• 1 hour 7 minutes
    #394 Erklär mir, was man über Geld wissen sollte, Bettina Fuhrmann

    Was sollte jeder über Geld wissen? Das habe ich die Wirtschaftspädagogin Bettina Fuhrmann gefragt. Was man sinnvoll über Kredite finanziert – und was nicht. Die sinnvollsten Investitionen und wo man sich die Finger verbrennt. Von Krypto bis ETFs, Sparen, Ausbildung & Co.

    🙆 Bettina Fuhrmann ist Leiterin des Instituts für Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Unterschätze nicht deine eigene Ausbildung. 
      Ich habe zum Beispiel schon ein wenig gespart, aber das mit Abstand größte Vermögen, das ich besitze, ist mein eigenes Humankapital. Meine Ausbildung, mein Netzwerk, mein Wissen, das ich mir über viele Jahre aufgebaut habe. Das sorgt nämlich dafür, dass jedes Monat auf absehbare Zeit Geld auf mein Konto kommt. Quasi eine Dividende meines Humankapitals. Das ist bei den meisten Menschen der wichtigste Vermögenswert, den sie besitzen. 
    2. Wenn du Zeit hast, gehe Risiken ein. 
      Gerade wenn man Geld für längere Zeit nicht braucht, kann man damit höhere Risiken eingehen und sich Aktien kaufen. Am besten streut man sie breit, kauft sich also einen Aktien-ETF, der auf einem breiten Index mit vielen hundert oder tausenden Unternehmen fußt. Aktienmärkte gehen auf und ab, aber wenn man lange Zeit hat, etwa 10 oder 20 Jahre, dann kann man auch Krisen einfach abwarten.
    3. Ein paar Grundregeln, die Bettina mitgegeben hat:
      Investiere nur in etwas, das du verstehst. Sehr schlau. Dann: Zahle deinen Kredit nicht länger zurück, als du das Ding, das du dafür kaufst, nutzen kannst. Einen einwöchigen Urlaub zwei Jahre zurückzuzahlen ist eine riskante Angelegenheit. Und: Gehe keine Risiken ein, mit denen du nicht gut schlafen kannst. Auch wenn Aktien langfristig die beste Anlage sind: Wenn sie dir den letzten Nerv rauben, weil sie vielleicht mal runtergehen, dann lass es lieber bleiben.

     

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    12 May 2026, 3:00 am
  • 1 hour 59 seconds
    #393 Erklär mir Botschaften, Leigh Turner

    Was macht eigentlich ein Botschafter den ganzen Tag? Das habe ich den Diplomaten Leigh Turner gefragt. Er war Botschafter in Wien, Kiew und Generalkonsul in Istanbul. Über Spionage, Brexit, Cocktail-Partys und was einen guten Diplomaten ausmacht.

    🙆 Leigh Turner ist ein britischer Diplomat. Er war Botschafter in Wien, Kiew und Generalkonsul in Istanbul. Sein neuestes Buch: »Lessons in Diplomacy: Politics, Power and Parties« https://amzn.to/4dacO2v Auch von ihm erschienen: »The Hitchhiker’s Guide to Diplomacy: Wie Diplomatie die Welt erklärt« https://amzn.to/4cBrO9B

    Diese Bücher empfiehlt Leigh:

    1. I Am Pilgrim von Terry Hayes, https://amzn.to/4cP85TS
    2. The Three-Body Problem von Liu Cixin, https://amzn.to/3P1Xo7o
    3. The Jeeves Omnibus - Vol 1 von P.G. Wodehouse (plus Empfehlung für die gesamte Reihe), https://amzn.to/3P2vmZt 

    Leighs Shoutout für Medien

    1. Financial Times, https://www.ft.com/
    2. BBC News Online, https://www.bbc.com/news

    Was nehme ich mir mit?

    1. Don’t shoot the messenger. 
      Es ist wichtig, dass auch verfeindete Nationen Informationen austauschen können. Darum ist im Laufe der Zeit die diplomatische Immunität entstanden. Man darf Diplomaten in anderen Ländern nicht einfach einsperren. Das schafft zwar auch Probleme, sorgt am Ende des Tages aber dafür, dass auch Diplomatie in Staaten mit keinen guten Rechtssystemen und unabhängigen Gerichten möglich ist. 
    2. Botschafter sind Analytiker und Netzwerker. 
      Sie versuchen so viele Menschen wie möglich kennenzulernen, um Insider-Wissen zu sammeln. Das funktioniert auch andersrum: Wer einen Botschafter trifft, möchte selbst wiederum ja auch Wissen sammeln – oder im wahrsten Sinne des Wortes eine Botschaft anbringen. Leigh sagt, es ist wichtig, ein Experte zu werden. Also so viel wie möglich zu lernen und zu erfahren. 
    3. Die eigene Meinung zurückstecken.
      Parteichefs müssen oft Positionen vertreten, die sie selbst nicht teilen. Eben: Weil die eigene Partei oder die Regierung das beschlossen hat. Bei Diplomaten ist das noch viel ärger: Da spielt die eigene Position quasi überhaupt keine Rolle. So hat Leigh jahrelang Großbritannien beim Brexit vertreten, obwohl er den Austritt aus der EU für einen schwerwiegenden Fehler hielt.

