• 13 minutes 4 seconds
    Johann Sebastian Bach: Englische Suiten - Tanzende Tasten

    „Germany, twelve points!“ Europa wächst musikalisch schon lange vor dem ESC zusammen. Johann Sebastian Bach macht in seinen „Englischen Suiten“ aus französischen, italienischen und deutschen Einflüssen ein barockes Feuerwerk.



    Warum Johann Sebastian Bachs „Englische Suiten“ englisch heißen, ist bis heute nicht ganz geklärt. Wahrscheinlich komponiert Bach sie für einen „vornehmen Engländer“, von dem später der erste Bach-Biograf berichtet. Sicher ist dagegen: Bach treibt die Kunst des Cembalos darin auf die Spitze. Allemande, Courante, Sarabande oder Gigue – Bach sammelt Tänze aus ganz Europa und macht daraus sechs hochvirtuose Suiten voller Kontraste. Und mitten in diesem barocken Sixpack versteckt Bach sogar seine eigenen Initialen.

    Wenn dir die Musik von Johann Sebastian Bach gefällt, solltest du unbedingt auch seine Brandenburgischen Konzerte hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du in ARD Sounds.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Johann Sebastian Bach
    Englische Suiten Nr. 1-6
    András Schiff (Klavier)
    (Decca)

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    Autor: Christoph Vratz
    Host & Redaktion: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    14 May 2026, 9:00 am
  • 13 minutes 17 seconds
    Peter Tschaikowsky: Pathétique - Requiem auf sich selbst

    Hat Tschaikowsky mit seiner 6. Symphonie seinen eigenen Nachruf komponiert? Die „Pathétique“ klingt wie ein musikalisches Requiem – und nur neun Tage nach der Uraufführung ist der Komponist tot.



    Tschaikowsky liebt seine 6. Symphonie „wie nie zuvor“ – und plant sie als Abschlusswerk seines Schaffens. Das Publikum muss sich bei der Uraufführung auf eine Überdosis Melancholie einstellen. Tschaikowsky durchzieht die Sätze mit Seufzermotiven und Todesahnungen. Die Musiker rätseln: „Was haben Sie nur getan?! Das ist doch ein Requiem, ein richtiges Requiem!“ Und tatsächlich: Kurz nach der Uraufführung 1893 stirbt Tschaikowsky überraschend an Cholera. Seitdem ranken sich Mythen um das Werk: musikalischer Abschiedsbrief, verschlüsseltes Bekenntnis oder doch nur tragischer Zufall?

    Wenn dir die „Pathétique“ von Peter Tschaikowsky gefällt, dann bist du jetzt bereit für seine längste Sinfonie: die Manfred-Sinfonie. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Peter Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“
    New York Philharmonic, Leonard Bernstein (Ltg.)
    (Deutsche Grammophon)

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    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    7 May 2026, 9:00 am
  • 13 minutes 18 seconds
    Franz Lehár: Das Land des Lächelns - Herzschmerz auf chinesisch

    Dieser Welthit überstrahlt alles: „Dein ist mein ganzes Herz“. Doch hinter der Arie steckt mehr als Operettenkitsch – Lehár erzählt von gescheiterter Liebe und einer Welt, die aus den Fugen gerät.



    Das Happy End ist aus der Mode gekommen. Da muss sich auch Operetten-Komponist Franz Lehár etwas Neues einfallen lassen, um die Massen ins Theater zu locken. Seine neuen Erfolgszutaten: ein exotischer Schauplatz, eine tragische Liebesgeschichte ohne Happy End und ein opernhafter Sound, der stellenweise an Puccini erinnert. Lisa und der chinesische Prinz Sou-Chong finden nicht zusammen, sie scheitern an kulturellen Grenzen. Uraufgeführt 1929, spiegelt das Werk eine Zeit im Umbruch – zwischen Welterfolg, Krise und politischer Katastrophe …
     
    Wenn du noch mehr Operetten entdecken willst, solltest du unbedingt auch Lehárs „Die lustige Witwe“ oder Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.
     
    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Franz Lehár, Das Land des Lächelns
    Camilla Nylund (Lisa), Julia Bauer (Mi), Piotr Beczala (Prinz Sou-Chong), Alexander Kaimbacher (Graf Gustav von Pottenstein), Alfred Berg (Graf Lichtenfels), Theodor Weimer (Diener), Chor des Bayerischen Rundfunks, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer (Ltg.)
    (cpo)
     
    Höre dir hier das Album an:

    Und hier kannst du die Original-Version von „Dein ist mein ganzes Herz“ mit dem legendären Tenor Richard Tauber anhören.

