- 38 minutes 10 secondsKerosin wird knapp – und jetzt?
Die Straße von Hormus ist blockiert. 20 Prozent des weltweiten Kerosinbedarfs kommen nicht mehr durch. Lufthansa streicht Flüge, EasyJet meldet fast 30 Millionen Euro Mehrkosten – in einem einzigen Monat. Was passiert gerade in den globalen Lieferketten? Und gibt es einen Ausweg?
Marco Felsberger, Senior Advisor for Supply Chain Resilience bei Prewave, ordnet die Lage ein: „Die erste Welle ist meistens einmal dieser Preisdruck – wäre noch händelbar. Die zweite Welle ist deutlich schwieriger: wenn diese Produkte anfangen, wirklich physisch nicht mehr verfügbar zu sein."
Florian Hildebrand, Mitgründer und CEO von Greenlyte, erklärt, warum synthetisches Kerosin aus der Luft mehr als ein Klimaprojekt ist: „Resilienz ist das Thema, was uns aktuell viel beschäftigt – weil es einfach nochmal eine weitere Begründung liefert, warum eine grüne Technologie vielleicht auch ein bisschen teurer ist als eine graue."
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
19 May 2026, 1:00 am - 35 minutes 26 secondsFörderstopp für Solaranlagen: Was bedeutet das für die Energiewende?
Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll ein Jahrzehnte altes Privileg für Hausbesitzer künftig entfallen: die Einspeisevergütung von kleinen Solaranlagen mit bis zu 25 Kilowatt Leistung. Der Gesetzentwurf zur Änderung wird aktuell diskutiert.
Einige Anbieter von PV-Anlagen erwarten, dass ihr Absatz ab dem kommenden Jahr darunter leiden wird. Mario Kohle, Gründer und CEO des Solar-Start-ups Enpal, sagte dem Handelsblatt: „Die Menschen hören einfach nur, dass eine Förderung abgeschafft wird.“ Er prognostiziert deshalb: „Der Markt für kleine Solaranlagen wird insgesamt einbrechen.“
Doch es gibt auch andere Meinungen. Denn die Einspeisevergütung für PV-Anlagen ist schon jetzt nur noch gering und falle laut einigen Branchenmitgliedern bei einer Kaufentscheidung für eine Solaranlage kaum noch ins Gewicht. Im Green & Energy Podcast sagt Martin Endress, Vorstandsmitglied bei Eon Energie Deutschland: „Die Solaranlage ist nach wie vor sehr attraktiv.“ Es gehe Kunden heute mehr darum, den Strom aus der eigenen PV-Anlage selbst zu verbrauchen, als ihn ins Stromnetz einzuspeisen.
Eon Energie Deutschland beobachtete in den vergangenen Wochen ein deutlich gestiegenes Interesse an PV-Anlagen, aber auch an anderen Technologien wie etwa Wärmepumpen. Das Interesse wird vor allem durch den Iran-Krieg getrieben und zeigt den Wunsch vieler Menschen nach eigenständigerer Energieversorgung.
Die Stromexpertin Mira Wenzel von der Denkfabrik Agora Energiewende sagt, aus Klimagesichtspunkten sei es am besten, wenn Haushalte sich zu ihrer Solaranlage auch einen Speicher kauften und ihren Stromverbrauch intelligent steuern ließen. Sie stellt aber auch klar, dass Hausbesitzer in der Realität nicht auf einen Schlag auf eine moderne Stromverbrauchswelt umstellen, sondern Anschaffungen wie Solaranlage, Elektroauto oder Wärmepumpe Schritt für Schritt vornehmen.
Wenzel vermutet deshalb: „Wir werden eine Delle sehen beim Ausbau der kleinen Dachsolaranlagen durch den Förderstopp.“ Mit einer Einspeisevergütung könnten Hausbesitzer ganz anders kalkulieren als ohne.
Wie man als Hausbesitzer am besten beim Thema Solar entscheiden sollte, wie realistisch es ist, den eigenen Solarstrom an der Börse zu verkaufen, und welchen Einfluss der PV-Förderstopp auf die Energiewende haben könnte – darum geht es in der neuen Folge Handelsblatt Green & Energy.
