Erklär mir die Welt

Andreas Sator

Gemeinsam die Welt besser verstehen

  • 1 hour 28 minutes
    #378 Erklär mir Wohnprojekte, Barbara Nothegger

    Du kommst nach Hause, triffst auf dem Gang drei Nachbarn, quatschst kurz, deine Kinder spielen schon längst mit ihren Freunden im Haus, und am Abend kochst du nicht allein, sondern mit der Gemeinschaft.

    Klingt utopisch? Für Barbara Nothegger war das zehn Jahre lang Realität. Sie hat im Wohnprojekt Wien gelebt – einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt mit 39 Wohnungen und rund 100 Bewohner:innen. Wie lebt’s sich dort?

    🙆 Barbara Nothegger ist eine österreichische Journalistin und Buchautorin. Barbara lebte in einem gemeinschaftlich geplanten Wohnprojekt in Wien und hat darüber das Buch „Sieben Stock Dorf. Wohnexperimente für eine bessere Zukunft“ geschrieben. (https://amzn.to/457kwWO)

    Diese Bücher empfiehlt Barbara:

    1. Der Verlust der Verbundenheit von Johann Hari, https://amzn.to/4qyXzVe
    2. Praxishandbuch Leben in Gemeinschaft: partizipativ planen, bauen und wohnen von Heinz Feldmann, https://amzn.to/4sUipA7
    3. Der Gemeinschaftskompass: Eine Orientierungshilfe für kollektives Leben und Arbeiten. Leitfaden für erfolgreiche gemeinschaftliche Projekte, nachhaltiges Zusammenleben und effektive Gruppenarbeit von Eva Stützel, https://amzn.to/3LHVW8n

    Barbaras Shoutout für Medien

    • Die Zeit, Barbaras bevorzugtes Nachrichtenmedium wegen der tiefgehenden Recherchen und des frechen Zugangs zu Themen, https://www.zeit.de/index

    Was nehme ich mir mit?

    1. Größere Projekte sind sinnvoller. 
    100 oder 200 Leute sind eine gute Größe für eine Gemeinschaft, sagt Barbara. Kleine Projekte mit ein paar wenigen Leuten oder Freund:innen scheitern oft, wenn sich zwei Leute zerstreiten. Ein großes Projekt hält das aus. Man kann der Person dann viel eher aus dem Weg gehen. Wichtig sind aber Strukturen statt Anarchie: Regeln, Prozesse, klare Verantwortlichkeiten. 

    2. Mini-Begegnungen sind das Reizvollste. 
    Die kleinen Begegnungen auf der Treppe, beim Briefkasten oder am Gang sind das, was Barbara am meisten fehlt in ihrer neuen, wieder normalen Wohnung. Es klang für mich auch nach einem Paradies für Kinder. Für die Eltern und Erwachsene ist es wichtig, dass man ausreichend große Rückzugsräume hat. 

    3. Konstent statt Konsens. 
    Basisdemokratische Projekte verlaufen sich schnell, man verirrt sich in endlosen Debatten, die zu nichts führen. In Gemeinschaftsprojekten hat sich das Modell der Soziokratie bewährt. Es gibt viele kleine Gruppen, die autonom entscheiden. Für große Entscheidungen tagt man mit allen. Es müssen aber nie alle zustimmen, sondern wenn keine Person mehr einen triftigen, gut begründeten Einwand aufbringt, wird der Vorschlag angenommen. 

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    20 January 2026, 4:00 am
  • 43 minutes 41 seconds
    Wie werde ich fit? (Best of – mit Robert Fritz)

    Wer fit sein möchte, muss nicht unbedingt sportlich sein: Wer anfängt, mehr zu gehen, hat schon viel geschafft. Der Sportarzt Robert Fritz erklärt, wie sich der Körper eines fitten Menschen von dem eines nicht fitten unterscheidet – und warum erstere besser leben, schlafen und mit Stress umgehen können. Die Folge ist erstmals im März 2022 erschienen.

    Robert Fritz ist Sportarzt und Teil der Sportordination in Wien. 
     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    13 January 2026, 4:00 am
  • 50 minutes 42 seconds
    Wie werde ich Pilot meines Lebens? (Best Of – mit Matthias Strolz)

    Familie, Freunde, Gesellschaft: Vieles rund um uns gibt uns vor, wie wir zu sein haben. Matthias Strolz erklärt, wie man im Leben sein Ding macht. Die Folge ist erstmals im November 2019 erschienen.

