Kurswechsel – wir machen Arbeit wert(e)voll
Verunsicherung als Chance – Was wir aus dem Verunsicherungsbuch für Organisationen lernen können
Verunsicherung – für viele Menschen und Organisationen ist das ein unangenehmer Zustand, den es zu vermeiden gilt. Doch was, wenn Unsicherheit nicht nur Risiko, sondern auch Potenzial bedeutet? In unserer neuesten Podcast-Episode haben wir uns mit dem "Verunsicherungsbuch" von Klaus Eidenschink auseinandergesetzt und darüber diskutiert, was dessen Erkenntnisse für Organisationen bedeuten können.
Grenzen setzen geht nicht?
Eines der Kapitel, das uns besonders angesprochen hat, trägt den Titel „Grenzen setzen geht nicht“. Eidenschink beschreibt darin, dass Abgrenzung nichts ist, was wir erst lernen müssen – sondern etwas, das wir als Kinder intuitiv beherrschen. Doch in Organisationen scheint genau das oft ein Problem zu sein: Menschen nehmen immer mehr Aufgaben an, fühlen sich überfordert und beklagen, sich nicht ausreichend abgrenzen zu können.
Doch ist das wirklich ein individuelles Problem? Oder liegt die Ursache vielmehr in den Strukturen der Organisation? Wir haben darüber gesprochen, dass Unklarheit in Rollen und Verantwortlichkeiten oft dazu führt, dass Menschen automatisch mehr übernehmen, als sie sollten. Implizite Erwartungen und unausgesprochene Regeln lassen Abgrenzung schwer erscheinen. Tatsächlich wäre eine stärkere Strukturierung – etwa durch klare Priorisierungen – oft der bessere Weg, um Überlastung zu verhindern. Das würde den Einzelnen entlasten und zugleich das gesamte System leistungsfähiger machen.
Warum wir immer wieder in dieselben Löcher springen
Ein weiteres Kapitel, das uns besonders ins Auge gefallen ist, lautet „Über-Loch-Raus-Krabbel-Probleme“. Die Metapher beschreibt Menschen, die ein Problem selbst erzeugen (ein Loch graben), dann hineinspringen und um Hilfe rufen – nur um nach der Rettung das nächste Loch zu buddeln. In Organisationen lassen sich solche Muster oft beobachten: Wiederkehrende Konflikte, endlose Reorganisationen oder der ständige Wechsel von Strategien können Hinweise darauf sein, dass nicht wirklich nach Ursachen geforscht wird. Stattdessen werden Symptome bekämpft, wodurch sich Probleme immer wieder neu produzieren.
Wir haben diskutiert, wie wichtig es ist, solche Muster zu erkennen und sich die Frage zu stellen: Was verdecken wir damit eigentlich? Oft sind es tieferliegende Unsicherheiten oder ungelöste strukturelle Fragen, die so unbewusst umgangen werden. Der eigentliche Schritt zur Verbesserung liegt darin, Probleme wirklich scharf zu stellen, anstatt vorschnell nach Lösungen zu greifen.
Was können Organisationen daraus lernen?
Statt Unsicherheit zu fürchten, könnten Organisationen sie gezielt nutzen:
Beobachtung vor Bewertung: Erst wenn wir wirklich verstehen, warum ein Muster entsteht, können wir sinnvolle Veränderungen angehen. Klare Priorisierung statt ständiger Überforderung: Weniger gleichzeitige Projekte, klare Rollendefinitionen und bewusste Fokussierung könnten helfen, Überlastung zu vermeiden. Klarheit statt hektischer Lösungen: Organisationen tun gut daran, nicht jeder vermeintlichen Lösung hinterherzulaufen, sondern sich die Zeit zu nehmen, ihre eigentlichen Herausforderungen zu verstehen.
Die Diskussion im Podcast hat gezeigt: Verunsicherung muss kein Feind sein. Richtig genutzt, kann sie ein wertvoller Motor für echte Veränderung werden.
Was sind eure Erfahrungen mit Unsicherheiten in Organisationen? Diskutiert mit uns auf LinkedIn oder schreibt uns an podcast@kurswechsel.de!
