WDR 5 Presseclub

WDR Online Hörfunk

Für viele Zuschauer ist der "Presseclub" im ARD Fernsehen und auf WDR 5 ein liebgewordenes Sonntagsritual. Unter wechselnder Leitung von Jörg Schönenborn, Volker Herres und Ellen Ehni diskutieren Journalisten die großen politischen Themen..

  • 56 minutes 59 seconds
    Handlungsdruck: Wie saniert die Regierung die Krankenkassen?

    Noch ist alles streng geheim: Am Montag präsentiert Gesundheitsministerin Warken die Vorschläge einer Expertenkommission, wie das Milliardenloch der Krankenkassen gestopft werden kann.



    Die Regierung steht unter Druck: Wenn die Kassenbeiträge sinken sollen, dann muss sie jetzt handeln und sparen. Was kommt auf Ärzte, Krankenhäuser und Versicherte zu? Und was braucht es jetzt, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren?

    Im Presseclub diskutieren die Gäste darüber, wo gespart werden kann. Einigkeit herrscht in der Runde darüber, dass das gegenwärtige System schlicht zu teuer ist und dringender Handlungsbedarf besteht.

    Wo lässt sich am effektivsten sparen? Welche Rolle spielt die Pharmaindustrie, die immer höhere Gewinne erzielt, bei künftigen Kürzungen? Welche Sofortmaßnahmen zeigen die größte Wirkung, ohne die Patienten zu überlasten – und was entpuppt sich am Ende als bloße Symbolpolitik?

    Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Markus Grill (NDR/WDR Investigativressort), Britta Rybicki (Handelsblatt), Cordula Tutt (WirtschaftsWoche) und Jürgen Klöckner (POLITICO).

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    Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:05).

    29 March 2026, 12:00 pm
  • 57 minutes 26 seconds
    Krieg in Nahost: Verbrennt der versprochene Wirtschaftsaufschwung?

    In Nahost explodieren die Bomben und bei uns die Tankpreise: Als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf die Mullahs setzen sie darauf, den Welthandel mit Gas und Öl zu torpedieren. Welche Folgen hat das für uns und den versprochenen Wirtschaftsaufschwung? Darüber diskutieren unsere Gäste in diesem Presseclub.



    Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran treibt die Energiepreise weltweit in die Höhe, auch in Deutschland sind die Folgen bereits spürbar. Deutlich steigende Energiepreise sorgen für wachsende Unsicherheit - nicht nur bei den Verbrauchern oder auch in der Wirtschaft? Droht der nächste Inflationsschub, der die Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung wieder begräbt bevor er richtig angefangen hat?

    In der Diskussion wird deutlich: Staatliche Eingriffe wie Tankrabatte sehen viele kritisch. Sie seien teuer, wenig zielgenau und setzten falsche Anreize. Wenn, dann sollten nur gezielt finanziell schwächere Haushalte entlastet werden zum Beispiel durch ein Klimageld. Anders sei das in der Speditionsbranche: Hier seien sofort Maßnahmen aufgrund des hohen Dieselpreises notwendig, um den Preisanstieg bei Lebensmitteln zu bremsen. Andere plädieren auch für eine Übergewinnsteuer und kartellrechtlich gegen Abzocke vorzugehen.

    Einigkeit besteht darin, dass die Auswirkungen des Krieges weit über den Energiesektor hinausgehen. Höhere Gaspreise verteuern Düngemittel und damit auch Lebensmittel. Gleichzeitig geraten globale Lieferketten und Handelsrouten zunehmend unter Druck. Während Deutschland unter hohen Preisen leidet, drohen in anderen Regionen der Welt sogar Versorgungsengpässe.

    Langfristig führt an einer grundlegenden Neuaufstellung der Energieversorgung kaum ein Weg vorbei. Mehr Unabhängigkeit, Diversifizierung der Bezugsquellen und der Ausbau erneuerbarer Energien werden als zentrale Aufgaben genannt. Übergangsweise könne es aber notwendig werden, noch verstärkt auf heimische Energiequellen zu setzen wie Gas oder Kohle, um beim grünen Umbau mehr Zeit zu gewinnen.

    Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen: Mary Abdelaziz-Ditzow (Finanzfluss), Ralf Geißler (MDR), Anja Kohl (HR), Daniel Wetzel (WELT).

    22 March 2026, 1:00 pm
  • 1 hour 18 seconds
    Zwischen Trump und Putin - Welchen Preis zahlt Europa?
    Moderatorin Anke Plättner diskutiert mit: Sudha David-Wilp, German Marshall Fund of the United States; Thomas Gutschker, Brüssel-Korrespondent, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Kristin Helberg, freie Journalistin und Nahost-Expertin; Maria Luz Moraleda, spanische Journalistin, Deutsche Welle
    15 March 2026, 11:03 am
  • 57 minutes 35 seconds
    Eskalation am Golf: Wie nah ist uns der Iran-Krieg?

    Seit gut einer Woche führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Die Sorge wächst vor einer Ausbreitung. Auch in Deutschland sind Auswirkungen des Krieges spürbar. Droht eine Wirtschaftskrise? Wie steht es um die Sicherheit? Und was passiert, wenn der Krieg weiter eskaliert? Darüber diskutieren unsere Gäste in diesem Presseclub.



    Welche Ziele verfolgen die USA und Israel im Iran? Für Paul-Anton Krüger steht fest: Der Krieg könnte noch lange gehen. Denn während für die israelische Regierung die Destabilisierung des iranischen Staatsapparates im Vordergrund stehe, lasse Trump seine Kriegsziele weitgehend offen. Isabel Schayani ist der Meinung, dass die USA möglichst schnell und ohne große Verluste aus diesem Krieg gehen wollen. Für viele Iranerinnen und Iraner bedeute der US-Militäreinsatz eine große Hoffnung.
    Was bedeutet der Iran-Krieg für Deutschland? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte im Bundestag, dass die Bundeswehr sich nicht an diesem Konflikt beteiligen werde. Doch sollte es beispielsweise zu einem NATO-Bündnisfall kommen, hätte Deutschland nur beschränkte Wahlmöglichkeiten, was einen Einsatz beträfe, betont Peter Müller. Inzwischen sind die negativen Auswirkungen auf die Energiepreise, den Flugverkehr und den Welthandel spürbar. Die steigenden Preise an den Tankstellen hierzulande sieht Melanie Amann pragmatisch. Das sei simple Markwirtschaft. Eine direkte Einmischung der Bundesregierung durch beispielsweise eine Spritpreisbremse hält sie für falsch.

    Ellen Ehni diskutiert mit Melanie Amann (Funke Mediengruppe), Paul-Anton Krüger (DER SPIEGEL), Peter Müller (Augsburger Allgemeine) und Isabel Schayani (Westdeutscher Rundfunk).

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    8 March 2026, 1:00 pm
  • 59 minutes 30 seconds
    Trumps Angriff auf den Iran
    Moderatorin Eva Lindenau diskutiert mit: Isabel Schayani, deutsch-iranische Journalistin, WDR; Eva Quadbeck, Chefredakteurin RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND); Felix Lee, China-Experte, Süddeutsche Zeitung Dossier; Christopher F. Schuetze, Berlin-Korrespondent, New York Times
    1 March 2026, 11:03 am
  • 57 minutes 15 seconds
    Tolerieren, regulieren oder verbieten: Wie umgehen mit Social Media?

    Australien hat es vorgemacht – nun fordern auch SPD und CDU ein Mindestalter für soziale Medien. Die Begründung: Plattformen könnten süchtig machen und die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen. Doch ist ein Verbot der richtige Weg? Und wie schützen wir zugleich Erwachsene vor Desinformation und Hass im Netz?



