Der starke Anstieg der Energiepreise treibt die Inflation in der Euro-Zone in Richtung drei Prozent. Waren und Dienstleistungen in der Währungsgemeinschaft verteuerten sich im März um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das zeigten Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat am Dienstag.
Verbraucher und Notenbanker müssen sich aber darauf einstellen, dass die Preise in diesem Frühjahr noch weiter steigen. Was das für die Zinspolitik der Notenbank EZB bedeutet und wie wahrscheinlich nun Zinserhöhungen werden, ordnet Handelsblatt-Finanzredakteur Leonidas Exuzidis ein.
Zum Artikel: Preise im Euro-Raum steigen im März um 2,5 Prozent
Zum Artikel: Fünf Lehren für die EZB aus dem Inflationstrauma von 2022
Im Schwerpunkt geht es dann um das Wetten auf fallende Kurse. Eine exklusive Auswertung des Handelsblatts zeigt: Shortseller bauen am deutschen Aktienmarkt wieder massiv Positionen auf. Wetten gegen einzelne Unternehmen erleben ein Comeback – nachdem sie zuletzt lange unattraktiv waren. Einer der bekanntesten Shortseller ist Michael Burry. Der Mann, der schon vor der Finanzkrise auf den Kollaps des US-Immobilienmarkts gewettet hat – und damit weltberühmt wurde.
Und auch heute setzt er wieder auf fallende Kurse, unter anderem bei Tech-Aktien wie Palantir und Nvidia. Wie das funktioniert und worauf Anleger achten müssen, erklärt der Teamleiter Geldanlage und Märkte, Andreas Neuhaus.
Zum Artikel: Die Kunst, auf Verluste zu setzen – so macht es Michael Burry
Zum Artikel: Die Shortseller sind zurück und wetten gegen diese Aktien
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Viele Autofahrer ärgern sich aktuell über die hohen Spritpreise an der Tankstelle. Künftig könnten auch noch die Preise für Autos steigen. Denn Speicherchips, die auch in Automobilen viele Funktionen erfüllen, sind deutlich teurer geworden und könnten sich auf den Gesamtpreis auswirken. Die Kosten für große Autokonzerne könnten in diesem Jahr um mehr als eine Milliarde Dollar steigen.
Was das heruntergebrochen auf den Preis eines Autos genau bedeutet, wie sich die Chippreise künftig entwickeln könnten und welche Lösungen den Autokonzernen bleiben, um dem Chipmangel zu begegnen, erklärt Handelsblatt-Reporter Joachim Hofer im Podcast.
Teurer Arbeitsspeicher treibt die Preise bei Autokonzernen
Und im Schwerpunkt der Folge geht es um SAP, den wertvollsten Dax-Konzern. Die Marktkapitalisierung von SAP liegt aktuell bei 168 Milliarden Euro – vor 9 Monaten waren es aber auch mal fast doppelt so viel. Anleger fragen sich, ob jetzt ein guter Moment für den Einstieg bei der Aktie ist. Der Handelsblatt-Reporter Christof Kerkmann erklärt im Podcast, wie es aktuell um das Unternehmen SAP steht und wie der Zukauf der Firma Reltio am vergangenen Freitag auf die KI-Strategie des Unternehmens einzahlt.
Zum Artikel: SAP übernimmt KI-Datenspezialisten Reltio
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Wie geht es der deutschen Wirtschaft angesichts von Kriegen, Zöllen und einer schwächelnden Exportwirtschaft? Eine aktuelle Antwort auf diese Frage liefert die Konjunkturprognose vom Handelsblatt Research Institute (HRI). HRI-Senior-Economist Dennis Huchzermeier hat die Prognose mitgeschrieben und erklärt im Podcast, welche Faktoren sich aktuell auf Wachstum, Inflation, Industrieproduktion, Investitionen und den Arbeitsmarkt auswirken. Besonders gut sieht es nicht aus.