Moderiert von Catiana Krapp Produziert von Fabian Livrée
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
5 May 2026, 1:00 am - 27 minutes 49 secondsSteigende Spritpreise: Lohnt sich jetzt ein Elektroauto?
Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist deutlich gestiegen. Im März zählten die Behörden mehr als 70.000 Neuzulassungen von Stromern. Das sind 52 Prozent mehr als vor einem Monat.
In der aktuellen Folge von Handelsblatt Green & Energy fragt sich Moderator Michael Scheppe, ob das an den hohen Spritpreisen infolge des Kriegs im Iran liegt – und ob sich der Kauf eines Elektroautos nun mehr rechnet als früher.
Simon Schnurrer, Autoexperte der Beratung Oliver Wyman, sagt im Podcast: „Steigende Kraftstoffpreise führen nicht automatisch zu höheren Verkaufszahlen von Elektroautos, sondern sind nur ein Faktor von vielen.“
Im zweiten Teil sagt Fabian Faehrmann, Sprecher und E-Autoexperte beim Verkehrsclub ADAC: „Es ist immer noch eine absolute Einzelfallrechnung, ob ein Elektroauto günstiger ist als ein vergleichbarer Verbrenner.“
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
21 April 2026, 1:00 am - 25 minutes 27 secondsDas Mercosur-Dilemma: Freihandel vs. Regenwald?
Es ist das größte Handelsabkommen, das die EU je verhandelt hat: der Deal mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Doch seit über 20 Jahren wird gerungen, gestritten und blockiert. Während die Wirtschaft auf neue Märkte hofft, schlagen Umweltschützer Alarm.
Zerstören wir für billiges Rindfleisch und Soja die grüne Lunge der Erde? Und wie glaubwürdig ist die EU-Klimapolitik noch? In dieser Folge sprechen wir über die Schattenseiten des Abkommens mit Harald Gross von Greenpeace – und beleuchten die strategische Notwendigkeit mit der Außenwirtschaftsexpertin Samina Sultan vom Institut der Deutschen Wirtschaft.
Moderiert von Kathrin Witsch
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
7 April 2026, 1:00 am - 26 minutes 29 secondsAbzocke oder Marktwirtschaft: Was steckt hinter den hohen Energiepreisen?
Der Irankrieg weckt Erinnerungen an 2022: Steigende Energiepreise, Forderungen nach einem Tankrabatt, Vorwürfe der Abzocke gegen Mineralölkonzerne und Tankstellen. Damals traf uns die direkte Abhängigkeit von russischem Pipeline-Gas. Heute gibt es diese Abhängigkeit so nicht mehr – dafür gibt es heute einen harten Bieterwettbewerb mit Asien um knapper werdendes LNG.
Welche Instrumente aus dem Werkzeugkasten der Politik helfen wirklich und welche verschlimmern die Lage eher? Und was müsste Deutschland langfristig anders machen, damit der nächste geopolitische Schock uns nicht wieder unvorbereitet trifft? Darüber sprechen wir mit Judith Henke, Rohstoffexpertin beim Handelsblatt.
24 March 2026, 2:00 am - 43 minutes 40 secondsFünf Jahre Green-Podcast: Vom Klima-Hype zum fossilen Comeback?
In der Jubiläumsfolge ziehen wir Bilanz: Denn in fünf Jahren ist viel passiert: Energiekrise, Atomausstieg, geopolitische Verschiebungen bei Gaslieferungen, neue Klimaziele und hitzige Debatten über Heizungsgesetz, Elektroautos und Wasserstoff. Gleichzeitig schreitet der Ausbau erneuerbarer Energien voran – doch Strompreise, Netzausbau und Industrie-Transformation stellen Politik und Wirtschaft weiter vor große Herausforderungen.
Was bedeutet das alles konkret? Wie weit ist Deutschland beim Ausbau von Wind- und Solarenergie? Warum kommt die Elektromobilität langsamer voran als gedacht? Und was hat die Debatte um das Heizungsgesetz tatsächlich verändert? Außerdem sprechen wir über die wichtigsten Wendepunkte der Klima- und Energiepolitik in den vergangenen fünf Jahren.