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    Autor: Nick-Martin Sternitzke
    Host & Redaktion: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    30 April 2026, 9:00 am
  • 13 minutes 4 seconds
    Mozart: Sonata facile – für Profis zu schwer

    Tapetenwechsel für den Kopf: Mozart komponiert seine C-Dur-Klaviersonate in einer Zeit des Umbruchs. Sie ist ein Meisterwerk der musikalischen Ökonomie und eine Herausforderung - selbst für Profis!



    Wien, 1788. Mozart muss sich neu aufstellen. Sein Vater ist gestorben, die Beziehung zu seiner Schwester Nannerl abgekühlt. Damit die Ideen wieder aus ihm heraussprudeln, kündigt er seine Wiener Stadtwohnung und zieht in die Vorstadt: Hier hat er mehr Muße zum Arbeiten. Der Tapetenwechsel zahlt sich aus, Mozart ist produktiv wie lange nicht. Er komponiert die C-Dur-Klaviersonate – maximal ökonomisch, keine Note ist überflüssig. Wie Mozart hier den Prototypen einer Klaviersonate entwirft, erklärt Michael Lohse in dieser Folge.

    Wenn dir die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart gefällt, solltest du unbedingt auch seine Sonate A-Dur KV 331 mit dem berühmten „Türkischen Marsch“ oder seine Opern „Die Zauberflöte“ und „Le nozze di Figaro“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch bei ARD Sounds.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Wolfgang Amadeus Mozart
    Klaviersonate C-Dur KV 545
    Maria Joao Pires (Klavier)
    [Deutsche Grammophon]

    Höre dir hier das Album an.

    Die Version der Swingle Singers findest du hier.

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    23 April 2026, 9:00 am
  • 14 minutes
    Giacomo Puccini: Turandot – Traumatisierte Prinzessin

    Jahrelang ignoriert - dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.



    Turandot rächt sich stellvertretend für ihre Vorfahrinnen, denen Mord und Vergewaltigung widerfahren sind. Dass schließlich ein fremder Prinz alle Rätsel löst und ihr Herz erweicht, ist zwar ein märchentauglicher Schluss, aber psychologisch kaum motiviert. Der Komponist Giacomo Puccini erkennt das Problem und lässt seine Librettisten immer wieder am Textbuch feilen. Richtig zufrieden ist er nie – und stirbt schließlich, ohne den Schluss komponiert zu haben. Musikalisch hat Puccini jedoch alles aufgefahren, was er aus der italienischen Operntradition gelernt hat und was das 20. Jahrhundert zu bieten hat: schroffe Strawinsky-Akzente, schwebende Debussy-Klänge, monumentale Breitwand-Sounds und einen der größten Hits der Operngeschichte. Das sind beste Voraussetzungen für eine weltweite Erfolgsgeschichte, die auch 100 Jahre nach der Uraufführung nicht auserzählt ist.

    Wenn dir die Musik von Giacomo Puccini gefällt, solltest du unbedingt seine Oper „La Bohème“ hören. – Du hast Lust auf noch mehr monumentale Oper? Dann höre dir Giuseppe Verdis „Aida“ an. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in ARD Sounds.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Giacomo Puccini, Turandot
    Joan Sutherland (Turandot), Luciano Pavarotti (Calaf), Montserrat Caballé (Liù), Nikolaj Gjaurow (Timur), London Philharmonic Orchestra, John Alldis Choir, Wandsworth School Boy’s Choir, Zubin Mehta (Ltg.)
    [Decca]

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    16 April 2026, 9:00 am
  • 13 minutes 34 seconds
    Louise Farrenc: 3. Sinfonie - Feuer und Finesse

    Jahrelang ignoriert – dann der Triumph: 1849 feiert Louise Farrenc mit ihrer 3. Sinfonie in Paris einen Sensationserfolg. Und plötzlich kommt niemand mehr an ihr vorbei.



