Erklär mir die Welt

Andreas Sator

Gemeinsam die Welt besser verstehen

  • 1 hour 10 minutes
    #388 Erklär mir die Astronomie, Eva Freistetter

    Wie würde eine Welt ohne Astronomie aussehen? Das habe ich Eva Freistetter gefragt. Wie der Blick in den Sternenhimmel die Menschheit geformt hat, von der Antike zu Einstein, Newton und Co. Astronomie, erklärt.

    🙆 Eva Freistetter ist Expertin für Wissenschaftskommunikation, Astronomie und hat eine Podcast-Agentur in Wien. Im April erscheint ihr Buch “Auf einen Kaffee im All”. https://www.goldegg-verlag.com/titel/auf-einen-kaffee-im-all/

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Astronomie ist die Grundlage der modernen Wissenschaften. 
      Sie legte das Fundament für moderne Physik, sie erschütterte das Weltbild der Kirche und legte damit die Basis für die Aufklärung, die menschliche Eigenermächtigung, damit auch für die Industrialisierung und im Prinzip für alles, was wir heute in unserer modernen Zivilisation an Wohlstand haben. 
    2. Anomalien sind kein Problem, sondern Einladungen. 
      Wir wissen noch immer viel nicht über die Funktionsweise des Universums. Das ist für Forscher:innen eine riesige Chance und die Quelle von Fortschritt. So war das auch schon früher: Einstein konnte etwa erklären, was Newton nicht verstand. Eine neue Theorie löste ein altes Rätsel.
    3. Wir sind Teil eines großen Ganzen. 
      Wenn ich in den Himmel blicke, dann werde ich immer ganz demütig. Es klingt so kitschig, aber wir sind alle Sternenstaub, alle Elemente in unserem Körper kommen aus Supernoven. Wenn wir sterben, zerfallen wir wieder in einzelne kleine Teilchen und werden Teil des Bodens. Wenn ich mir das vorstelle, dann nehme ich mich selber und die Probleme in meinem Leben weniger wichtig.

    Weiterführender Link

     

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    31 March 2026, 3:00 am
  • 1 hour 8 minutes
    #387 Erklär mir, wie Flüsse gerettet werden, Sarah Höfler

    Warum ist das Leben aus vielen Flüssen verschwunden – und wie hauchen wir ihnen neues ein? Das habe ich die Gewässerökologin Sarah Höfler gefragt. Ein faszinierendes Gespräch über Fische, Algen, den Menschen und die Natur, und wir unser Verhältnis wieder besser hinbekommen.

    🙆 Sarah Höfler ist Gewässerökologin und arbeitet für das Planungsbüro »blattfisch«.

    Diese Bücher empfiehlt Sarah:

    1. Sind Flüsse Lebewesen? von Robert Macfarlane , Frank Sievers, et al., https://amzn.to/47MmD3E
    2. Was wäre, wenn wir mutig sind?, von Luisa Neubauer, https://amzn.to/3NAnb5W
    3. Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens, https://amzn.to/4rMS5WI

    Sarahs Shoutout für Medien

    1. Ö1, https://oe1.orf.at/

    Was nehme ich mir mit?

    1. Das Ziel ist nicht: Zurück zur Natur. 
      Es ist völlig unrealistisch, dass wir die meisten Flüsse und Bäche wieder so fließen lassen, als würde es den Menschen nicht geben. Die Idee hinter der Renaturierung von Gewässern ist, dass wieder ein guter ökologischer Zustand erreicht wird. Das misst man etwa an der Anzahl und Vielfalt an Fischen, Algen oder wirbellosen Tieren. Die meisten Gewässer sind noch immer in keinem guten Zustand, aber es wird langsam besser.   
    2. Flüsse müssen wieder bunter werden. 
      Flüsse sind eigentlich sehr divers, mal tiefer, mal flacher, es sind unterschiedliche Nährstoffe drinnen, Temperaturen, es gibt mal Schotter, mal größere Gesteine, Auwälder, Totholz usw.; je bunter die Lebensräume, desto größer auch die Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die dort leben und desto stabiler das Ökosystem. 
    3. Es scheitert nicht am Geld.
      Derzeit gibt es viele Mittel für die Renaturierung von Gewässern. Das Problem ist viel eher, dass viele Flächen im Privatbesitz sind. Hier braucht es eine kluge Strategie und gute Überzeugungsarbeit. Und eine Abwägung: Ja, Eigentum ist wichtig, aber wenn ein großes öffentliches Interesse an ökologisch gesunden Gewässern besteht, sind auch Eingriffe in das Eigentum der Besitzer:innen manchmal legitim. Natürlich ist dann eine ordentliche Entschädigung fällig, ähnlich wie beim Bau von Schienennetzen für die Bahn.