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
10 March 2026, 2:00 am - 41 minutes 39 secondsWie viel Strom braucht Deutschland wirklich?
Ein geleakter Gesetzentwurf zur Energiewende hat kürzlich die Runde gemacht. Er soll die Stromnetze entlasten – könnte aber die wirtschaftlichen Bedingungen für erneuerbare Energien erheblich verschlechtern, warnen Oppositionspolitiker und Verbände. Und die Branche fragt sich: Ist das jetzt der erste große Schritt zur Umsetzung des Energiewende-Monitorings, das im Sommer Diskussionen ausgelöst hat?
Unter der Ampel-Regierung orientierte sich der Stromverbrauch, auf den das Energiesystem ausgelegt werden sollte, an den Klimazielen: Bis 2045 will Deutschland seinen CO2-Ausstoß auf null reduziert haben. Mehr Stromverbrauch bedeutet auch weniger Gasverbrauch und somit weniger Emissionen. Die aktuelle Bundesregierung verfolgt einen anderen Ansatz: Sie will der Tatsache Rechnung tragen, dass der Strombedarf nicht so steigt wie erhofft – und den Ausbau von erneuerbaren Energien und Stromnetzen daran anpassen. Das soll Kosten sparen.
Kritiker befürchten, dass dem Klimaschutz damit keine ausreichende Priorität mehr eingeräumt wird. Deshalb wurde schon das Monitoring – die Bestandsaufnahme zum realen Stromverbrauch in Deutschland und der Energiewende – scharf kritisiert, bevor es überhaupt erschien.
Was aber steht tatsächlich in dem wissenschaftlichen Dokument, was sollte man daraus für die Energiewende ableiten und was bedeuten die politischen Maßnahmen, die sich jetzt abzeichnen?
Darum geht es in dieser Folge, die das Handelsblatt auf der Energiemesse E-World in Essen als Live-Podcast aufgezeichnet hat. Gäste sind Ralph Kremp, Partner beim Beratungsunternehmen BET, das das Energiemonitoring im Auftrag des Wirtschaftsministeriums mit verfasst hat, und Michael Roth, Leiter Political Affairs für den Stromnetzbetreiber Tennet in Berlin. Sie erklären, welche Lehren sich aus dem Monitoring ziehen lassen und wie die Stromnetze darauf ausgelegt werden sollen.
Moderiert von Catiana Krapp
Produziert von Fabian Livrée
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
24 February 2026, 8:59 am - 39 minutes 3 secondsTraum von der Sonne auf Erden – Wann kommt der Durchbruch bei der Fusionsenergie?
Es ist so etwas wie der heilige Gral der Energiewelt: die Kernfusion. Dabei sollen wie bei der Sonne Wasserstoffkerne mit Heliumkernen verschmelzen, die dabei riesige Mengen Energie freisetzen. Das Problem: Wissenschaftler forschen seit Jahrzehnten daran, doch in der Praxis gibt es bislang keinen Durchbruch für die Kernfusion.
Die Bundesregierung aber will, dass das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland entsteht. 45 Start-ups forschen weltweit an dem Thema, vier davon in Deutschland. Eines davon ist die Firma Focused Energy aus Darmstadt. Focused Energy plant, in neun Jahren das erste Laserfusionskraftwerk in Deutschland gebaut zu haben.
Im Handelsblatt-Podcast Green & Energy sagt Forschungsleiter und Physik-Professor an der Technischen Universität Darmstadt Markus Roth: „Die Kernfusion hat für die Energieerzeugung eine ähnlich große Bedeutung wie die Erfindung der Dampfmaschine für die Industrialisierung.“
Im zweiten Teil des Podcasts spricht Handelsblatt-Redakteur Michael Scheppe mit Hartmut Zohm, Plasmaphysiker am Max-Planck-Institut. Er hält es für unrealistisch, dass Mitte der 2030er-Jahre ein Fusionskraftwerk für industrielle Zwecke in Deutschland steht. „Die Idee, dass wir unser Energieproblem los sind, wenn wir Kernfusion nutzbar gemacht haben, stimmt meiner Meinung nach so nicht“, sagt Zohm. Aber: „Wir werden einen weiteren Baustein zu unserer Energieversorgung haben.“