    Louise Farrenc behauptet sich in einer von Männern dominierten Musikwelt – mit Können, das selbst Kritiker verstummen lässt. Schumann und Joachim fördern sie, doch das Pariser Spitzenorchester ignoriert sie lange. Erst 1849 wendet sich das Blatt: Die Uraufführung ihrer 3. Sinfonie wird ein Triumph. Farrenc überzeugt mit klassischer Form – und einer eigenen, sprühenden Musiksprache jenseits bloßer Beethoven-Nähe.

    Wenn dir die Musik von Louise Farrenc gefällt und du noch mehr Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert kennenlernen möchtest, solltest du unbedingt Fanny Mendelsohns Ostersonate oder Clara Schumanns Klaviertrio hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Louise Farrenc, Sinfonie Nr. 3 g-Moll
    Insula Orchestra, Laurence Equilbey (Ltg.)
    Erato

    Höre dir hier das Album an.

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    Autor & Host: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    9 April 2026, 9:01 am
  • 13 minutes 22 seconds
    Ludwig van Beethoven: Missa solemnis – sein größtes Werk

    Missa solemnis heißt wörtlich „feierliche Messe“. Doch Beethoven macht aus seiner Messe mehr als Kirchenmusik: ein gewaltiges Werk zwischen Andacht und Zweifel – Krieg und Frieden.



    Beethoven lässt es in seiner Missa Solemnis krachen: Militärfanfaren, Schlachtenlärm, grausame Wirklichkeit. Im letzten Satz weicht das Getöse einer Friedensbotschaft: „Bitte um äußeren und inneren Frieden“, notiert Beethoven über die Noten. Mehr als vier Jahre ringt er mit der Komposition, fertigt mehr Skizzen an als je zuvor. „Er sah aus, als habe er soeben einen Kampf auf Leben und Tod bestanden“, beobachtet Beethovens Assistent. Was treibt den Komponisten an?

    Wenn dir die Musik von Ludwig van Beethoven gefällt, solltest du unbedingt seine Frühlingssonate oder die Pastorale hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis D-Dur Op. 123

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    Autor & Host: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    2 April 2026, 9:00 am
  • 12 minutes 48 seconds
    Leonard Bernstein: Candide – Voltaire am Broadway

    „Wir leben in der besten aller möglichen Welten“, lernt Candide von seinem Lehrer – bevor ihn Kriege und Naturkatastrophen um die Welt treiben. Ist das wirklich die beste aller Welten? Leonard Bernstein stellt diese Frage in seiner fetzigen Broadway-Operette „Candide“.



    Mit Ende dreißig arbeitet Bernstein an einem Musiktheater über die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit: Armut, Zensur, Migration und Verfolgung. Parallel entstehen „Candide“ und „West Side Story“ – zwei Werke, die musikalisch kaum gegensätzlicher sein könnten. Angesagte lateinamerikanische Modetänze und jazzige Synkopen speist Bernstein in seine „West Side Story“-Partitur ein und „Candide“ macht dagegen eine stilistische Rolle rückwärts Warum er dafür ausgerechnet die Form der Operette wählt und kein Musical komponiert, hat gute Gründe ...

    Wenn dir die Musik von Leonard Bernstein gefällt, solltest du unbedingt auch seine Serenade nach Platons „Symposion“ hören. Du möchtest mehr Operetten entdecken? Dann wäre „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár oder „Die Fledermaus“ von Johann Strauß Sohn auch etwas für dich. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Leonard Bernstein, Candide [1989]
    Jerry Hadley, June Anderson, Christa Ludwig, Adolph Green, Nicolai Gedda, Della Jones, London Symphony Orchestra, Leonard Bernstein (Ltg.)
    Deutsche Grammophon

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    Autor: Nick-Martin Sternitzke
    Host & Redaktion: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    26 March 2026, 10:00 am
  • 13 minutes 21 seconds
    Franz Schubert: Oktett D 803 – große Sinfonie für 8 Solisten

    Was ist besser: das Original oder das Remake? Meistens natürlich das Original. Aber in diesem Fall ist Schuberts Remake von Beethovens Septett alles andere als eine uninspirierte Kopie – es ist furios.



    Schubert schreibt sein Oktett als Hommage an Beethovens populäres Septett und tritt damit zugleich in Konkurrenz zu seinem großen Vorbild. Das Wiener Publikum kennt die Vorlage genau, erkennt Zitate und wird immer wieder überrascht, wenn Schubert anders abbiegt: Er beginnt – frech – einen Ton höher als Beethoven und macht dann etwas ganz Eigenes daraus. Verehrung oder Kampfansage? Beides zugleich: Schubert verneigt sich vor Beethoven – und zeigt selbstbewusst, dass er in derselben Liga spielt.