    Matthias Strolz ist Gärtner des Lebens. Der Ex-Politiker sagt von sich, er will Menschen, Teams, Unternehmen oder Kinder zum Entfalten bringen.

    Wenn du Erklär mir die Welt wichtig und meine Arbeit wertvoll findest, unterstütze den Podcast bitte. Alle Infos dazu findest du auf erklaermir.at.

    Du möchtest Werbung im Podcast schalten oder eine Kooperation eingehen? Kontaktiere bitte Stefan Lassnig von meinem Vermarkter "Missing Link" ([email protected])

    Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY

    Beatbox am Ende: Azad Arslantas

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    6 January 2026, 4:00 am
  • 1 hour 41 minutes
    #377 Erklär mir Wien-Istanbul zu Fuß, Martin Zinggl

    Martin Zinggl ist zu Fuß von Wien nach Istanbul gegangen. Er sagt, er sei kein Reinhold Messner. Im Gegenteil: Er liebe Chips und Bier. Trotzdem hat er es geschafft. Was er auf seiner Reise erlebt und gelernt hat – ein sehr lustiges und zugleich inspirierendes Gespräch.

    🙆 Martin Zinggl reist als Reporter, Fotograf und Filmemacher durch die Welt. Martins Buch: »Das ist kein Spaziergang«: https://amzn.to/4b0xNEh. Seine Homepage: https://martinzinggl.com/

    Diese Bücher empfiehlt Martin:

    1. So weit die Knie tragen: Mein Fußmarsch durch Afghanistan von Rory Stewart, https://amzn.to/3MUeTVQ
    2. Afrikanisches Fieber. Erfahrungen aus vierzig Jahren von Richard Kapuściński, https://amzn.to/45ikqM6
    3. Traumatische Tropen: Notizen aus meiner Lehmhütte von Nigel Barley, https://amzn.to/4pqD4Ja

    Martins Shoutout für Medien

    1. GEO Magazin, https://shop.geo.de/de_DE/startseite. Martins Lieblingsmagazin, für das er selbst schreibt. Tiefgehende Reportagen über Kultur, Natur und Gesellschaft weltweit.
    2. SZ-Magazin, https://www.sueddeutsche.de/magazin. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Martin liest es von A bis Z und schätzt die thematische Vielfalt, von Bushido-Interviews bis zu Opern-Porträts.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Große Dinge sind machbar, wenn man sie radikal verkleinert.
      Nach Istanbul zu gehen ist verrückt. Bis zum nächsten Dorf zu gehen ist fordernd, aber machbar. Wenn man von Dorf zu Dorf geht, kommt man irgendwann in Istanbul an. Klingt einfacher, als es ist, aber genauso lassen sich generell im Leben große Dinge managen. Wenn man einen 3-Jährigen erzieht zieht man im jetzt auch mal die Schuhe an und denkt nicht schon an die Pubertät. 
    2. Der Mensch hält fast immer mehr aus, als er oder sie denkt. 
      Martin sagt von sich, er war nicht wirklich sportlich. Nach kurzer Zeit ging er dann schon Marathondistanzen. Das ist eigentlich absurd. Der Körper lernt schnell dazu, es pendelt sich ein neuer Alltag ein und irgendwann wird das einfach Routine und man macht es, ohne viel nachzudenken.
    3. Fremde Menschen sind meistens nett.
      Martin ist wahnsinnig vielen Menschen begegnet, die ihm geholfen haben, die ihm Essen oder einen Schlafplatz angeboten haben. Mich erinnert das an die Zeit, als ich zig Reisende in meiner Wohnung in Wien auf der Couch schlafen ließ, mit Couchsurfing. Wenn man sich sicher fühlt, halte ich es für die beste Idee, immer mal zuerst davon auszugehen, dass die andere Person es gut mit einem meint. Das ist als Mann aber natürlich leichter als als Frau.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    30 December 2025, 4:00 am
  • 3 minutes 59 seconds
    In eigener Sache

    Ein paar Worte zu 2025 und Erklär mir die Welt.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    25 December 2025, 4:00 am
  • 1 hour 57 minutes
    2025 🌎, erklärt von Tessa Szyszkowitz und Robert Treichler

    Was ist 2025 in der Weltpolitik passiert? Das habe ich die beiden Auskenner Robert Treichler und Tessa Szyszkowitz gefragt. Zwei ruhige, konstruktive Stunden, um gut informiert in das neue Jahr zu starten.

    Der Erklär mir die Welt-Jahresrückblick wird präsentiert von den ÖBB.