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
10 February 2026, 2:00 am - 26 minutes 38 secondsWie kommt die Wirtschaft wieder in Schwung, Frau Reiche?
2026 könnte das Jahr der großen Energie-Entscheidungen werden. Nach jahrelangen Verzögerungen sind neue Gaskraftwerke für Deutschland absehbar. Die Kraftwerke sollen die Stromversorgung in Deutschland sicherstellen, wenn immer mehr Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Die Bundesregierung hat sich mit der EU-Kommission auf einen grundsätzlichen Rahmen für staatliche Kraftwerksausschreibungen geeinigt. Nun gilt es, ein Datum für die Ausschreibungen festzulegen – und zu klären, wie der Staat Unternehmen unterstützt, die sie bauen wollen.
Und um die Energieversorgung nicht nur zu sichern, sondern auch bezahlbar zu halten, soll nun für drei Jahre ein Industriestrompreis kommen. Der soll ab dem 1. Januar 2026 gelten – allerdings rückwirkend. Doch die Frage, ob sich Unternehmen auch längerfristig auf niedrigere Stromkosten einstellen können, ist offen.
Unternehmen, die nicht auf Elektrifizierung setzen, planen oft mit dem Einsatz von Wasserstoff, um perspektivisch klimaneutral zu werden. Doch, dass der bezahlbar und verfügbar wird, ist derzeit nicht absehbar. Was wird aus dem Wasserstoffkernnetz, das den Wasserstofftransport in Deutschland sichern soll. Und worauf müssen sich Unternehmen einstellen?
Veränderungen soll es auch in absehbarer Zeit beim Thema Heizungsgesetz geben: Die Bundesregierung ist offenbar kurz davor, Eckpunkte zu einer Novelle des Gesetzes vorzulegen, das formal Gebäudeenergiegesetz heißt.
Über allem schwebt zudem die Frage, ob es noch realistisch ist, dass Deutschland sein Ziel einhält, bis 2045 klimaneutral zu werden. Hält die Bundesregierung weiter daran fest? Beim diesjährigen Handelsblatt Energie-Gipfel in Berlin hat der stellvertretende Handelsblatt-Chefredakteur Martin Knobbe Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu den wichtigsten aktuellen Themen befragt.
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/80
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
27 January 2026, 2:50 pm - 48 minutes 15 secondsIst die Energiewende noch auf Kurs?
Zum ersten Mal hat Deutschland im vergangenen Jahr mehr Strom mit Solarzellen produziert als mit Braunkohlekraftwerken. Das zeigt eine Datenanalyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Doch die Zahlen belegen auch: Die Emissionen aus der Stromerzeugung sind schlussendlich nicht gesunken.
Warum das so ist, erklärt der Fraunhofer-Wissenschaftler Leonhard Gandhi im Podcast. Auf 130 Seiten haben er und seine Kollegen Bilanz für die Stromerzeugung 2025 gezogen. Gandhi sagt: „Wir haben einen sehr deutlichen Fuel Shift gesehen. Das heißt, wir hatten weniger Erzeugung aus Kohle und dafür mehr Erzeugung aus Erdgas.“ Zudem produziere Deutschland insgesamt deutlich mehr Strom aus Windkraft als aus Photovoltaik. 2025 sei ein gutes Photovoltaikjahr gewesen – aber ein schlechtes Windjahr. Der Zugewinn an PV-Strom habe die Reduktion an Windstrom nicht überkompensieren können.
Das Thema Energiewende ist derzeit politisch besonders aufgeladen. Im vergangenen Sommer hatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ein Monitoring in Auftrag gegeben, um darzustellen, wie hoch der Bedarf an Strom in Deutschland überhaupt in den kommenden Jahren sein dürfte – und das Tempo der Energiewende daran auszurichten.
Da Deutschland nicht so schnell fossile Heizungen gegen Wärmepumpen und Verbrenner gegen Elektroautos tauscht, wie es aus Klimagründen notwendig wäre, steigt auch der Stromverbrauch im Land langsamer als erhofft.
