• 1 hour 19 minutes
    #400 Wie Erklär mir die Welt entstand – Update #4

    Für die 400. Folge hat Valentina einige Freund:innen von Andreas gefragt: Wie war das damals, als Erklär mir die Welt entstanden ist?

    Wir machen uns auf die Spuren des Podcasts. Plus: Was euch im Herbst erwartet. Und: Wieder einige Tipps für Bücher, Serien & Dinge, die wir lieben.

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    23 June 2026, 3:00 am
  • 1 hour 3 minutes
    #399 Erklär mir Chemie, Mai Thi Nguyen-Kim

    Als ich mich auf das Gespräch mit Mai Thi Nguyen-Kim vorbereitete, merkte ich: Ich weiß genau gar nichts mehr über Chemie aus der Schule. Was für ein Fehler! Es ist faszinierend, wie viel man über unsere Welt durch die Brille der Chemie verstehen kann, ob das Kochen, Kaffee oder warum Furze riechen. So eine coole Aufnahme.

    🙆 Mai Thi Nguyen-Kim ist Wissenschaftsjournalistin, Wissenschaftskommunikatorin und Chemikerin. Mai war auf Einladung der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Temperatur ist Bewegung. 
      Je schneller sich Teilchen bewegen, desto heißer ist ein Stoff. Kälte bedeutet, dass sich die Teilchen langsam bewegen. Bei gut 270 Grad minus ist Schluss: Dann stehen alle Teilchen und es kann nicht mehr kälter werden. In einem Raum hat alles die selbe Temperatur. Außer unser Körper, der arbeitet dagegen. 
    2. Wir bestehen aus Sternenstoff. 
      Alle 118 Elemente entstanden in Sternen durch Kernfusion. Das ist eine chemische Tatsache und ein absolutes Wunder. Auch unsere Furzmoleküle, wo kleine Teilchen in die Nase unserer Sitznachbarn abhauen, sind aus Sternen entstanden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde das einfach nur geil. 
    3. Nur weil etwas natürlich ist, ist es nicht gut.
      Es gibt künstliche Stoffe, die uns das Leben retten, und natürliche, die uns vergiften, wie etwa der Knollenblätterpilz. Wir müssen mit dieser komischen Unterscheidung aufhören. Vitamin C aus dem Labor ist genau dasselbe wie Vitamin C aus einer Orange.

    Folgt Mai Thi auf Instagram: @maithink 

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    16 June 2026, 3:00 am
  • 31 minutes 32 seconds
    Darf Satire alles? (Best Of - mit Peter Klien)

    Satire soll Dinge zum Vorschein, aber auch zum Lachen bringen. ORF-Satiriker Peter Klien erklärt sein Selbstverständnis – und ob Satire Grenzen gesetzt sind. Die Folge ist erstmals im Dezember 2018 erschienen.

    Peter Klien ist Satiriker und Host der ORF-Late-Night-Politsatire „Gute Nacht Österreich“.

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    11 June 2026, 3:00 am
  • 48 minutes 5 seconds
    #398 Erklär mir, wie Tiere sprechen, Angela Stöger

    Wie kommunizieren Elefanten und Geparden? Damit beschäftigt sich die Zoologin Angela Stöger. Über koreanisch sprechende Elefanten, Begrüßungszeremonien und warum Geparden manchmal wie Vögel klingen. Plus: Wie wir durch KI Tiere immer besser verstehen. 

    🙆 Angela Stöger ist Professorin für Zoo Conservation Science am Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Kommunikation von Elefanten und Geparden.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Elefanten können imitieren. 
      Das kennen wir sonst etwa nur von Papageien. Ein Elefant in Südkorea, der koreanische Wörter nachahmt, die Einheimische verstehen – wie cool ist das denn bitte. Elefanten wurden auch schon beobachtet, wie sie die Geräusche von LKWs nachgemacht haben. Wenn sich Elefanten treffen, gibt es Begrüßungszeremonien, wie bei uns Menschen. Absolut faszinierend. 
    2. Elefanten haben die beste Nase im Tierreich. 
      Sie haben bis zu 2.000 olfaktorische Gene. Ein guter Spürhund hat gerade einmal 800. Sie sehen dafür nicht besonders gut. Auf kurze Distanz geben sie sich visuelle Signale, etwa durch ihre Gestik oder das Anheben des Kopfes. Sonst kommunizieren sie über Rumbles, also Grollen. Das spüren wir, hören wir aber großteils nicht, weil es Infraschall ist. 
    3. Künstliche Intelligenz hilft der Forschung. 
      Angela und ihre Kolleg:innen haben viele tausend Elefantenlaute gesammelt. Die KI soll daraus Muster erkennen. Die KI liefert Hypothesen, die Forscher:innen probieren es dann und spielen die Leute Elefanten vor. Der technologische Fortschritt ist enorm und wir können immer besser verstehen, was Tiere sagen.