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Maximal dezentral – das radikale Organisationsmodell von Haier
Wie können Unternehmen so organisiert werden, dass sie wirklich flexibel, innovativ und kundenzentriert arbeiten? Haier, ein weltweit führender Hersteller von Haushaltsgeräten, hat genau das auf radikale Weise umgesetzt: mit RenDanHeyi, einem Organisationsmodell, das klassische Hierarchien auflöst und Mitarbeitenden maximale Eigenverantwortung gibt. Doch wie funktioniert das in der Praxis – und was können andere Unternehmen daraus lernen? Unternehmen ohne klassische Hierarchien?
Viele Unternehmen suchen nach Wegen, schneller und flexibler zu agieren. Doch während oft nur an der Oberfläche optimiert wird, hat Haier sein gesamtes Unternehmen konsequent umgebaut: Kein traditionelles Mittelmanagement, keine starren Strukturen – stattdessen kleine, hochgradig autonome Teams, die wie Startups innerhalb des Konzerns agieren. Jedes dieser „Micro Enterprises“ trifft selbst Entscheidungen, gestaltet seine Strategie und ist direkt für den Markterfolg verantwortlich. Doch wie steuert man ein so dezentrales System? Welche Rolle spielen Anreize und wirtschaftlicher Druck? Von der Idee zur Umsetzung – wie funktioniert RenDanHeyi?
Haier hat nicht nur seine Organisationsstruktur verändert, sondern auch ein digitales System entwickelt, das alle Einheiten miteinander vernetzt und ihre Zusammenarbeit regelt. Eine Plattform auf Blockchain-Basis sorgt dafür, dass sich Teams selbst organisieren, Partner finden und sich über smarte Verträge gegenseitig verpflichten. Das klingt faszinierend – aber auch herausfordernd. Innovation, Vernetzung und ökonomischer Druck
Das Modell verspricht maximale Innovationskraft und Marktnähe, stellt aber auch hohe Anforderungen an die Mitarbeitenden. Was bedeutet es, wenn jede Einheit im Unternehmen wirtschaftlich eigenständig agieren muss? Welche neuen Dynamiken entstehen? Und ist dieses Modell wirklich für jede Organisation geeignet?
In dieser Episode des Kurswechsel-Podcasts tauchen wir tief in das RenDanHeyi-Modell ein: Wie funktioniert es genau? Was können Unternehmen in Europa davon lernen – und wo liegen die Herausforderungen?
Neugierig geworden? Dann hört rein in die aktuelle Folge des Kurswechsel-Podcasts und entdeckt, wie eine der radikalsten Organisationsformen unserer Zeit funktioniert!
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Agilität - es geht doch um Menschen!
Agilität verspricht mehr Selbstorganisation, schnellere Entscheidungen und eine bessere Zusammenarbeit. Doch in der Praxis erleben viele Unternehmen genau das Gegenteil: Teams tun sich schwer, ohne Hierarchien wirksam zu arbeiten, Konflikte konstruktiv auszutragen oder Verantwortung zu übernehmen. Liegt das an den Menschen – oder an der Art und Weise, wie Rollen und Strukturen gestaltet sind? In dieser Episode sprechen Arne und Frank Düsterbeck darüber, welche Voraussetzungen es braucht, damit Agilität funktioniert, welche Rolle Führung dabei spielt und warum Unternehmen die Besetzung von Rollen diverser denken müssen.
Agilität: Strukturen für Potenzialentfaltung
Oft wird über Agilität gesprochen, als ginge es nur um Methoden oder neue Arbeitsweisen. Doch im Kern geht es um Menschen und ihr Potenzial – darum, dass Unternehmen die besten Köpfe haben und ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten voll einzubringen. Die entscheidende Frage ist: Welche Strukturen helfen dabei, dass Menschen nicht nur funktionieren, sondern wirklich ihr Können entfalten? Dafür reicht es nicht, alte Hierarchien abzuschaffen – es braucht eine durchdachte Gestaltung von Rollen und eine diversere Besetzung.