     

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    24 March 2026, 4:00 am
  • 56 minutes 50 seconds
    #386 Neues aus unserem Podcast-Alltag – Update #3

    Wir gehen auf Kritik und Vorschläge von Hörer:innen ein, erzählen, was in nächster Zeit im Podcast geplant ist und teilen unsere Buch-, Serien- und Theater-Highlights aus der jüngsten Zeit.

    Im Podcast empfohlen:

    • Das Buch „Disruption" von Jannis Brühl über Thiel, Musk & Co
    • Das Theaterstück "Fräulein Else" am Volkstheater in Wien
    • Die Serie Beast Games auf Amazon Prime
    • Das Buch "Alma" von Federica Manzon
    • Das Buch "Rattenlinie" von Philippe Sands
    • Das Buch "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
    • Die Wiener Festwochen
    • Die Lange Nacht der Forschung in Wien
    • Die Podcast-App "Overcast"

     

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    17 March 2026, 4:00 am
  • 1 hour 12 minutes
    Die Geschichte des Irans, erklärt (Best Of - mit Bert Fragner)

    Der mittlerweile verstorbene Universalgelehrte Bert Fragner hat uns den Iran und seine Faszination für ihn erklärt. Die Folge ist erstmals im März 2020 erschienen. 

    Bert Fragner war einer der renommiertesten österreichischen Iranologen und Direktor des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 

     

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    12 March 2026, 4:00 am
  • 1 hour 27 minutes
    #385 Erklär mir deine Flucht, Tamim

     Tamim war 14, als sein Vater in einem afghanischen Dorf ermordet wurde. Seine Mutter besorgte sich irgendwie 12.000 Dollar und ließ ihn von Schleppern abholen. Heute, 13 Jahre später, macht Tamim eine Elektrikerlehre in Wien. Er ist verheiratet, hat einen sieben Monate alten Sohn. Mir hat er seine Geschichte noch einmal ganz von vorne erzählt.

    🙆 Tamim macht gerade die Lehre zum Elektriker. Er ist nach einem tragischen Vorfall mit 14 aus Afghanistan über die Balkanroute nach Österreich migriert.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Ungewissheit ist riesig. 
      Was für Tamim eine der schlimmsten Dinge war, war das Warten. Du wartest oft Tage, Wochen, weißt nicht, wo du bist, ob jemand kommt, wohin es dann geht, was dann passiert. Man ist total ausgeliefert, hat keine Kontrolle und ich glaube jeder von uns kann sich da in ihn hineinversetzen, dass das einfach nur furchtbar sein muss.
    2. Viele Menschen tragen Schicksale mit sich herum. 
      Wir allen haben unseren Rucksack, aber einige Menschen haben dort viel, viel mehr drin, als die anderen. Dass der eigene Vater ermordert wurde, dass man auf einer sechsmonatigen Reise durch das Ungewisse auch einen anderen Menschen sterben sieht und andere Schrecklichkeiten erlebt… Das Gespräch mit Tamim hat mich daran erinnert, wie glücklich man sich schätzen kann, wenn man an einem sicheren, stabilen Ort auf die Welt gekommen ist.
    3. Einzelne Menschen können so viel bewegen. 
      Oft haben wir das Gefühl, dass wir an der Welt zugrunde gehen, nichts ändern können. Aber die Geschichte von Tamim zeigt: Eine einzige Person, die sich Zeit nimmt und hilft, kann ein Leben verändern. Wenn jeder von uns, der die Zeit und Ressourcen hat, sich einen Teil davon nimmt und sie für andere einsetzt, dann sieht die Welt plötzlich gleich ganz anders aus.