Doch das Monitoring scheint kurzfristig auf die Umsetzung der Energiewende vor Ort kaum Einfluss zu haben. Das sagt Aurélie Alemany, Chefin des hannoveranischen Energieversorgers Enercity, im Podcast: „Die nächsten 15 Jahre gibt es keine Planänderung. Das Monitoring hat ganz klar nachgewiesen, dass wir in Deutschland auf Erneuerbare setzen. Deswegen müssen wir uns konzentrieren, diesen Ausbau durchzuführen.“
Alemany berichtet, wie Hannover aus der Verbrennung von Kohle aussteigt – und wie ihr Unternehmen mit der Industrie vor Ort die Energiewende in der Praxis umsetzt.
Moderiert von Catiana Krapp
Produziert von Fabian Livrée
Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier!
Wenn Sie unseren Journalismus nicht nur hören, sondern lesen wollen – mit all den Details, Analysen und Hintergründen, die das Wirtschaftsgeschehen einordnen, dann empfehlen wir Ihnen unser „Winter-Special“: Sie können das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro kennenlernen – und sich zusätzlich die Chance auf einen 100-Euro-Einkaufsgutschein sichern. Sie schalten damit direkt alle H+-Artikel frei – auch in unserer App – und behalten aktuelle Entwicklungen im Blick. Unser Angebot zum Jahreswechsel finden Sie auf www.handelsblatt.com/winter.
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
13 January 2026, 3:00 am - 45 minutes 5 secondsKlimabilanz, Gaskraftwerke, Verbrenner-Aus: Welche Folgen haben die Energiethemen des Jahres?
Aus Sicht von Klimawissenschaftlern waren die vergangenen Monate ein Rückschritt. „Klimapolitisch waren viele Jahre verlorene Jahre, aber 2025 könnte tatsächlich eine Zäsur in negativer Hinsicht sein“, sagt Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel in der Jahresendausgabe des Handelsblatt-Podcasts Green & Energy. In dieser blicken die Moderatorinnen und Moderatoren Kevin Knitterscheidt, Catiana Krapp und Michael Scheppe traditionell auf die Klima- und Energiethemen des Jahres zurück – und analysieren, was sie für das neue Jahr bedeuten.
Was Experte Latif mit seiner Aussage beispielsweise meint: Die USA sind nach der Wahl von Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen, zudem hat die Europäische Union erst vor wenigen Tagen die Abkehr vom Verbrenner-Aus beschlossen. Welche Auswirkungen das für das Klima hat, analysiert Jan Dornoff, leitender Wissenschaftler des Thinktanks ICCT. Eine erste Modellierung des Experten zeigt, dass dadurch eine Gigatonne mehr CO2 ausgestoßen würde. Das wäre ungefähr die 1,4-fache Menge dessen, was Deutschland jedes Jahr an CO2 freisetzt.
Eines der großen Energiethemen bleibt die Planung neuer Gaskraftwerke. Damit sollen Kohlekraftwerke, die nach und nach vom Netz gehen, ein Stück weit ersetzt werden. Andreas Schwenzer, Partner bei der Unternehmensberatung Advice & Company sagt den Hosts in dieser Folge: „Wir waren vor einem guten Jahr im Endeffekt schon mal genauso weit wie jetzt. Durch den Regierungswechsel haben wir ein bis zwei Jahre Zeit bei der Umsetzung verloren.“
Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier!
Wenn Sie unseren Journalismus nicht nur hören, sondern lesen wollen – mit all den Details, Analysen und Hintergründen, die das Wirtschaftsgeschehen einordnen, dann empfehlen wir Ihnen unser „Winter-Special“: Sie können das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro kennenlernen – und sich zusätzlich die Chance auf einen 100-Euro-Einkaufsgutschein sichern. Sie schalten damit direkt alle H+-Artikel frei – auch in unserer App – und behalten aktuelle Entwicklungen im Blick. Unser Angebot zum Jahreswechsel finden Sie auf www.handelsblatt.com/winter.
Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit
30 December 2025, 3:00 am - More Episodes? Get the App