    Im Presseclub diskutieren die Gäste, wie wirksamer Jugendschutz im digitalen Raum aussehen sollte – und welche Instrumente den EU-Mitgliedstaaten im Umgang mit den Tech-Konzernen tatsächlich zur Verfügung stehen.
    Als Alternative zu Verboten wird häufig ein Schulfach „Medienkompetenz“ gefordert. Aber reicht das? Kann man den Umgang mit sozialen Medien so erlernen, dass sie unbedenklich genutzt werden können? Oder sind sie strukturell problematisch – ein Geschäftsmodell, das Nutzer zur Ware macht und Aufmerksamkeit zur Währung? Die Gäste sind sich uneins. Die eine Seite betont die toxischen Mechanismen und Algorithmen sozialer Medien – mit Suchtpotenzial nicht nur für Minderjährige, sondern auch für Erwachsene. Sie fordert, den Digital Services Act konsequent anzuwenden, statt Kinder und Jugendliche pauschal vom Diskurs auszuschließen. Die andere Seite argumentiert: So lange soziale Medien nicht schärfer reguliert würden, müsse der Schutz von Kindern oberste Priorität haben. Einig sind sich alle, dass insbesondere die US-amerikanischen Tech-Konzerne von Musk und Zuckerberg eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie darstellen. Wie sollte die Politik also mit ihnen umgehen?

    Darüber diskutiert Susan Link mit:

    Gavin Karlmeier (Freier Journalist)
    Katharina Nocun (Freie Journalistin)
    Jakob Vela Hanke (Handelsblatt)
    Laura Hertreiter (DIE ZEIT)
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    22 February 2026, 1:00 pm
  • 57 minutes 12 seconds
    Zwischen Trump und Putin: Wie bedroht ist Europa?

    Europa ist doppelt herausgefordert: Russlands Krieg gegen die Ukraine und wachsende Zweifel an der Verlässlichkeit der USA aufgrund der "America-First-Strategie" unter Trump haben die europäische Sicherheitsordnung demontiert.



    Mehr denn je stellt sich die Frage, was passiert, wenn Europa angegriffen wird. Können wir uns noch auf den US-Beistand verlassen? Oder sind wir auf uns alleine gestellt? Und wenn ja, wann können wir uns selbst verteidigen? 

    Im Presseclub diskutieren die Gäste, wie tief der transatlantische Bruch wirklich geht. Was die Rede des US-Außenministers Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz anbelangt, sind sich alle einig: Die USA unter Trump erwarteten Gefolgschaft, der freundliche Ton dürfe nicht darüber hinwegtäuschen. Europa müsse deutlich mehr in die eigene Verteidigung investieren, um abschreckungsfähig zu werden. Große Gipfeltreffen und „Maulheldentum“ allein reichten nicht mehr. Doch zentral bleibt die Frage: Wie schnell und wie entschlossen sind wir?  Reicht eine engere Zusammenarbeit der Willigen oder braucht es völlig neue Strukturen? Brauchen wir eine europäische Verteidigungsgemeinschaft? Welche Rolle soll Deutschland spielen und wie weit können, dürfen und müssen wir gehen? Auch die Frage, ob Europa langfristig einen eigenen nuklearen Schutzschirm braucht, sorgt für Diskussion. 
     
    Darüber diskutiert Ellen Ehni mit: Markus Bickel (Table.Briefings), Sina-Marie Schweikle (Süddeutsche Zeitung), Christoph von Marschall (Der Tagesspiegel) und Pascal Beucker (taz).

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    15 February 2026, 1:00 pm
  • 56 minutes 57 seconds
    Drei Zimmer, Küche, Bad - Wie wird Wohnen wieder bezahlbar?

    In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Die Mieten explodieren weiter. Wohnen wird zum Luxusgut. Kann der versprochene „Bauturbo“ die Wende bringen?



    Unsere Gäste sehen unterschiedliche Lösungen für das Wohnungsproblem. Für Antje Höning ist es eine Sache von Angebot und Nachfrage: Mehr Wohnungsbau würde auf Dauer niedrigere Mieten bedeuten. Nele Spandick hingegen geht das nicht weit genug, sie hält zusätzlich strengere Mitregulierungen für entscheidend. Michael Fabricius hingegen sieht jetzt schon zu viele staatliche Vorgaben als Bremse für Investoren. Dem stimmt auch Markus Peters zu, sieht aber vor allem die Kommunen in der Verantwortung, den Wohnungsbau wieder anzukurbeln.

    Kann der Wohnungsmarkt in Hamburg als positives Beispiel gesehen werden? Und was gehört laut unseren Gästen auf die Liste für einen wirklichen Bauturbo?