Neue Anforderungen an Rollen und Kompetenzen
Wenn Hierarchien nicht mehr den Takt vorgeben, müssen Teams selbst Verantwortung übernehmen, sich koordinieren und Entscheidungen treffen. Doch viele Menschen sind genau das nicht gewohnt. In traditionellen Organisationen gab es klare Anweisungen, während in agilen Strukturen oft Eigenverantwortung und Initiative gefordert sind. Welche Fähigkeiten brauchen Mitarbeitende, um in agilen Kontexten erfolgreich zu sein? Und wie muss sich die Art und Weise verändern, wie Unternehmen Rollen definieren und besetzen?
Führung: Rahmen schaffen, statt Mikromanagement betreiben
Ein weiterer zentraler Punkt: Führung in agilen Organisationen ist nicht überflüssig – sie ist essenziell, aber anders. Statt Kontrolle und Mikromanagement geht es darum, einen klaren Rahmen zu schaffen, in dem Könner, Talente und erfahrene Fachleute ihre Stärken entfalten können. Das bedeutet: Weniger Steuerung, aber dafür umso mehr gezielte Unterstützung, klare Orientierung und Entscheidungsfreiheit für Teams. Doch wie sieht eine wirksame Führung in der Praxis aus – und wo scheitern Unternehmen bei der Umsetzung?
Agilität zwischen Anspruch und Realität
Viele Unternehmen wollen „agil sein“, doch die Realität sieht oft anders aus: Strukturen, die Eigenverantwortung versprechen, aber in Wahrheit noch stark von alten Kontrollmechanismen geprägt sind. Oder Teams, die „agil“ arbeiten sollen, aber gar nicht die nötigen Fähigkeiten oder Entscheidungsfreiheit dafür haben. Warum das so ist, welche Missverständnisse es rund um das „agile Mindset“ gibt und was wirklich notwendig ist, damit Agilität funktioniert, steht im Fokus dieser Episode.
Agilität braucht echte Könner – und die richtigen Strukturen dafür
Es reicht nicht, einfach nur Strukturen zu verändern oder neue Methoden einzuführen – am Ende geht es um Menschen. Wer eine wirklich agile Organisation aufbauen will, muss sich fragen: Habe ich die richtigen Leute, die wirklich etwas bewegen können? Und wie gestalte ich mein Unternehmen so, dass sie genau das tun?
Neugierig geworden? Dann hört rein in die aktuelle Episode des Kurswechsel-Podcasts und erfahrt, welche Strukturen und Führungsprinzipien wirklich dazu beitragen, dass Menschen in agilen Organisationen ihr volles Potenzial entfalten.
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Agile Organisation - Ein Widerspruch in sich?
In der aktuellen Episode des Kurswechsel-Podcasts widmen sich Arne und Frank einer zentralen Frage des Organisationsdesigns: Wie beeinflussen Kommunikationswege die Struktur und Funktionsweise von Unternehmen? Während klassische Organisationen auf feste Hierarchien setzen, entstehen in dynamischen Umfeldern oft neue, flexiblere Kommunikationsstrukturen. Doch welche Spannungen ergeben sich dabei – und wie können Unternehmen sinnvoll darauf reagieren?
Kommunikationswege als Kern von Organisationsdesign
Kommunikationswege prägen maßgeblich, wie Entscheidungen entstehen und weitergegeben werden. Sind sie streng hierarchisch organisiert, führt das zu klaren Verantwortlichkeiten, aber oft auch zu langsameren Entscheidungsprozessen. Flexible, vernetzte Kommunikationsstrukturen ermöglichen hingegen schnelleren Austausch, stellen Unternehmen aber vor neue Herausforderungen in Bezug auf Steuerung und Kontrolle.
Struktur versus Agilität: Wo entstehen Spannungen?
Ein häufiges Spannungsfeld zeigt sich zwischen stabilen Unternehmensstrukturen und der Notwendigkeit, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. In vielen Organisationen zeigt sich dieser Konflikt daran, dass klassische Abteilungen parallel mit agilen Teams arbeiten – mit unterschiedlichen Kommunikationslogiken. Das führt oft zu Reibungen, etwa wenn agile Teams schnelle Entscheidungen treffen wollen, während traditionelle Strukturen auf Abstimmung und Genehmigungen setzen.