Die aktuelle Konjunkturprognose des Handelsblatt Research Institutes
Im Schwerpunkt der Folge geht es heute um die Bilanzen der Dax-Konzerne für 2025. Inzwischen liegen alle Bilanzen der 40 Dax-Konzerne vor und Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer hat sie analysiert. 111 Milliarden Euro Gewinn erzielten die Dax-40 im vergangenen Jahr – damit ist dieser Wert erneut gesunken. Ulf Sommer erklärt im Podcast, welche Faktoren sich negativ auf die Bilanzen der Dax-Konzerne auswirkten, wie die Prognose für das Jahr 2026 aussieht – und welchen überraschenden Treiber es gibt, der den Dax-Aktien Auftrieb geben könnte.
Die Dax-Konzerngewinne stagnieren 2025 zum dritten Mal in Folge
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Immobilienaktien gelten eigentlich als defensive Werte, doch seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Kurse teils stark eingebrochen. Hintergrund ist die Angst vor höheren Zinsen, die vom Energiepreisschock und wachsenden Inflationssorgen befeuert wird. Wie groß der Druck auf Vonovia, LEG und andere Immobilienunternehmen aktuell ist, erklärt der stellvertretende Finanzressortleiter Carsten Herz im Gespräch mit Handelsblatt-Volontärin Emma Möllenbrock.
Einstiegschance? Dieses Potenzial bieten Immobilienaktien jetzt
Außerdem: Handelsblatt-Bankenreporterin Yasmin Osman spricht darüber, wie der Iran-Krieg die Kreditkosten für deutsche Unternehmen in die Höhe treibt und welche Folgen das hat.
Irankrieg treibt Kreditkosten für Firmen drastisch nach oben
Moderiert von Anis Micijevic
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Der Iran-Krieg hat die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland vorerst beendet. Das lässt sich auch am neuen Ifo-Geschäftsklimaindex ablesen: Er ist im März deutlich gesunken – und zwar von 88,4 auf 86,4 Punkte.
Gleichzeitig werden in Berlin aktuell einige Reformen diskutiert, die positive Effekte auf den Arbeitsmarkt haben könnten – darunter eine Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung, ein Ende des Ehegatten-Splittings und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, um im Gegenzug die Einkommensteuer oder die Sozialbeiträge zu senken.
„Solche Umfinanzierungen, bei denen die Steuerlast insgesamt gleich bleibt, sind in ihren Wirkungen begrenzt“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Welcher Bereich ihm in den Reformüberlegungen noch fehlt, erklärt er im Podcast.
„Wird uns Mut abverlangen“ – Klingbeil stellt Reformplan vor
Außerdem: Die vor mehr als zwei Jahrzehnten eingeführte Riester-Rente gilt als zu teuer und zu kompliziert. Die Zahl der Verträge ist seit Jahren rückläufig. Die Koalition aus Union und SPD will mit neuen Regeln bewirken, dass mehr Bürger privat vorsorgen. Der Bundestag soll das neue Gesetz an diesem Freitag beschließen. Kernpunkt der Reform ist die Einführung eines Altersvorsorgedepots – und gerade bei dem Punkt gab es zuletzt Bewegung. Worauf sich Anlegerinnen und Anleger einstellen können, erklärt Markus Hinterberger, Handelsblatt-Chefreporter für Geldanlage und Märkte.
Kommentar: Riester – mit richtigen Produkten ist ein Kostendeckel unnötig
Moderiert von Anis Micijevic
Produziert von Johannes Grote
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Rund drei Millionen Erwachsene sind derzeit über ihren Ehepartner kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. Die Bundesregierung will dies abschaffen und vielen einen Mindestsatz von 200 Euro pro Monat vorschreiben. Hinzu kämen 25 Euro monatlich für die Pflegeversicherung. Ausnahmen soll es für Personen mit Kindern unter sechs Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen geben.
Der Schritt soll das Milliardendefizit der gesetzlichen Krankenkassen senken und Arbeitsanreize erhöhen. Außerdem erwägt die Regierung, den Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent zu erhöhen. Martin Greive, Chefreporter Politik beim Handelsblatt, erläutert die Details.