    Darüber diskutiert Jörg Schönenborn mit: Michael Fabricius (WELT), Antje Höning (Rheinische Post), Markus Peters (Weser Kurier) und Nele Spandick (Stern).

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    8 February 2026, 1:00 pm
  • 57 minutes 8 seconds
    Recht auf Teilzeit: Wie selbstbestimmt dürfen wir arbeiten?

    Die Wirtschaft kommt nicht voran, die Arbeitslosigkeit steigt. Die CDU identifiziert eine mangelnde Arbeitsbereitschaft in Teilen der Bevölkerung als eine Ursache für die Flaute, weshalb sie das bedingungslose Recht auf Teilzeit einschränken will. Könnte ein solcher Einschnitt in Arbeitnehmerrechte die Wirtschaft wieder in Schwung bringen?



    Im Presseclub beurteilen die Gäste das unterschiedlich. Mit einem Zwang zur Mehrarbeit würden Menschen aus ihrem Beruf herausgetrieben. Wer Fachkräfte behalten wolle, müsse ihnen Spielräume und Selbstbestimmung ermöglichen. Auf der anderen Seite des Tisches sieht man es anders: Das Recht auf Teilzeit sei ein Luxus, nicht mehr zeitgemäß. Welche Stellschrauben könnte es noch geben, um Anreize für Mehrarbeit zu schaffen? Welche Rolle spielen dabei Ehegatten-Splitting und Minijobs? Brauchen wir strengere Regeln oder mehr Flexibilität und weniger Staat – wie ein Anrufer in der Sendung fordert?

    Ist das strenge Arbeitszeitgesetz ein Relikt der Vergangenheit?
    Darüber diskutiert Jörg Schönenborn mit den Gästen: Maike Rademaker (freie Journalistin), Dagmar Rosenfeld (Podcasterin), Alexander Hagelüken (Süddeutsche Zeitung) und Romanus Otte (Politico). 

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    1 February 2026, 1:00 pm
  • 1 hour 20 seconds
    Auf der Suche nach Stärke - was setzt Europa Trump
    Gäste: Felix Lee, Süddeutsche Zeitung Dossier "Geoökonomie" Prof. Christiane Lemke, Politikwissenschaftlerin und Publizistin Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel Tonia Mastrobuoni, La Repubblica
    25 January 2026, 12:00 pm
  • 57 minutes 15 seconds
    Aufstand gegen das Mullah-Regime - Letzte Hoffnung Trump?

    Das iranische Regime hat die friedlichen Proteste mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. Am Anfang drangen noch Bilder an die entsetzte Weltöffentlichkeit, aber inzwischen hat das Regime eine Internetsperre verhängt. Tausende Menschen sollen getötet worden sein.



    Moralisch unterstützt wurden die Protestierenden von US-Präsident Trump, der Hilfe versprach und dem Mullah-Regime mit Konsequenzen drohte, dann aber doch nicht militärisch eingriff. Ist das Momentum für einen Sturz des Regimes schon wieder vorbei?

    Im Presseclub gehen die Meinungen darüber, ob es zu gezielten Militärschlägen der USA kommen wird, auseinander. Auch über den Sinn einer solchen Aktion urteilen die Gäste unterschiedlich, denn er könnte die gesamte Region destabilisieren. Im Laufe der Sendung wird die Frage aufgeworfen, ob ein amerikanischer Militärschlag angesichts der brutalen Gewalt des Mullah-Regimes nicht sogar moralisch geboten sei, selbst wenn dafür kein Mandat des Sicherheitsrat vorläge. Auch dazu gibt es kontroverse Aussagen. Ebenso die Einflussmöglichkeiten Europas und Deutschlands nimmt die Runde ins Visier: Was können wir tun oder können die Menschen im Iran am Ende doch nur auf Trump hoffen?

    Susan Link diskutiert mit den Gästen: Daniel-Dylan Böhmer (WELT), Matthew Karnitschnig (Euractiv), Isabel Schayani (Westdeutscher Rundfunk) und Bente Scheller (Heinrich-Böll-Stiftung).

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    Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:20).

    18 January 2026, 2:00 pm
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