Führung, Verantwortung und Selbstorganisation
Ein weiteres zentrales Thema der Episode ist die Rolle der Führung in unterschiedlichen Organisationsmodellen. Während in klassischen Strukturen die Verantwortung klar in der Hierarchie verankert ist, muss in selbstorganisierten Teams neu ausgehandelt werden, wer Entscheidungen trifft und wie Konflikte gelöst werden. Diese Veränderung fordert sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende heraus – und stellt Organisationen vor die Frage, wie viel Eigenverantwortung sie wirklich zulassen wollen.
Ein Balanceakt für Unternehmen
Die Episode zeigt auf, dass es keine einfache Lösung für diese Herausforderungen gibt. Stattdessen geht es darum, bewusste Entscheidungen über das Organisationsdesign zu treffen: Wie lassen sich Kommunikationswege gestalten, die sowohl Stabilität als auch Anpassungsfähigkeit ermöglichen? Welche Strukturen helfen dabei, Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg zu fördern? Und welche Mechanismen braucht es, damit Teams selbstständig, aber dennoch zielgerichtet arbeiten können? Neugierig geworden? Dann hört rein in die aktuelle Episode des Kurswechsel-Podcasts und erfahrt, welche Spannungen Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Kommunikationswege begegnen – und wie sie diese produktiv nutzen können. Shownotes:
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Agile Methoden – Fluch oder Segen?
In der aktuellen Episode des Kurswechsel-Podcasts widmen sich Arne und Frank einem kontroversen Thema: Agilität in der Praxis. Warum schaffen es viele Unternehmen nicht, das volle Potenzial agiler Prinzipien auszuschöpfen? Liegt es an den Methoden selbst – oder daran, wie sie umgesetzt werden?
Mit spannenden Einblicken und praxisnahen Beispielen werfen die beiden einen kritischen Blick auf die Grenzen und Möglichkeiten von Frameworks wie Scrum, OKRs und Co.
Warum „Agile“ oft falsch verstanden wird
Die Episode startet mit der provokanten Frage: Können Methoden wie Scrum wirklich helfen, komplexe Herausforderungen zu bewältigen? Oder haben sie sich längst zu starren Rahmenwerken entwickelt, die der Agilität im Weg stehen? Arne und Frank hinterfragen, warum viele Organisationen den Fokus mehr auf Methoden als auf die dahinterliegenden Prinzipien legen – und warum das oft zu „Businesstheater“ führt, statt echte Anpassungsfähigkeit zu fördern.
Agilität zwischen Freiheit und Struktur
Ein zentrales Thema der Folge ist das Spannungsfeld zwischen Handlungsfreiheit und Einschränkung. Während agile Prinzipien Flexibilität und Offenheit fördern sollen, engen Frameworks in der Praxis oft ein. Aber ist das unvermeidlich? Arne und Frank erklären, wie Unternehmen mit der richtigen Balance zwischen Stabilität und Anpassung punkten können – und warum das bewusste Hinterfragen von Methoden ein Schlüssel zum Erfolg ist.
Retrospektiven, Dailys und andere „agile“ Rituale
Was bringen agile Methoden wirklich? Die beiden beleuchten, welche Vorteile Meetings wie Dailys und Retrospektiven bieten – und wo ihre Grenzen liegen. Kann ein Daily wirklich alle Probleme lösen? Oder führen feste Rituale dazu, dass drängende Themen aufgeschoben werden? Mit viel Erfahrung und Praxisbeispielen zeigen Arne und Frank, wie Teams agile Werkzeuge sinnvoll nutzen können, ohne in Routine zu verfallen.
Warum Agilität allein nicht reicht
Die Episode endet mit einem Ausblick auf die nächste Folge: Agilität ist wichtig, aber sie reicht allein nicht aus, um in einer dynamischen Welt zu bestehen. Was fehlt also noch? Arne und Frank geben einen Vorgeschmack darauf, welche weiteren Elemente nötig sind, um die Wirkung agiler Prinzipien zu maximieren – und warum systemische Perspektiven dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Hört rein und erfahrt, wie Unternehmen Agilität wirklich leben können, ohne sich in Methoden zu verlieren.
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Agilität: Ist der Hype vorbei?