Zum Artikel: Regierung prüft höhere Mehrwertsteuer
Außerdem erklärt die Folge, warum in der Irankrise Staatsanleihen ebenso wie Aktien und Edelmetalle deutlich an Wert verloren haben. „Staatsanleihen sind halt kein sicherer Hafen gegen Inflationsangst“, sagt Carsten Brzeski, der bei der ING-Bankengruppe das globale Makro-Research leitet. Derzeit würden andere Sicherheiten gesucht. „Und das ist aktuell scheinbar nur noch Bargeld.“
Brzeski spricht auch darüber, inwieweit wegen steigender Renditen ein neuer Liz-Truss-Moment droht. Die ehemalige britische Premierministerin trat 2022 nach nur 45 Tagen im Amt zurück. Hintergrund waren massive Finanzmarktreaktionen auf ihren wirtschaftspolitischen Kurs. Brzeski schaut abseits der Irankrise besorgt auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Jahr: „Dann kann es durchaus auch mal noch mal am Anleihenmarkt scheppern.“
Moderiert von Nicole Bastian
Produziert von Maximilian Rex und Lukas Teppler
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Neue Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Irankriegs haben am Montagmittag für einen Kurssprung am Aktienmarkt gesorgt: Anleger reagieren positiv auf ein Posting von US-Präsident Donald Trump. Dieser kündigte darin an, seine Angriffe auf iranische Kraftwerke zu verschieben, da er am Wochenende „produktive Gespräche“ mit dem Iran geführt habe.
Damit hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, wenn der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden wieder freigebe. Der Dax gewann rund 800 Punkte auf 22.782 Punkte, ein Plus von 1,8 Prozent. Wie die Lage einzuschätzen ist, erläutert Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank.
Zum Artikel: Donald Trump löst Richtungswechsel an den Märkten aus
Außerdem nehmen wir das Handelsblatt-Steuerdossier für das Steuererklärungsjahr 2025 in den Blick. Finanzredakteurin Laura de la Motte erklärt, worauf das Finanzamt diesmal besonders schaut und welche neuen Fristen Steuerzahler kennen sollten.
Zum Artikel: So holen Sie bei Ihrer Steuererklärung für 2025 das Maximum heraus
Zum Artikel: So entdeckt das Finanzamt Steuerbetrüger
Moderiert von Nele Dohmen
Produziert von Christian Heinemann
Der Boom bei Rüstungsaktien macht auch Börsengänge von Rüstungsunternehmen besonders interessant für Anleger. Aktuell sind vor allem zwei Firmen im Fokus: Vincorion und KNDS. Der norddeutsche Rüstungszulieferer Vincorion hat am Freitag ein starkes Börsendebüt hingelegt. Die Aktien legten kräftig zu. Der erste Kurs der Papiere an der Frankfurter Börse lag bei 19,30 Euro. Die knapp 20,3 Millionen Papiere waren zum Festpreis von 17 Euro ausgegeben worden.
Gleichzeitig wirft der für Juni geplante Börsengang des deutsch-französischen Panzerbauers KNDS viele Fragen auf: Denn hier geht es nicht nur um Geschäftszahlen, sondern auch um politische Einflussnahme, Eigentümerstrukturen und nationale Interessen. Die Hintergründe zu den Rüstungs-Börsengängen erklären Handelsblatt-Finanzredakteurin Hannah Krolle und Rüstungsreporter Markus Fasse.
Zum Artikel: Vincorion mit starkem Börsendebüt – Aktie gefragt
Zum Artikel: Politik und Panzer – der heikle Börsengang der Leopard-Mutter
Außerdem im Podcast: Die Lage im internationalen Luftverkehr wird zunehmend angespannter: Airlines fürchten Engpässe beim Kerosin, die Preise steigen rasant – denn der Iran-Krieg setzt die globalen Lieferketten unter Druck. Erste Fluggesellschaften arbeiten bereits an Notfallplänen, streichen Verbindungen oder prüfen alternative Routen. Was das für Airlines und Passagiere bedeutet, erklärt Handelsblatt-Unternehmensreporter Jens Koenen.
Zum Artikel: Luftfahrt rutscht in die schwerste Krise seit der Pandemie
Moderiert von Nele Dohmen
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Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen unverändert gelassen – trotz steigender Inflationsrisiken durch den Irankrieg. In dieser „Woche der Notenbanken“ halten viele Zentralbanken still, doch neue EZB-Projektionen zeigen höhere Preise – und Anleger wetten bereits auf eine Zinswende. Handelsblatt-Finanzredakteur Stefan Reccius ordnet die Entscheidung ein.