    Wenn dir die Musik von Franz Schubert gefällt, solltest du unbedingt seine 8. Sinfonie oder seine „Unvollendete“ hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
    Franz Schubert Oktett D 803
    Gidon Kremer, Isabelle van Keulen, Tabea Zimmermann, David Geringas, Alois Bosch, Edurad Brunner, Radovan Vlatković, Klaus Thunemann
    (Deutsche Grammophon)

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    Autor: Ben Süverkrüp
    Host & Redaktion: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    19 March 2026, 10:00 am
  • 12 minutes 34 seconds
    Bernard Herrman: Psycho - die bekannteste Filmmusik der Welt

    Man duscht vorsichtiger, wenn man diesen Soundtrack gehört hat: Bernard Herrmann hat sich mit seinen messerscharfen Dissonanzen zum Hitchcock-Thriller „Psycho“ ins popkulturelle Gedächtnis gesägt.



    Gerade mal 45 Sekunden dauert die berühmte Duschmordszene und sie hat über 70 Schnitte. Auf Musik will Hitchcock verzichten. Herrmann legt es darauf an und komponiert doch etwas für diese Szene: Er schichtet Töne zu Clustern auf und lässt sie in extrem hoher Lage von den Streichern spielen. Hitchcock ist überzeugt – die Musik bleibt im Film. Herrmann und Hitchcock sind ein Dream-Team und wissen eben, worauf es in Sachen Hochspannung in Hollywood ankommt ...

    Wenn dir die Musik von Bernard Herrmann gefällt, solltest du unbedingt auch die 4. Sinfonie seines Vorbilds und Freundes Charles Ives hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    Bernard Herrmann hat seine Filmmusik zu "Psycho" selbst dirigiert und mit dem National Philharmonic Orchestra aufgenommen. Höre dir hier das Album an.

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    Autor: Michael Arntz
    Host & Redaktion: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    12 March 2026, 10:00 am
  • 13 minutes 8 seconds
    Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 - Sturm und Idylle

    Ist das überhaupt ein Klavierkonzert? Ein Kritiker spottet: eher eine „Sinfonie mit obligatem Klavier“. Brahms’ 2. Klavierkonzert sprengt alle Erwartungen – monumentale 50 Minuten, sinfonische Wucht und ein Klavier, das manchmal lieber schweigt ...



    Zwischen Brahms’ erstem und seinem zweiten Klavierkonzert liegen zwanzig Jahre. 1878 gibt er sich einen Ruck, beginnt mit der Arbeit am 2. Klavierkonzert – und denkt größer denn je: über 50 Minuten Musik, fast eine Sinfonie mit Klavier. Das Soloinstrument brilliert nicht als Star, sondern als kluger Gesprächspartner des Orchesters. Die Kritiker überzeugt er bei der Uraufführung 1881 weniger, aber das Publikum ist auf seiner Seite und feiert das Konzert. Das lange Warten hat sich also ausgezahlt.

    Wenn dir die Musik von Johannes Brahms gefällt, solltest du unbedingt sein Violinkonzert in D-Dur, sein Klavierquintett oder seine Ungarischen Tänze hören. Die passenden Folgen der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.

    In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:

    Johannes Brahms
    Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, Op. 83
    Krystian Zimerman (Klavier), Wiener Philharmoniker, Leonard Bernstein (Ltg.)
    Deutsche Grammophon (Label)
    Höre dir hier das Album an.

    Das Cello-Thema des langsamen Satzes muss eine tiefe Bedeutung für Brahms gehabt haben, denn er verwendet es später noch in anderen Werken. Folge einfach den Links, um dich selbst zu überzeugen:

    Johannes Brahms
    Immer leiser wird mein Schlummer
    Jessye Norman (Gesang), Daniel Barenboim (Klavier)
    Deutsche Grammophon (Label)

    Johannes Brahms
    Klarinettentrio Op. 114
    Martin Fröst (Klarinette), Roland Pöntinen (Klavier), Torleif Thedéen (Cello)
    BIS (Label)

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    Autor & Host: Michael Lohse
    Grafik: Marc Trompetter / WDR

    5 March 2026, 10:00 am
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