     

     

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    10 March 2026, 4:00 am
  • 6 minutes 1 second
    Wir haben einen neuen Partner: paper republic 📓💛

    Große News aus unserem Podcast-Unternehmen: Wir haben einen neuen Partner an Bord. Es gibt jetzt ein offizielles Leder-Notizbuch zum Podcast und zwar von paper republic

     

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    5 March 2026, 4:00 am
  • 1 hour 6 minutes
    #384 Erklär mir Geschlechtskrankheiten, Mirjiam Hall

    Wie geht man als mündiger, lebenslustiger Mensch mit Geschlechtskrankheiten um? Wie sollte man sich verhalten, was sollte man wissen, wie oft sich testen lassen? Das habe ich Mirjiam Hall gefragt. Sie ist Gynäkologin und Vorsitzende der Aids Hilfe Wien. Wie man Risiken reduziert, ohne sich verrückt zu machen.

    🙆 Mirijam Hall ist Gynäkologin und arbeitet als Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Klinik Ottakring in Wien. Seit Oktober 2023 ist sie zudem Vorsitzende der Aids Hilfe Wien und engagiert sich für reproduktive Rechte und sexuelle Gesundheit. Mirjiam ist Bezirksrätin in Wien-Neubau für die SPÖ.

    Diese Bücher empfiehlt Mirjiam:

    1. Gendergesundheitsbericht 2024: Fokus sexuelle und reproduktive Gesundheit, https://goeg.at/Gendergesundheitsbericht_2024
    2. Die Spitze des Eisbergs, Religiös-extremistische Geldgeber gegen Menschenrechte auf Sexualität und reproduktive Gesundheit in Europa 2009 - 2018, https://www.epfweb.org/sites/default/files/2022-02/EPF_EN_TOTI_9SEP%20DEF_%20DEU_FINAL.pdf
    3. Juckt’s?: Sexuell übertragbare Krankheiten und warum wir dringend offener über sie sprechen sollten von Ellen Støkken Dahl

    Mirjiams Shoutout für Medien:

    1. Radio Positiv auf Radio Orange, eine Sendereihe der Aidshilfe Wien, https://o94.at/de/programm/sendereihen/radio_positiv
    2. Ö1: Punkt eins, https://oe1.orf.at/punkteins
    3. DerStandard, https://www.derstandard.at/
    4. Der Insta-Kanal Babiesafter35, https://www.instagram.com/babiesafter35/

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Big 5 Geschlechtskrankheiten, die jeder kennen sollte: HIV, Hepatitis, Chlamydien, Tripper und Syphillis. 
      HIV und Hepatitis sind durch Viren übertragene Krankheiten, Tripper, Chlamydien und Syphilis werden von Bakterien verursacht. Letztere behandelt man darum mit Antibiotika. Hepatitis B lässt sich durch Impfungen verhindern, HIV noch nicht, da wird daran gearbeitet, aber man kann es heute sehr gut mit Medikamenten behandeln. 
    2. Der erwachsene Umgang mit STDs. 
      Es braucht Bildung, dafür sind Schulen, aber auch wir selbst verantwortlich. Dann müssen wir Stigmata abbauen und offen darüber reden: Lässt du dich testen? Oder: Hey, du solltest wissen, ich habe X oder Y. Wer Kondome verwendet, reduziert das Risiko massiv, aber bringt es nicht auf null.
    3. Es geht immer nur um Risikoreduktion. 
      Wie auch sonst im Leben braucht es auch im Umgang mit STDs eine Risikokalkulation. Wenn ich in ein Auto steige, ist klar, dass ein Unfall passieren kann. Die meisten Leute fahren trotzdem, weil die Vorteile überwiegen. Genauso ist es beim Sex: Es kann immer etwas passieren, aber man kann das Risiko stark reduzieren. Das Kondom ist quasi der Airbag, regelmäßige Tests und Gespräche sind der Gurt. Ob man dann manchmal auf der Autobahn schneller fährt muss jeder selbst entscheiden, die Analogie wäre hier: Verzichte ich bei einer getesteten Person beim Oralverkehr bspw. auf das Kondom?

    Weiterführender Link:

     

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    3 March 2026, 4:00 am
  • 1 hour 10 minutes
    #383 Erklär mir, wie Wetter vorhergesagt wird, Marcus Wadsak

    Woher weiß Marcus Wadsak eigentlich, wie das Wetter in einer Woche wird? Ich habe den Meteorologen gebeten, mir mal ganz grundsätzlich zu erklären, wie er das Wetter vorhersagt.

    Marcus Wadsak ist ein österreichischer Meteorologe und Wettermoderator, der seit 1995 für den ORF arbeitet und dort vor allem das ZiB-Wetter präsentiert. Er hat Meteorologie an der Universität Wien studiert, war langjähriger Leiter der ORF-Wetterredaktion und ist als Sachbuchautor und Klima-Experte bekannt. Wadsak engagiert sich öffentlich für Klima-Aufklärung und wurde mehrfach als Wissenschafts-Journalist des Jahres ausgezeichnet.