In unserer neuesten Kurswechsel-Podcast-Episode diskutieren Arne und Frank eine der spannendsten Fragen der modernen Unternehmenswelt: Ist Agilität ein überholtes Konzept oder relevanter denn je? Dabei nehmen sie uns mit auf eine Reise durch die Entwicklung des Begriffs, räumen mit Missverständnissen auf und zeigen, warum Agilität weit mehr ist als nur ein Trend.
Was bedeutet Agilität wirklich?
Zu Beginn der Episode gehen Arne und Frank der Frage auf den Grund, was Agilität überhaupt bedeutet – jenseits von Buzzwords und Management-Moden. Sie erläutern, wie die Grundprinzipien des agilen Manifests ursprünglich für die Softwareentwicklung formuliert wurden, und zeigen, warum diese Prinzipien heute für jede Art von Organisation von Bedeutung sein können. Dabei beleuchten sie den Ursprung des Begriffs und stellen die provokante Frage: Brauchen Unternehmen heute wirklich mehr Agilität – oder ist der Begriff bereits verbrannt?
Warum scheitern viele Unternehmen an der Umsetzung?
Im weiteren Verlauf sprechen die beiden darüber, warum so viele Organisationen Schwierigkeiten haben, Agilität erfolgreich zu leben. Dabei geht es nicht nur um Trainings und Methoden, sondern um tiefergehende Fragen nach Strukturen, Kultur und Führungsprinzipien. Was bedeutet es wirklich, flexibel, anpassungsfähig und kundenzentriert zu sein? Und warum führt das „agile Mindset“ alleine selten zum Erfolg?
Ein neuer Blick auf Agilität
Arne und Frank kündigen außerdem eine spannende neue Serie im Podcast an, in der sie Agilität aus einer systemtheoretischen Perspektive betrachten. Mit Themen wie Kommunikationswegen, Prozessen und Rollen wollen sie herausfinden, wie Unternehmen die Prinzipien der Agilität sinnvoll in ihre Strukturen integrieren können.
Hört rein, um herauszufinden: Ist Agilität der Schlüssel zur Zukunft oder ein Konzept der Vergangenheit?
Viel Spaß beim Hören der Episode!
Paradoxien in Organisationen: Wie Unternehmen mit Widersprüchen umgehen können
In unserer heutigen Kurswechsel-Podcast-Episode sprechen Arne und Frank über Paradoxien in Organisationen. Oder vielmehr über die Frage: Wie können Unternehmen mit widersprüchlichen Anforderungen umgehen? In einer Welt, die sich immer schneller wandelt, müssen Organisationen stabil bleiben und sich gleichzeitig verändern. Doch wie gelingt dieser Spagat?
Widersprüche erkennen und verstehen
Arne und Frank diskutieren zunächst, was Paradoxien in Organisationen eigentlich sind. Anhand von Beispielen wie Zentralisierung versus Dezentralisierung oder Effizienz versus Innovation zeigen sie, wie Führungskräfte oft zwischen zwei sinnvollen, aber gegensätzlichen Positionen hin- und hergerissen sind. Sie sprechen darüber, wie dieses Oszillieren zu Unsicherheit führen kann und warum es wichtig ist, diese Widersprüche zu erkennen und zu akzeptieren.
Den Umgang mit Paradoxien gestalten
Im weiteren Verlauf der Episode geht es darum, wie Organisationen produktiv mit Paradoxien umgehen können, anstatt von ihnen blockiert zu werden. Arne und Frank stellen verschiedene Ansätze vor, wie etwa die Schaffung von Kommunikationswegen und zusätzlichen Strukturen wie Open Space-Veranstaltungen. Sie betonen, dass es keine einfache Lösung gibt, sondern dass ein bewusster Umgang mit diesen Widersprüchen notwendig ist.
Sowohl als auch statt entweder oder
Ein zentrales Thema ist die Frage, wie Unternehmen lernen können, Paradoxien als natürlichen Bestandteil ihrer Arbeit zu akzeptieren und ein „sowohl als auch“ zu leben. Statt sich für eine Seite zu entscheiden, geht es darum, die Vorteile beider Pole zu nutzen und flexibel darauf zu reagieren. Arne und Frank geben praktische Tipps, wie dies in der Organisationsentwicklung umgesetzt werden kann.