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    9 June 2026, 3:00 am
  • 1 hour 45 minutes
    #397 Erklär mir, warum Mönche länger leben, Marc Luy

    Wenn ein Mann in ein Kloster geht, lebt er im Schnitt fünf Jahre länger als ein Mann außerhalb. Woran liegt das? Das habe ich den Demografen Marc Luy gefragt. Er ist für seine Kloster-Studie berühmt geworden und weiß, warum Männer kürzer oder länger leben. Ein nerdiges Gespräch über Lebenserwartung, das ihr lieben werdet <3

    🙆 Marc Luy ist Bevölkerungswissenschafter. Er ist Direktor des Instituts für Demographie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Honorarprofessor für Demographie an der Universität Wien. Er beschäftigt sich vor allem mit der niedrigeren Lebenserwartung von Männern.

    Diese Bücher empfiehlt Marc:

    1. „Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag“ von David Allen, https://amzn.to/4dF3bt8
    2. „Money: Die 7 einfachen Schritte zur finanziellen Freiheit“ von Tony Robbins, https://amzn.to/4e0mgoz
    3. „Die Kunst des digitalen Lebens: Wie Sie auf News verzichten und die Informationsflut meistern“ von Rolf Dobelli, https://amzn.to/3Rx64nh
    4. Slow Productivity: The Lost Art of Accomplishment Without Burnout von Cal Newport, https://amzn.to/4efUsO8

    Marcs Shoutout für Medien

    1. Podcast „Hallo Fokus“ von Lars Bobach, https://larsbobach.de/podcast-hallo-fokus/
    2. „Blinkist“ für Zusammenfassungen von Büchern, https://www.blinkist.com/de

    Was nehme ich mir mit

    1. Männer leben im Kloster länger. 
      Das liegt vor allem daran, dass sie dort Risikofaktoren vermeiden, die ihr Leben außerhalb von Klöstern kürzer machen. Sie rauchen nicht, sie trinken keinen Alkohol, sie essen moderat und bewegen sich ausreichend. Außerdem sind sie Teil einer Gemeinschaft und vereinsamen nicht. All das ist wichtig für ein langes Leben.
    2. Das Kloster bietet viele Vorteile. 
      Es liefert etwa auch einen geregelten Alltag, gibt damit den Menschen Struktur. Und wer in ein Kloster eintritt, muss sich auch nicht mehr mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Auch das ist wichtig. Bei Frauen in Klöstern hat das auch positive Effekte, sie leben dort aber nicht länger als Frauen außerhalb. Die Hypothese von Marc ist, dass das an der anstrengenden Arbeit innerhalb der Klöster liegt.
    3. Es gibt keine Wunderpille für ein langes Leben. 
      Wer nicht raucht, moderat oder nicht trinkt, sich ausreichend bewegt, sich vielfältig ernährt und nicht zu viel isst und ein Leben führt, in dem es nicht zu viel Stress gibt, man Teil einer Gemeinschaft ist und für sich einen Sinn im Leben hat, der lebt im Durchschnitt viele Jahre länger und vor allem besser. Das ist das Geheimnis, nicht irgendein Superfood oder eine neue Tablette. 

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    2 June 2026, 3:00 am
  • 1 hour 14 minutes
    #396 Erklär mir Abnehmspritzen, Florian Kiefer

    Abnehmspritzen werden manchmal als Lifestyle-Produkt abgetan. Dabei sind sie nichts anderes als eine medizinische Revolution. Zum ersten Mal hat die moderne Medizin ein wirksames Mittel gegen Adipositas. Und Studien zeigen: Sie haben noch jede Menge anderer Vorteile. Es erklärt der Universitäts-Professor und Endokrinologe Florian Kiefer.