    Diese Bücher empfiehlt Marcus:                                                               

    1. Die Unmöglichkeit des Lebens von Matt Haig, https://amzn.to/4qV4Z4C
    2. Melody von Martin Suter, https://amzn.to/4tKhjXT
    3. Klimawandel gibt es (nicht): Klimalügen und Mythen aufgelöst von Marcus Wadsak, https://amzn.to/477e4Qz

    Marcus‘ Shoutout für Medien

    Was nehme ich mir mit?

    1. Wetter lässt sich immer besser vorhersagen. 
      Früher konnte man nur drei Tage halbwegs seriös prognostizieren, heute schon 15 Tage. Früher gab es nur 9 Messstationen, heute gibt es 250 Stationen in Österreich, die regelmäßig Informationen sammeln. Dadurch können wir unsere Urlaube oder Landwirte ihre Ernte immer verlässlicher planen.
    2. Wetter ist der Zustand unserer Atmosphäre. 
      Und zwar zu einer bestimmten Zeit. Wetter entsteht vor allem durch die Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Polen. Die wollen sich ausgleichen. Dadurch entsteht Wind. Die Erdrotation macht dann alles komplizierter. 
    3. Physikalisch könnte man das Wetter exakt berechnen.
       Nicht nur 15 Tage im Voraus, sondern auch 30 Jahre. Aber wir kennen den Ausgangszustand nie genau genug, also wir müssten perfekte Daten haben über den Zustand der Atmosphäre jetzt und dann auch noch extrem große Rechenleistung. Das wird nie möglich sein, aber durch KI & Co wird die Vorhersage von Wetter gerade noch einmal revolutioniert und sicher noch besser und genauer werden.

     

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    24 February 2026, 4:00 am
  • 1 hour 32 minutes
    #382 Erklär mir Sekten, Ulrike Schiesser

    Niemand ist davor gefeit, in sektenartige Strukturen zu geraten. Das sagt Ulrike Schiesser, Leiterin der Bundesstelle für Sektenfragen. Die Psychotherapeutin über Warnsignale, warum gerade junge Menschen wieder anfälliger werden und was Angehörige tun können.

    🙆 Ulrike Schiesser hat an der Universität Wien Psychologie studiert und begleitet an der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen Menschen durch Umdenk- und Veränderungsprozesse. Sie ist Expertin für Konflikte im Bereich Esoterik, für Personenkulte, autoritäre und vereinnahmende Gruppenstrukturen und Verschwörungstheorien.

    Diese Bücher empfiehlt Ulrike:

    1. „Fakt und Vorurteil" von Holm Gero Hümmler und Ulrike Schiesser, https://amzn.to/4auZsvi
    2. „Sektenkinder" von Kathrin Kaufmann, Laura Illig & Johannes Jungbauer, https://amzn.to/3OeYsUN
    3. „Zwischen den Welten: Filterblasenkinder verstehen und unterstützen" von Sarah Pohl und Mirijam Wiedemann, https://amzn.to/4anfNna
    4. „Spiritueller Schiffbruch?“ von Sarah Pohl, https://amzn.to/4kAB8g2
    5. „Walking Free from the Trauma of Coercive, Cultic and Spiritual Abuse: A Workbook for Recovery and Growth“ von Gillie Jenkinson (Englisch, E-Book), https://amzn.to/40ivINn
    6. „Dämonen. Besessenheit und Exorzismus in der Geschichte Österreichs" von Gerhard Ammerer, Nicole Bauer & Carlos Watzka, https://amzn.to/4rR8s4X
    7. Die Spur des Bösen. Wenn Fanatismus tödlich endet – Wahre Sektenverbrechen von Fabian Maisenhölder, https://amzn.to/4qDfI3q

    Ulrikes Shoutout für Medien:

    Weiterführender Link: 

    Was nehme ich mir mit?