    Robert Treichler ist stellvertretender Chefredakteur und Chef des Auslands-Ressorts des Profil.
    Tessa Szyszkowitz ist Welt-Kolumnistin und London-Korrespondentin des Falter.

    Tipps für die Feiertage

    1. Die Reith Lectures mit Rutger Bregman: https://youtu.be/fUJ-qEmQGhM?si=PiVICO0dH5AGoFcz

    2. Das Ende der China-Illusion von Janka Oertel: https://amzn.to/4s59z1R

    3. »The Ritual Shaming of the Woman at the Coldplay Concert« in der NYT: https://www.nytimes.com/2025/12/18/style/coldplay-concert-couple-kiss-cam-woman.html?searchResultPosition=1

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Welt ist in Unordnung.

    Sie ordnet sich neu. Das geht vor allem aus den USA aus. Die Trump-Regierung agiert erratisch und ist für die EU kein verlässlicher Partner mehr. Innerhalb des Landes wird die liberale Demokratie, der Rechtsstaat und die freie Presse untergraben. Das strahlt auch auf den Rest der Welt und auf uns in Österreich aus. 

    2. Grobe Macht wird wieder wichtiger.

    In einer chaotischen Welt setzt sich der Stärkere durch. Das versucht Putin in der Ukraine, das macht Israel in Gaza und im Iran und das machen die USA, in dem sie Flugzeugträger nach Venezuela schicken. Wir kennen so eine Welt aus der europäischen Geschichte sehr gut, genau so ist die EU entstanden. Statt Krieg zwischen Frankreich und Deutschland gibt es jetzt Kompromiss, statt schnellem Durchgreifen langsames Verhandeln. Das wird an der EU oft kritisiert, aber das ist eigentlich nicht das Problem, sondern die Lösung. 

    3. Es braucht Erwartungsmanagement.

    Auf der Welt ist es wie im Privatleben. Es ist ein Auf und Ab und Tragödien gehören dazu. Wer in dem Bewusstsein lebt, ist resilienter. Ich plädiere für Zuversicht. Wir machen das Beste aus dem, was wir haben. Wie sollte man das Leben auch anders leben können? Tessa plädiert für dringlichen Optimismus, für urgent optimism, wie Hannah Ritchie sagt: Es gibt Probleme, ja, aber auch Fortschritte, und wir sollten uns auf die Bereiche konzentrieren, wo wir tatsächlich einen Unterschied machen können.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    23 December 2025, 4:00 am
  • 1 hour 7 minutes
    🇦🇹 2025, erklärt von Florian Klenk und Corinna Milborn

    🇦🇹 Ich habe Florian Klenk und Corinna Milborn gebeten: Erzählt mir bitte noch einmal in Ruhe, was 2025 in Österreichs Politik passiert ist. Der Erklär mir die Welt-Jahresrückblick für alle, die das Jahr verschlafen haben. Schwerpunkt: Unsere Liberale Demokratie ist in ziemlicher Gefahr. Das Gespräch war für mich noch einmal ein ziemlicher Augenöffner.

    Florian Klenk ist Chefredakteur des Falter
    Corinna Milborn ist Informationsdirektorin von ProSiebenSat.1 PULS 4.

    Der Erklär mir die Welt-Jahresrückblick wird präsentiert von den ÖBB. 

    Diese Bücher empfehlen Florian und Corinna:

    1. Dream Count von Chimamanda Ngozi Adichie, https://amzn.to/4qfrfq1
    2. Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945 von Götz Aly, https://amzn.to/3MI4r3u
    3. Die Welt von Gestern von Stefan Zweig, https://amzn.to/44uUXyN
    4. Der Paketzusteller von Richard Schuberth, https://amzn.to/44wIzOO
    5. Angststillstand: Warum die Meinungsfreiheit schwindet von Richard David Precht, https://amzn.to/48D68I9

    Außerdem erwähnt:

    Was nehme ich mir mit?

    1. Das Jahr war turbulent und ruhig zugleich.

    Zu Beginn gingen noch alle davon aus, dass Herbert Kickl neuer Bundeskanzler wird. Stattdessen regiert jetzt der „Buddha“ Christian Stocker. Die Welt rund um Österreich ist chaotisch, in Österreich läuft aber alles relativ normal und langsam ab. Die beiden sehen die Regierung viel zu wenig ambitioniert für das, was es an Herausforderungen gibt. Auch die Kommunikation vieler Regierungsmitglieder sehen die beiden sehr kritisch. Besser als die Kickl-FPÖ zu sein ist zu wenig.