    🙆 Florian Kiefer ist Endokrinologe und Internist sowie assoziierter Professor an der Medizinischen Universität Wien mit Schwerpunkt auf Hormon-, Stoffwechsel- und Adipositaserkrankungen. Er leitet die endokrinologische Spezialambulanz, betreibt klinische und translationale Forschung zu Energie- und Fettstoffwechselprozessen und war in internationalen Fachgremien aktiv, etwa als Senior Editor eines endocrinologischen Fachjournals.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Abnehmspritzen ahmen Hormone aus unserem Darm nach. 
      Die werden nach jedem Essen ausgeschüttet. Die körpereigenen Hormone sind aber gleich wieder weg. Forscher:innen haben die Hormone im Labor künstlich länger haltbar gemacht. Das zügelt jetzt den Appetit der Menschen, die sie nehmen. Der Körper baut also nicht mehr Gewicht ab, wenn man die Abnehmspritze nimmt, sondern man will wegen der Spritzen einfach weniger essen.
    2. Spritzen alleine reichen nicht. 
      Begleitend braucht es Bewegung und Krafttraining, weil der Körper, wenn er abnimmt, Muskeln abbaut. Außerdem muss man sich auch die Ernährung anschauen. Beides muss langfristig umgestellt werden, oft braucht es auch immer wieder mal die Spritzen. Adipositas ist eine chronische Krankheit, sie geht nie ganz weg, der Körper will das alte Gewicht und Fett halten, weil uns das evolutionär schützte.
    3. Die Spritzen helfen gegen vieles. 
      Sie helfen nicht nur gegen Diabetes und beim Abnehmen, sie scheinen im Körper auch unnütze Entzündungen zurückzufahren, was für ganz viele andere Krankheitsbilder ebenfalls positive Wirkungen zeigt. Die Daten sind klar: Die Effekte sind so gut, dass die Krankenkassen nachziehen und die Medikamente für alle, bei denen es eine Indikation gibt, übernehmen müssen.

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    26 May 2026, 3:00 am
  • 56 minutes 15 seconds
    #395 Erklär mir Klimawandel-Anpassung, Sigrid Stagl

    In Wien wird das Klima wie in Skopje (Nordmazedonien). Was machen wir? Das habe ich die Ökonomin Sigrid Stagl gefragt. Was der Klimawandel mit der österreichischen Wirtschaft macht – und wir uns an ihn anpassen und dadurch wohlhabender und unabhängiger werden.

    🙆 Sigrid Stagl ist Ökonomin am Department für Sozioökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien.

    Diese Folge wird präsentiert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Umsetzung der fünf EU-Missionen in Österreich.

    Diese Bücher empfiehlt Sigrid:

    1. Karl Polanyi, Chronik der grossen Transformation. Artikel und Aufsätze (1920-1945): Menschliche Freiheit, politische Demokratie und die Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Faschismus, https://amzn.to/4nEZtDg
    2. Jason Hickel, Less is More: How Degrowth Will Save the World, https://amzn.to/4tQjisM
    3. Sigrid Stagl, Krisenfest – Wie nachhaltige Wirtschaft unsere Zukunft sichert: Energie, Ernährung, Arbeit & Zusammenhalt neu denken: Wie wir unsere Wirtschaft verändern können, um unsere Zukunft zu sichern (ab September 2026 erhältlich), https://amzn.to/4dpo0HC

    Sigrids Shoutout für Medien

    1. Ö1, https://oe1.orf.at/
    2. BBC Radio 4, https://www.bbc.co.uk/sounds/play/live/bbc_radio_four_extra
    3. Podcast der „New York Times“, https://www.nytimes.com/spotlight/podcasts
    4. Podcast von „Der Standard“, https://www.derstandard.at/podcast

    Was nehme ich mir mit?