Außerdem geht es um die US-Notenbank Fed: Sie hält den Leitzins stabil bei 3,5 bis 3,75 Prozent – und signalisiert sogar mögliche Zinssenkungen. Ökonom Gabriel Felbermayr erklärt im Gespräch mit Host Nicole Bastian, warum das kein Widerspruch ist – und sagt: „Die Unsicherheit ist enorm – und entscheidend ist das Timing.“
Wer einen Deep-Dive zu den Auswirkungen des Irankriegs für die US-Wirtschaft hören möchte, findet das Interview in voller Länge im Podcast-Kanal Trump-Watch.
Aus dem Marktbericht: Zum Artikel: Gold fällt – und bestätigt damit den Ruf als Krisenwährung
Moderation und Redaktion: Solveig Gode
Produktion: Christian Heinemann
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Die meisten erinnern sich noch gut an die gewaltigen Preissteigerungen bei Lebensmitteln im Zuge der Coronapandemie und des Ukrainekriegs. Seit 2020 sind die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke laut dem Statistischen Bundesamt um mehr als 37 Prozent gestiegen.
Nun befürchten Experten, dass auch der Irankrieg die Lebensmittelpreise nach oben treiben könnte. Der Hauptgrund sind die steigenden Kosten für Energie, Dünger und Transport. „Experten meinen, dass Nahrungsmittel ab Sommer teurer werden könnten“, sagt Katrin Terpitz, Handelsblatt-Redakteurin im Unternehmensressort. Für die Hersteller dürfte es allerdings sehr schwer werden, im Handel höhere Preise durchzusetzen.
Droht Deutschland eine neue Teuerungswelle bei Lebensmitteln?
Außerdem: Vor einem Jahr hat der Bundestag das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität beschlossen. Die Schulden in Höhe von 500 Milliarden Euro sollten eigentlich dafür genutzt werden, um Deutschland zu modernisieren und die Wirtschaft anzukurbeln. Doch laut Berechnungen des Ifo-Instituts und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist ein Großteil der Mittel bislang zweckentfremdet worden. Das Bundesfinanzministerium weist die Kritik zurück. Wer hat Recht? Politik-Chefreporter Martin Greive erklärt im Podcast die Hintergründe.
Streitfall Zweckentfremdung – Das sind die fünf Konstruktionsfehler des Sondervermögens
Moderiert von Anis Micijevic
Produziert von Migo Fecke
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Der Iran-Krieg offenbart Deutschlands immense Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Der Anteil von Öl und Gas am Energieverbrauch liegt bei 78 Prozent und hat sich seit zehn Jahren kaum verändert. Das wird angesichts der rasant steigenden Preise zum großen Problem für die deutsche Wirtschaft. Eine neue Analyse des Handelsblatt Research Institutes sieht den Grund für diese Abhängigkeit in der stockenden Elektrifizierung der Industrie und anderer Sektoren. Kathrin Witsch, Teamleiterin für Energie und Industrie beim Handelsblatt, erklärt im Podcast die Hintergründe dieser Entwicklung.
Der Iran-Krieg offenbart Deutschlands gefährliche Abhängigkeit
Außerdem: Erst vor wenigen Tagen hat Amazon eine Mega-Anleihe auf dem europäischen Markt platziert. 14,5 Milliarden Euro hat der US-Konzern auf einen Schlag eingesammelt – ein neuer Rekordwert. Wegen des hohen Kapitalbedarfs im KI-Wettlauf häufen sich solche Nachrichten inzwischen. Bereits im Februar hatte Alphabet eine 100-jährige Anleihe auf den Markt gebracht. Die UBS geht davon aus, dass US-Technologieunternehmen in diesem Jahr Anleihen im Gesamtvolumen von 360 Milliarden Dollar emittieren werden. Damit würde der Tech-Sektor ein Fünftel des billionenschweren US-Marktes für Investment-Grade-Anleihen (IG) ausmachen.
Welche Folgen das hätte und ob auf dem Bondmarkt eine ähnliche Konzentration von Big Tech wie auf dem Aktienmarkt droht, erklärt Handelsblatt-US-Korrespondentin Antonia Mannweiler im Gespräch mit Handelsblatt-Volontärin Emma Möllenbrock.
Dominieren Tech-Konzerne künftig auch die Bondmärkte?
Moderiert von Anis Micijevic
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