Viel Spaß beim Hören der Episode!
Organisationen müssen lernen, mit Komplexität umzugehen
In unserer heutigen Kurswechsel-Podcast-Episode geht es um Komplexität. Oder vielmehr die Frage: Wofür sollten Menschen und Unternehmen sich eigentlich mit diesem Thema beschäftigen? Dass die Komplexität unserer (Arbeits-)Welt in den letzten Jahren oder Jahrzehnten stark gestiegen ist, ist wahrscheinlich unbestritten. Menschen und Organisationen sind in diesem Zuge bestrebt, diese (neue) Komplexität so zu reduzieren, dass sie mit Veränderungen umgehen können und handlungsfähig bleiben. Nur wie gelingt das eigentlich?
Verzerrte Wahrnehmung und kleine Tricks für den Umgang mit Komplexität
In der Episode sprechen Alina und Arne zunächst einmal darüber, wie wir Menschen oder präziser: Unsere Gehirne die vielen Reize und Informationen filtern und vereinfachen. Diese Filter, oder Wahrnehmungsverzerrungen, helfen uns, schneller zu entscheiden. Das gilt auch für Organisationen: Nur filtern diese ihre Außenwelt durch festgelegte Entscheidungswege wie Hierarchien und Abteilungsstrukturen, Programme wie Strategien, Ziele, Regeln und Methoden und natürlich über ihr Personal. Alles in dem Bestreben, entscheidungsfähig zu bleiben. Wie effektiv diese Mechanismen sind, also ob ein Unternehmen „gut organisiert“ ist, entscheidet letztlich über Erfolg oder Misserfolg.
Paradox – Komplexitätsreduktion erhöht Komplexität
Ein scheinbares Paradoxon, das ebenfalls diskutiert wird: Der Versuch, Komplexität zu reduzieren, erzeugt unweigerlich neue Komplexität, die zu unerwarteten Herausforderungen und Konflikten führt. In der Podcast-Episode beleuchten wir, warum Organisationen lernen müssen, diese Dynamik zu akzeptieren und flexibel darauf zu reagieren. Statt eines „einfachen“ Lösungsansatzes bedarf es daher eines bewussten Umgangs mit Komplexität und einer offenen Haltung gegenüber Veränderungen.
Viel Spaß beim Hören der Episode!
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Coaching und Sparring: Zwei Wege zur beruflichen Weiterentwicklung
In der neuesten Episode des Kurswechsel-Podcasts sprechen Didi und Steffy über Coaching und Sparring. Beide Ansätze spielen eine Rolle in der Organisationsentwicklung, doch worin unterscheiden sie sich genau und wann ist welcher Ansatz die beste Wahl? Steffy, die als ausgebildete systemische Coachin viel Praxiserfahrung mitbringt, teilt spannende Einblicke in ihre Arbeit und zeigt auf, wie Coaching und Sparring Führungskräften und Organisationen gleichermaßen helfen können.
Coaching: Ein reflexiver Prozess für tiefgreifende Entwicklung
Steffy beginnt mit ihrer Definition von Coaching, das sie als einen strukturierten und methodengeleiteten Prozess beschreibt. Hierbei geht es vor allem darum, dass der Klient – meist eine Führungskraft – durch gezielte Fragen und Reflexion zu eigenen Lösungen findet. Der Coach übernimmt dabei die Rolle des neutralen Sparringspartners, der den Coachee bei der Selbstreflexion unterstützt und ihm hilft, seine Selbstmanagementfähigkeiten zu verbessern. Besonders spannend ist, dass die Ziele immer vom Klienten selbst bestimmt werden und der Prozess ergebnisoffen bleibt.
Die Episode beleuchtet auch Steffys intensive Ausbildung zum systemischen Coach, die eineinhalb Jahre dauerte und sowohl theoretische als auch praktische Komponenten umfasste. Steffy erklärt, warum eine fundierte Ausbildung und Zertifizierungen essenziell sind, um als Coach professionell zu arbeiten. Sie gibt zudem wertvolle Tipps, worauf man bei der Wahl eines Coaches achten sollte – wie zum Beispiel die Mitgliedschaft in einem Coachingverband und die Struktur des Coaching-Prozesses.