    1. Wir müssen unabhängiger werden. 
      Wir überweisen derzeit Firmen und Menschen in autoritären Regimen jedes Jahr Milliarden Euro auf ihre Konten, um ihnen Erdöl und Erdgas abzukaufen. Nebenbei verschmutzt das unsere Luft und wir heizen die Erde noch weiter an. Das ist absurd und muss aufhören. Wir müssen fossile Energie mit erneuerbaren ersetzen und unsere Wirtschaft elektrifizieren, also etwa von Verbrenner auf E-Autos umsteigen.
    2. Der Klimawandel ist längst da. 
      Österreich ist im Schnitt schon 3,1 Grad heißer als im langjährigen Schnitt. Das merken viele schon: Im Wintertourismus, in der Landwirtschaft, aber auch vulnerable Gruppen, Menschen in Städten und alle, die draußen arbeiten. Auch sonst sinkt die Produktivität und damit unser Wohlstand, wenn es heißer wird.
    3. Wir müssen uns massiv anpassen.
      Dazu gehört auch, dass wir unsere Einstellung zu Klimaanlagen verändern. Räume in Österreich muss man im Sommer künftig einfach kühlen. Klimaanlagen sind ineffizienter als das etwa über die Wände oder den Boden zu kühlen, aber wenn das nicht geht, sinnvoll. Landwirte bauen hitzeresistentere Sorten an, Forstwirte pflanzen andere Bäume, Städte werden grüner. Österreich hat in einigen Jahren die Temperatur von Mazedonien und das wird unser aller Leben ändern. Das muss keine Katastrophe sein, aber wir müssen uns früh genug daran anpassen.

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    19 May 2026, 3:00 am
  • 42 minutes 10 seconds
    Wie funktioniert unser Immunsystem? (Best Of - mit Wilfried Ellmeier)

    Was passiert in unserem Körper, wenn ein Virus eindringt? Warum werden manche Menschen oft krank und andere nie? Das Immunsystem, erklärt. Die Folge ist erstmals im April 2020 erschienen.

    Wilfried Ellmeier ist Immunbiologe und forscht an der Medizinischen Universität Wien.

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    14 May 2026, 3:00 am
  • 1 hour 7 minutes
    #394 Erklär mir, was man über Geld wissen sollte, Bettina Fuhrmann

    Was sollte jeder über Geld wissen? Das habe ich die Wirtschaftspädagogin Bettina Fuhrmann gefragt. Was man sinnvoll über Kredite finanziert – und was nicht. Die sinnvollsten Investitionen und wo man sich die Finger verbrennt. Von Krypto bis ETFs, Sparen, Ausbildung & Co.

    🙆 Bettina Fuhrmann ist Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Unterschätze nicht deine eigene Ausbildung. 
      Ich habe zum Beispiel schon ein wenig gespart, aber das mit Abstand größte Vermögen, das ich besitze, ist mein eigenes Humankapital. Meine Ausbildung, mein Netzwerk, mein Wissen, das ich mir über viele Jahre aufgebaut habe. Das sorgt nämlich dafür, dass jedes Monat auf absehbare Zeit Geld auf mein Konto kommt. Quasi eine Dividende meines Humankapitals. Das ist bei den meisten Menschen der wichtigste Vermögenswert, den sie besitzen. 
    2. Wenn du Zeit hast, gehe Risiken ein. 
      Gerade wenn man Geld für längere Zeit nicht braucht, kann man damit höhere Risiken eingehen und sich Aktien kaufen. Am besten streut man sie breit, kauft sich also einen Aktien-ETF, der auf einem breiten Index mit vielen hundert oder tausenden Unternehmen fußt. Aktienmärkte gehen auf und ab, aber wenn man lange Zeit hat, etwa 10 oder 20 Jahre, dann kann man auch Krisen einfach abwarten.
    3. Ein paar Grundregeln, die Bettina mitgegeben hat:
      Investiere nur in etwas, das du verstehst. Sehr schlau. Dann: Zahle deinen Kredit nicht länger zurück, als du das Ding, das du dafür kaufst, nutzen kannst. Einen einwöchigen Urlaub zwei Jahre zurückzuzahlen ist eine riskante Angelegenheit. Und: Gehe keine Risiken ein, mit denen du nicht gut schlafen kannst. Auch wenn Aktien langfristig die beste Anlage sind: Wenn sie dir den letzten Nerv rauben, weil sie vielleicht mal runtergehen, dann lass es lieber bleiben.

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    12 May 2026, 3:00 am
  • 1 hour 59 seconds
    #393 Erklär mir Botschaften, Leigh Turner

    Was macht eigentlich ein Botschafter den ganzen Tag? Das habe ich den Diplomaten Leigh Turner gefragt. Er war Botschafter in Wien, Kiew und Generalkonsul in Istanbul. Über Spionage, Brexit, Cocktail-Partys und was einen guten Diplomaten ausmacht.