    2. Unser Gesellschaftsmodell ist in Gefahr. 

    Corinna sieht die nächsten zwei Jahre als entscheidend an. Die EU muss Machtpolitik besser beherrschen, sowohl gegenüber den USA, Russland und China, als auch gegenüber den großen Tech-Konzernen. All diese Akteure haben wenig Interesse an der liberalen Demokratie und am Rechtsstaat in Österreich und Europa. Florian fordert, dass wir öffentlich-rechtlichen Journalismus wieder mehr schätzen sollten.

    3. Jeder von uns ist gefordert. 

    Corinna meinte, es gäbe Zeiten, in denen man sich auch mal zurücklehnen kann als Bürger:in. Gerade leben wir nicht in diesen. Wir müssen uns aktiv mit der Welt beschäftigen und in sie eingreifen, das Gespräch suchen, uns engagieren. Und wir müssen aktiv entscheiden, was wir auf uns einprasseln lassen: Ich habe mich sehr gestärkt gefühlt in meiner Entscheidung, nur mehr Wochenzeitungen zu lesen und die Nachrichten auf Social Media oder unter der Woche zu ignorieren.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    16 December 2025, 4:00 am
  • 11 minutes 48 seconds
    Podcast-Empfehlung für Kinder von 8-12: »Potite«

    »Potite« ist ein Podcast, der Kindern zeigen soll, wie sie selbst die Welt gestalten können. Er wird produziert von Sidonie Sagmeister, die vor einiger Zeit bei Erklär mir die Welt mitgearbeitet hat. Hier ist eine Folge zum Probehören. Wenn sie euch und euren Kindern gefällt, abonniert den Podcast und empfehlt in euren Freund:innen mit Kindern. Mehr Infos auf potite.at

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    11 December 2025, 4:00 am
  • 1 hour 1 minute
    #374 Erklär mir Validieren – wir wollen alle gesehen werden, Katharina Henz

    Wir alle wollen gesehen werden. Das heißt, dass andere Personen unsere Wahrnehmung der Realität akzeptieren. Die Psychotherapeutin Kathi Henz nennt das »Validieren«. Warum das vielen so schwer fällt und wie man es lernt, hat sie mir erklärt.

    🙆Katharina Henz ist systemische Psychotherapeutin in Wien. Hier findest du ihr Buch zum Validieren: https://amzn.to/4atFbrw

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Realität anderer Leute wahrzunehmen kann stressen. 
      Empathischen Stress nennt das Kathi. Das kann mit ein Grund sein, warum wir eine Person nicht validieren. Wir halten ihre Gefühle nicht aus. Vielleicht, weil wir nie gelernt haben, mit unangenehmen Gefühlen umzugehen. Dann blocken wir ab. Ach, hab dich nicht so. Ist doch nicht so schlimm. Es kann aber auch passieren, weil wir einen anstrengenden Tag hatten. Dann können wir auch sagen: Hey, ich sehe, dass das grad viel ist bei dir, aber ich bin Leute heute nicht mehr in der Lage, darüber zu reden. Können wir uns am Wochenende in Ruhe Zeit dafür nehmen?
    2. Es geht um eine Grundeinstellung. 
      Wer validierend sein möchte, muss das als Haltung verinnerlichen. Also: Ich möchte auf diese Art und Weise mit mir, mit anderen und mit der Welt umgehen. Jeder hat seine Gründe, warum man sich verhält, wie man sich verhält. Jede und jeder schleppt ein Packerl mit. Ich will Menschen ernst nehmen, auch wenn das dann manchmal unbequem ist. Wichtig ist, dass man dabei seine eigenen Grenzen setzt.
    3. Warum ist Validieren für viele schwer? 
       Wir werden sehr früh geprägt, schon lange, bevor wir auch nur ein Wort sagen können. Wenn Menschen von ihren Eltern und Bezugspersonen von Anfang an mitbekommen, dass ihre Gefühle ernst genommen werden, etwa wenn sie sich erschrecken oder weinen, dann fällt es ihnen später auch eher einfach, dass bei anderen zu tun. Wem immer gesagt wurde, dass das ja nicht so schlimm ist und man jetzt lieber aufhören sollte zu weinen, der muss sich das später oft mühsam erkämpfen. Ein guter Ort dafür ist die Psychotherapie.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    9 December 2025, 4:00 am
  • 50 minutes 25 seconds
    Wie spende ich richtig? (Best of – mit Adina Rom)

    Hilft meine Spende wirklich oder verschwindet das Geld in zwielichtigen Kanälen? Beste wissenschaftliche Forschung hilft dabei, mit Spenden möglichst viel Gutes zu tun. Adina Rom erklärt die wissenschaftliche Revolution im Kampf gegen Armut. Die Folge ist erstmals im Dezember 2022 erschienen.