Sparring: Schneller Austausch auf Augenhöhe
Während Coaching ein tiefergehender und oft längerfristiger Prozess ist, beschreiben die beiden Kurswechsler Sparring als eine dynamischere, direktere Beratungsform. Im Sparring agiern sie eher als Partner auf Augenhöhe, die gemeinsam mit dem Klienten Ideen entwickeln, kritisch hinterfragen und Lösungen vorschlagen. Anders als im Coaching bringt der Sparringspartner auch eigenes Expertenwissen und direkte Handlungsempfehlungen mit ein. Dieser Austausch ist oft schneller und weniger formell, wird jedoch gerade in der Organisationsentwicklung immer wieder als wertvolles Werkzeug eingesetzt, um kurzfristige Herausforderungen zu meistern.
Ein interessanter Punkt in der Episode ist, dass Sparring oft informell und ungeplant abläuft – „zwischen Tür und Angel“ – und nicht immer explizit benannt wird. Doch Steffy betont, dass auch Sparring strukturiert ablaufen kann und sollte, wenn es langfristig Erfolg haben soll. Regelmäßige Sparringsessions, bei denen konkrete Ergebnisse und nächste Schritte festgelegt werden, sind besonders effektiv.
Coaching und Organisationsentwicklung: Die perfekte Kombination
Ein weiteres Thema der Episode ist die Schnittstelle zwischen Coaching und Organisationsentwicklung. Beide Ansätze gehen Hand in Hand, wenn es darum geht, Menschen und Organisationen ganzheitlich weiterzuentwickeln. Steffy und Didi diskutieren, dass Coaching alleine nicht ausreicht, um Probleme in Unternehmen zu lösen. Vielmehr ist es die Kombination aus Coaching – zur Unterstützung der individuellen Führungskräfte – und klassischer Organisationsentwicklung, die nachhaltige Veränderungen bewirken kann.
Ein besonders wichtiger Aspekt, den Steffy anspricht, ist die Abgrenzung der Rollen. Es ist ratsam, dass ein Coach nicht gleichzeitig als Organisationsberater agiert, um unvoreingenommen zu bleiben und eine reine Fokusarbeit mit den Klienten zu gewährleisten. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass ein begleitendes Coaching-Programm, beispielsweise für Teilnehmer eines Leadership-Programms, eine sehr wirksame Ergänzung zur Organisationsentwicklung darstellen kann.
Hör’ jetzt rein und erfahre mehr darüber, wie Coaching und Sparring nicht nur individuelle Führungskräfte, sondern auch ganze Organisationen stärken können!
Wolfgang Pfeifer und Arne Schröder über Fachkräftemangel und die Herausforderungen moderner Bewerbungsprozesse
In der neuesten Kurswechsel-Podcast-Episode spricht Kurswechsler Arne Schröder mit Wolfgang Pfeifer, einem Experten für Marketing und Produktentwicklung, über das viel diskutierte Thema Fachkräftemangel. Wolfgang teilt seine persönlichen Erfahrungen und Perspektiven, die er in über 300 Bewerbungen gewonnen hat, und gibt dabei spannende Einblicke in die oft unterschätzten Dysfunktionen des modernen Recruitings. Warum gibt es in der Praxis oft eine Diskrepanz zwischen dem vielbeklagten Fachkräftemangel und dem Umgang mit Bewerbern? Und wie lassen sich diese Prozesse verbessern?
Die Realität hinter den Bewerbungen
Wolfgang hat selbst erlebt, wie schwierig und frustrierend der Bewerbungsprozess für Fachkräfte sein kann. In der Episode schildert er, dass trotz des vielzitierten Mangels an Fachkräften viele Unternehmen ineffizient auf Bewerbungen reagieren – von nicht beantworteten Anfragen bis hin zu automatisierten Ablehnungen ohne echte Prüfung der Profile. Woran liegt es, dass gerade in Zeiten, in denen Arbeitskräfte dringend gesucht werden, Prozesse so unpersönlich und wenig wertschätzend verlaufen? Wolfgang legt den Finger in die Wunde und beleuchtet, warum es an einer echten Auseinandersetzung mit den potenziellen Kandidaten fehlt.