    1. Was macht eine Sekte aus? 
      Sektenähnliche Gruppen unterscheiden sich, aber oft gibt es eine starke Abgrenzung nach außen und eine Führungsperson, mit unkontrollierter Macht. Kritik ist unerwünscht. Man kann nicht über sich lachen und es wird Kontrolle über den Alltag der Menschen ausgeübt, vielleicht über Kleidung, Essen oder Beziehungen.
    2. Wir sind alle Menschen und daher anfällig.
      Diese Gruppen sprechen unsere Sehnsucht nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit an. Sie bieten Orientierung in einer überfordernden Welt — da empfehle ich eher, Erklär mir die Welt zu hören als einer Sekte beizutreten — und oft geben diese Gruppen Antworten auf die großen Lebensfragen nach Sinn, Tod und Identität. 
    3. Was können Angehörige tun? 
      Nicht angriffig sein, sondern zuhören, nachfragen und Interesse zeigen. Das ist natürlich schwierig, wenn man sich große Sorgen um die Person macht, aber alles andere ist kontraproduktiv. Wichtig ist, den Kontakt nicht zu verlieren, wenn einem die Person wichtig ist und zu schauen, welches Bedürfnis die Gruppe erfüllt.

     

     

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    17 February 2026, 4:00 am
  • 42 minutes 2 seconds
    Chinas Geschichte erklärt in 40 Minuten (Best Of – mit Susanne Weigelin-Schwiedrzik)

    2200 Jahre ein Reich, die erste Republik Asiens, 15 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg: Die besondere Geschichte Chinas, erklärt in 40 Minuten. Die Folge ist erstmals im Februar 2020 erschienen.

    Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Professorin für Chinastudien (Sinologie) an der Universität Wien.

     

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    • Mitarbeit: Valentina Pfattner und Thomas Pelkmann
    • Vermarktung: Therese Illiasch und Stefan Lassnig (Missing Link)
    • Audio- und Video: Andreas Fischer (Sisigrant)
    • Logo und CI: Florian Halbmayr
    • Musik: Something Elated by Broke For Free, CC BY
    • Beatbox am Ende: Azad Arslantas

     

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    12 February 2026, 4:00 am
  • 1 hour 11 minutes
    #381 Erklär mir, wie ich Krisen bewältige, Christian Asperger

    Wie lernt man, mit den großen Krisen im Leben umzugehen? Das habe ich den Psychotherapeuten Christian Asperger gefragt. Kündigungen, Trennungen, Krankheiten: Wie man Resilienz aufbaut, um an Krisen zu wachsen, statt durch sie zu verbittern.

    🙆 Christian Asperger ist Coach, Psychotherapeut und Business-Coach in Wien. Er war zuvor 15 Jahre lang Führungskraft in Konzernen.

    Christians Shoutout für Medien

    1. Eine Stunde History, Podcast auf DLF Nova: https://www.deutschlandfunknova.de/podcasts/download/eine-stunde-history
    2. Die YouTube-Kanäle Jung & Naiv (https://www.youtube.com/@tilojung) und Hotel Matze (https://www.youtube.com/@HotelMatze)

    Was nehme ich mir mit?

    1. Wer Gefühle zulässt, geht besser mit Krisen um. 
      Es ist gut, dass wir verdrängen, dass wir alle einmal sterben werden. Gefühle sollte man aber nicht verdrängen. Wenn ich mich schäme, sollte ich mir das bewusst machen. Dann kann ich daran lernen. Wenn ich traurig bin, wenn ich Angst habe, dann sollte ich das zulassen, vielleicht weinen oder jemanden um eine Umarmung bitten. 
    2. Für ein gutes Leben müssen wir offen bleiben.
      Ja, wir werden verletzt, enttäuscht, niemand von uns kommt ohne Narben raus und manche trifft es schwerer als andere. Aber ein Ziel im Leben muss sein, dass wir weiter offen und empfänglich für Veränderungen bleiben, uns immer wieder anpassen. Das gehört zu einem gelungenen Leben dazu.
    3. Krisen reißen uns aus dem Alltag.
      Sie haben alle etwas gemeinsam: Die Gewissheit, dass etwas nicht mehr so ist, wie es vorher war. Das macht Anpassungsstress. Was hilft sind Rituale, wie Schultüten oder ein Verabschiedungsritual bei einer Trennung. Und: Ressourcen anzapfen: Freunde, Kolleginnen, Therapie. Und: Unsere Sinne nutzen. Raus in die frische Luft, uns bewegen, etwas riechen, etwas mit unseren Händen machen, Holz spüren.

    Weiterführende Links

    Ihr findet Christian fast überall im Internet:

     

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    10 February 2026, 4:00 am
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