelingen kann, diskutiert Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Philosophen Martin Breul.



    Martin Breul (1986) ist Theologe und Philosoph und hat eine Professur für Katholische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie an der TU Dortmund inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt unter anderem die theologische und evolutionäre Anthropologie.

    • ​Die Frage nach dem guten Leben in der Antike und die weitere Entwicklung (03:44)
    • Kalender des Lebens: Verständnis der Neuzeit vom guten Leben (05:41)
    • Die Rolle der Horoskope (08:06)
    • Warum Gemeinschaft und gelingende Beziehungen wichtige Bestandteile eines guten Lebens sein können (12:05)
    • Abhängigkeiten und Zufälle: Grenzen der Selbstbestimmung (17:37)
    • Was es mit der Resonanztheorie von Hartmut Rosa auf sich hat (25:40)
    • Verfehltes Leben und Entfremdung nach Theodor W. Adorno (29:32)
    • Plädoyer für den Genuss des schönen Augenblicks (35:10)
    • Eudaimonia: Tugenden in der Ethik des Aristoteles (40:31)
    • Ökologie und Klimakrise versus Selbstbestimmung (47:11)
    • Warum die Frage nach dem guten Leben eine politische Komponente hat (50:48)

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit dem Philosophen Jonas Zorn über die Ökonomisierung des Privaten.

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    Unser Podcast-Tipp: WDR Lebenszeichen: Der Podcast über das Leben in Familie, Partnerschaft oder im Berufsleben, den Umgang mit Glück und Trauer. Zu einem guten Leben gehört für viele eine gute Schulzeit. "WDR Lebenzeichen" über erfolgreiche, aber bedrohte kirchliche Privatschulen. In der Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/lebenszeichen/kirchliche-privatschulen-100.html
    3 February 2025, 6:04 pm
  • 56 minutes 43 seconds
    Bernhard Pörksen: Wie gutes Zuhören gelingen kann

    Wer lauter schreit, wird eher gehört – so lautet scheinbar das Motto in unserer heutigen Debattenkultur. Zudem sind viele so sehr mit sich beschäftigt, dass sie andere kaum mehr zu hören scheinen. Bernhard Pörksen spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was gutes Zuhören ausmacht.



    Bernhard Pörksen (*1969) ist ein deutscher Medien- und Kommunikationswissenschaftler. Zu den zentralen Themen seiner Forschungs-, Berater- und Vortragstätigkeit gehört die Dynamik öffentlicher Empörung. Er ist überzeugt, dass Zuhören der Schlüssel für eine konstruktive Debattenkultur ist.

    • Wie gutes Zuhören durch Vorverurteilung und zersplitterte Aufmerksamkeit blockiert wird (02:24)
    • Debattenkultur: Warum weder das Beklagen einer verrohten Welt noch Ratgeber für ideales Zuhören den Diskurs voranbringen (09:56)
    • Über den Genuss des Gehörtwerdens und des Zuhörens (17:50)
    • Die Unterscheidung von Ich-Ohr und Du-Ohr: Warum das Loslassen eigener Überzeugungen beim guten Zuhören wichtig ist (26:26)
    • Warum gutes Zuhören gleichzeitig Voraussetzung als auch Folge gelingender Kommunikation ist (37:44)
    • Gutes Zuhören führt zu Verstehen – aber nicht zwingend zu Einverständnis (45:40)
    • Das Missverständnis als Lernchance: Warum Konflikte lehrreich sind (51:50)

    Literatur:
    Bernhard Pörksen (2025): Zuhören: Die Kunst, sich der Welt zu öffnen. München: Carl Hanser Verlag. 336 Seiten. 24 Euro. ISBN 978-3446281387.

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 20:04 Uhr live in WDR 5. https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Martin Breul über die Frage, was das gute Leben ist.

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    Unser Podcast-Tipp: Haben Sie Lust, sich mit Musik aus dem Alltag zu träumen? Dann lassen Sie sich beim Podcast "Philipps Playlist" von NDR Kultur auf eine musikalische Gedankenreise mitnehmen. Überall, wo es Podcasts gibt.
    https://1.ard.de/philipps-playlist-podcast-cp
    27 January 2025, 6:04 pm
  • 55 minutes 56 seconds
    Christiane Woopen: Ethik des Lebens

    Wie handle ich moralisch richtig? Eine zentrale Frage in einer freien, demokratischen Gesellschaft – in der es aber unterschiedlichste Werte und Weltbilder gibt. Die Medizinethikerin Christiane Woopen spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, wie eine Ethik für alle aussehen könnte.



    Christiane Woopen (*1962) ist Philosophin und Professorin im Bereich Life Ethics an der Universität Bonn. Sie beschäftigt sich mit der Frage, wie eine Ethik aussehen könnte, die einer modernen Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Wertvorstellungen gerecht wird.
     

    • Warum Ethik in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft nicht auf Kompromiss abzielt, sondern auf fruchtbaren Dissens (02:14)
    • Das Problem der ethischen Pluralitäten: Jede Ethik setzt unterschiedliche Menschenbilder voraus (5:16)
    • Das Konzept der Lebensethik: Entfaltung, Schönheit und Fülle allen Lebens zu achten, kann Ausgangspunkt aller Diskurse sein (10:53)
    • Warum Gesetze als Rahmen wichtig, aber nicht der Ausgangspunkt sind (18:52)
    • Die Überzeugung von Werthaftigkeit, Gleichheit und Freiheit als Voraussetzung für ethisches Denken  (29:34)
    • Warum Lebensethik einen Verständigungsrahmen bietet, aber auf Konflikt angelegt ist (43:14)
    • Über die Bedeutung der Ästhetik für ein sinnhaftes Leben (47:17)
    • Wie Lebensethik den Austausch zu konkreten Konfliktfragen fördern kann (50:50)

    Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken über KI und Klimawandel, über Einsamkeit und Zusammenhalt, über Glück und Glaube. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5.
    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/index.html

    Im nächsten Podcast sprechen wir mit Bernhard Pörksen über Zuhören.

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    Unser Podcast-Tipp: Politikum – Der Meinungspodcast von WDR 5 täglich 20 Minuten mit klaren, provozierenden Einordnungen der aktuellen Politik. Sie können ihn jederzeit anhören in der App, der ARD Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.
    https://1.ard.de/politikum-der-meinungspodcast
    20 January 2025, 7:00 pm
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