    🙆 Leigh Turner ist ein britischer Diplomat. Er war Botschafter in Wien, Kiew und Generalkonsul in Istanbul. Sein neuestes Buch: »Lessons in Diplomacy: Politics, Power and Parties« https://amzn.to/4dacO2v Auch von ihm erschienen: »The Hitchhiker’s Guide to Diplomacy: Wie Diplomatie die Welt erklärt« https://amzn.to/4cBrO9B

    Diese Bücher empfiehlt Leigh:

    1. I Am Pilgrim von Terry Hayes, https://amzn.to/4cP85TS
    2. The Three-Body Problem von Liu Cixin, https://amzn.to/3P1Xo7o
    3. The Jeeves Omnibus - Vol 1 von P.G. Wodehouse (plus Empfehlung für die gesamte Reihe), https://amzn.to/3P2vmZt 

    Leighs Shoutout für Medien

    1. Financial Times, https://www.ft.com/
    2. BBC News Online, https://www.bbc.com/news

    Was nehme ich mir mit?

    1. Don’t shoot the messenger. 
      Es ist wichtig, dass auch verfeindete Nationen Informationen austauschen können. Darum ist im Laufe der Zeit die diplomatische Immunität entstanden. Man darf Diplomaten in anderen Ländern nicht einfach einsperren. Das schafft zwar auch Probleme, sorgt am Ende des Tages aber dafür, dass auch Diplomatie in Staaten mit keinen guten Rechtssystemen und unabhängigen Gerichten möglich ist. 
    2. Botschafter sind Analytiker und Netzwerker. 
      Sie versuchen so viele Menschen wie möglich kennenzulernen, um Insider-Wissen zu sammeln. Das funktioniert auch andersrum: Wer einen Botschafter trifft, möchte selbst wiederum ja auch Wissen sammeln – oder im wahrsten Sinne des Wortes eine Botschaft anbringen. Leigh sagt, es ist wichtig, ein Experte zu werden. Also so viel wie möglich zu lernen und zu erfahren. 
    3. Die eigene Meinung zurückstecken.
      Parteichefs müssen oft Positionen vertreten, die sie selbst nicht teilen. Eben: Weil die eigene Partei oder die Regierung das beschlossen hat. Bei Diplomaten ist das noch viel ärger: Da spielt die eigene Position quasi überhaupt keine Rolle. So hat Leigh jahrelang Großbritannien beim Brexit vertreten, obwohl er den Austritt aus der EU für einen schwerwiegenden Fehler hielt.

     

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    5 May 2026, 3:00 am
  • 1 hour 10 minutes
    #392 Erklär mir medizinische Studien, Anna Berghoff

    Die moderne Medizin ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit, und ohne verlässliche Studien wäre sie nicht möglich. Wie so eine Studie abläuft, haben wir uns im Detail angesehen. Mit der Neuro-Onkologin Anna Berghoff.

    🙆 Anna Berghoff ist Neuro-Onkologin an der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Wien.

    Diese Folge wird präsentiert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Umsetzung der fünf EU-Missionen in Österreich.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Dankbarkeit.
      Ich finde die Energie, die Anna in ihre Arbeit steckt, unglaublich und nach dem Gespräch ist bei mir ein Gefühl der Dankbarkeit geblieben. Wie viele Menschen es wie Anna gibt, die mit ihrer Arbeit anderen helfen, die ihr Wissen für das Allgemeinwohl einsetzen und die mit so viel Respekt und Zuversicht an einer besseren Welt arbeiten.
    2. Forschung ist Teamwork. 
      Es arbeiten riesige Teams an Studien, es gibt ganz viele checks and balances und man kontrolliert, ergänzt und kritisiert sich gegenseitig. Außerdem gibt es viele Regularien, externe Kontrollbehörden und Ethikkommissionen, die medizinische Studien begleiten. Das schafft Vertrauen in die Verlässlichkeit der Ergebnisse und ist essentiell.
    3. Wir leben in den besten aller Zeiten. 
      Manchmal hört man ja, dass sich Menschen die gute alte Welt von früher zurückwünschen. Die moderne Medizin aber entwickelt sich ständig weiter und jeden Tag werden neue Ideen geboren, mit denen man Menschen, die krank sind, besser helfen kann. In der ganzen Geschichte der Menschheit gibt es genau Heute, im Hier und jetzt, die beste Diagnose und Therapie, die es je gegeben hat. Schon ziemlich großartig.

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    28 April 2026, 3:00 am
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