Herausforderungen im Recruiting – Mehr als nur Prozessoptimierung
Wolfgang argumentiert, dass der traditionelle Bewerbungsprozess, der meist nur oberflächlich optimiert, aber selten wirklich überdacht wird, nicht mehr zeitgemäß ist. Was bringt es, die Digitalisierung voranzutreiben, wenn die dahinterliegenden Abläufe nicht zu den Bedürfnissen des heutigen Arbeitsmarktes passen? Er diskutiert, warum es entscheidend ist, Bewerber nicht nur nach ihren Qualifikationen, sondern vor allem nach ihrer Fähigkeit zu beurteilen, Probleme zu lösen und ins Team zu passen. Welche Rolle spielt dabei die Persönlichkeit, und warum wird sie oft zu spät im Prozess berücksichtigt?
Neue Ansätze für ein zukunftsfähiges Recruiting
Im Podcast werden innovative Vorschläge diskutiert, wie Unternehmen ihre Bewerbungsprozesse anders gestalten könnten. Wolfgang schlägt vor, Formate zu nutzen, bei denen Bewerber*innen direkt an den realen Herausforderungen eines Unternehmens teilnehmen und so schon früh ihre Eignung unter Beweis stellen können. Was passiert, wenn Unternehmen mehr in die langfristige Beziehungspflege zu potenziellen Mitarbeitenden investieren und einen echten Dialog statt eines starren Auswahlverfahrens etablieren? Dies könnte der Schlüssel sein, um das Potenzial der Fachkräfte wirklich zu erschließen und langfristige Bindungen aufzubauen.
Fachkräftemangel: Warum der Mensch wieder in den Fokus rücken muss
In dieser Episode gibt Wolfgang Pfeifer Denkanstöße, wie Unternehmen ihre Recruiting-Prozesse grundlegend überdenken und auf die heutige Arbeitswelt anpassen können. Ein Perspektivwechsel, bei dem nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern vor allem der Mensch im Vordergrund steht, könnte der Schlüssel sein, um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken.
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Widerstände in Organisationen oder: Das haben wir schon immer so gemacht! In der neuesten Kurswechsel-Podcast-Episode tauchen wir tief in das komplexe Thema „Widerstände in Organisationen“ ein. Die beiden Kurswechsler Arne Schröder und Alina Meyerdiercks analysieren, warum Veränderungen in Unternehmen oft auf Ablehnung stoßen und welche Erklärungsansätze für dieses Phänomen herangezogen werden können. Dabei wird das Thema aus der psychologischen und der soziologischen Perspektive betrachtet. Was führt dazu, dass Menschen sich gegen Neuerungen wehren, und welche Rolle spielt das soziale Gefüge innerhalb einer Organisation?
Herausforderungen und Chancen im Umgang mit Widerständen In der Episode werden die vielfältigen Herausforderungen beleuchtet, die entstehen, wenn Veränderungen in Organisationen eingeführt werden. Welche psychologischen Mechanismen führen zu Widerständen und wie betrachtet die Soziologie dieses Phänomen? Welche Funktionalität und welche Dysfunktionalität steht mit Widerständen in Verbindung?
Die Balance zwischen individueller Anpassung und sozialer Dynamik Ist Widerstand gegen Veränderungen immer schlecht, oder kann dieser auch ein wichtiges Signal sein? In der Episode wird die richtige Balance zwischen individueller Anpassung und der Dynamik innerhalb eines Teams oder einer Abteilung hervorgehoben. Wir gehen darauf ein, wie Unternehmen diese Balance finden können und welcher Blickwinkel für Entscheider und Entscheiderinnen wichtig sein könnte, um sowohl Effizienz als auch Akzeptanz in Veränderungsprozessen zu fördern.
Praktische Tipps für den erfolgreichen Umgang mit Widerständen Zum Abschluss der Episode geben wir praktische Tipps, wie Unternehmen mit Widerständen konstruktiv umgehen können.
„Widerstände in Organisationen – Das haben wir schon immer so gemacht“ bietet differenzierte Einblicke und gibt euch Denkanstöße, wie ihr Veränderungsprozesse in eurem Unternehmen erfolgreich meistern könnt.
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