    Adina Rom ist Executive Director von ETH for Development (ETH4D). Sie ist Entwicklungsökonomin und hat jahrelang in Kenia für IPA gearbeitet und geforscht. Sie ist die Gründerin von Policy Analytics.

    • GiveWell gibt Ratings für Organisationen, für die es sich zu spenden lohnt
    • GiveDirectly ist die NGO, die Geldtransfers verteilt
    • Giving What We Can ist eine Initiative, an der sich Menschen beteiligen, die einen Teil ihres Einkommens spenden wollen

    Ein Buchtipp von Andreas: 

    • More Than Good Intentions: Improving the Ways the World's Poor Borrow, Save, Farm, Learn, and Stay Healthy

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    4 December 2025, 4:00 am
  • 57 minutes 11 seconds
    #373 deep dive mit Paul Lendvai: Sein Kampf für die Freiheit

    🗽Was können wir gegen den aufkeimenden Autoritarismus tun? Wie setzen wir jüngere Menschen uns zur Wehr? Das habe ich den 96-jährigen Paul Lendvai gefragt. Der Publizist wurde von den Nazis verschleppt, von Stalinisten eingesperrt und vom Orban-Regime verschmäht. Ein persönliches Gespräch über den Kampf für die Freiheit.

    🙆 Paul Lendvai ist Journalist und Publizist, der als einer der wichtigsten Osteuropa-Experten im deutschsprachigen Raum gilt. Er überlebte als Jugendlicher den Holocaust, floh 1957 nach Wien und baute dort eine beeindruckende Medienkarriere auf — unter anderem als Korrespondent der „Financial Times“, Leiter der Osteuropa-Redaktion des ORF, Intendant von Radio Österreich International und Moderator der Diskussionssendung „Europastudio“. Lendvai schrieb zahlreiche Bücher über Osteuropa und Identität und engagiert sich bis heute kritisch und reflektiert für Freiheit, Erinnerung und ein vereintes Europa.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Wir nehmen Demokratie und ein freies Leben zu selbstverständlich.
      Dass uns ein Polizist nicht einfach so festnehmen kann. Dass uns eine Richterin nicht für eine erfundene Tat verurteilen kann, weil wir den Mächtigen nicht passen. Oder dass Korruption Konsequenzen hat. Das ist alles ein hart erkämpftes Wunder, das nur in einigen Ländern der Welt existiert. Wir müssen es schätzen und wir müssen der Demokratie Leben einhauchen.
    2. Die Demokratie wird heute mit den Mitteln der Demokratie abgeschafft.
      Orban, Erdogan oder Trump wurden gewählt. Sie haben nicht geputscht. Und dann haben sie mit demokratischen Mitteln begonnen, die freie Presse einzuschränken oder die Justiz mit ihren Freunden zu besetzen. Es geht Schritt für Schritt, ohne großen Knall. Die Demokratie wird instabiler, nach und nach wird sie zum Autoritarismus wie heute in der Türkei oder in Ungarn und irgendwann landet man dann vielleicht in der Diktatur wie in Russland unter Putin. Wer sich mit den Mächtigen anlegt wird dann nicht mehr nur schikaniert, sondern einfach umgebracht. Irgendwann kontrolliert eine kleine Clique ein Land und andere Parteien oder Leute können sie kaum mehr ablösen.
    3. Demokratie ist komplex. 
      Millionen Menschen müssen in Österreich ihre Interessen abtauschen. Das kann nur schwierig sein. Man muss sich nur anschauen, wie kompliziert das in einer kleinen Familie schon ist. Wir müssen der Versuchung wiederstehen, dass da ein starker Mann auf den Tisch haut und durchgreift. Das klingt manchmal verführerisch, endet am Ende immer im Chaos, in Korruption und damit, dass wir Freiheiten verlieren. Demokratie funktioniert oft nur so mittelgut, aber ist das mit Abstand beste System, das wir haben.

     

    ***

    Hilf wie 400+ andere Hörer:innen mit, den Podcast zu finanzieren. Danke an alle Unterstützer:innen.

     

    ***

    MACH DEN PODCAST BESSER

     

    ***

    NÜTZLICHE LINKS 

     

    ***

    DAS TEAM

    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas
    2 December 2025, 4:00 am
  • More Episodes? Get the App