     

     

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    5 May 2026, 3:00 am
  • 1 hour 10 minutes
    #392 Erklär mir medizinische Studien, Anna Berghoff

    Die moderne Medizin ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit, und ohne verlässliche Studien wäre sie nicht möglich. Wie so eine Studie abläuft, haben wir uns im Detail angesehen. Mit der Neuro-Onkologin Anna Berghoff.

    🙆 Anna Berghoff ist Neuro-Onkologin an der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Wien.

    Diese Folge wird präsentiert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Umsetzung der fünf EU-Missionen in Österreich.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Dankbarkeit.
      Ich finde die Energie, die Anna in ihre Arbeit steckt, unglaublich und nach dem Gespräch ist bei mir ein Gefühl der Dankbarkeit geblieben. Wie viele Menschen es wie Anna gibt, die mit ihrer Arbeit anderen helfen, die ihr Wissen für das Allgemeinwohl einsetzen und die mit so viel Respekt und Zuversicht an einer besseren Welt arbeiten.
    2. Forschung ist Teamwork. 
      Es arbeiten riesige Teams an Studien, es gibt ganz viele checks and balances und man kontrolliert, ergänzt und kritisiert sich gegenseitig. Außerdem gibt es viele Regularien, externe Kontrollbehörden und Ethikkommissionen, die medizinische Studien begleiten. Das schafft Vertrauen in die Verlässlichkeit der Ergebnisse und ist essentiell.
    3. Wir leben in den besten aller Zeiten. 
      Manchmal hört man ja, dass sich Menschen die gute alte Welt von früher zurückwünschen. Die moderne Medizin aber entwickelt sich ständig weiter und jeden Tag werden neue Ideen geboren, mit denen man Menschen, die krank sind, besser helfen kann. In der ganzen Geschichte der Menschheit gibt es genau Heute, im Hier und jetzt, die beste Diagnose und Therapie, die es je gegeben hat. Schon ziemlich großartig.

     

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    28 April 2026, 3:00 am
  • 1 hour 3 minutes
    #391 Erklär mir die Tech-Oligarchen, Jannis Brühl

    Wie ticken Peter Thiel, Elon Musk & Co? Der Journalist Jannis Brühl erklärt die Ideologie der Tech-Oligarchen, warum man Start-up-Denke nicht auf die Demokratie übertragen kann und wie wir uns in Europa digital wehren können.

    🙆 Jannis Brühl ist Journalist und leitet das Team Geld, Arbeit, Tech bei der Süddeutschen Zeitung. Sein Buch »Disruption: Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen« ist bei DVA erschienen. https://amzn.to/4slBAkM

    Diese Bücher empfiehlt Jannis:

    1. The Curse of Bigness von Tim Wu, https://amzn.to/48uTUkv
    2. Waking Up von Sam Harris, https://amzn.to/48YeSYW
    3. Fooled by Randomness von Nassim Nicholas Taleb, https://amzn.to/4tWSVlh

    Jannis‘ Shoutout für Medien

    • Inoreader(RSS-Reader), https://www.inoreader.com/: Jannis Brühl nutzt diesen RSS-Reader als morgendliche Informationsquelle – ohne Algorithmus, chronologisch, mit eigens ausgewählten Quellen. Eine bewusste Alternative zu Social-Media-Feeds.

    Was nehme ich mir mit?

    1. Einige wenige Menschen sind viel zu mächtig geworden. 
      Elon Musk, Mark Zuckerberg oder Peter Thiel sind nicht nur reich, sie mischen auch stärker als Reiche früher in der Politik mit. Sie lobbyieren nicht nur, sondern sie geben sich als große Vordenker einer neuen Welt und haben damit großen Einfluss. Und gleichzeitig kontrollieren sie wichtige Social Media Plattformen, KI, Raumfahrt oder Militärtechnologie.
    2. Ihr Denken ist eindimensional. 
      Nur weil etwas in der Start-up-Welt funktioniert, kann man diese Prinzipien nicht bei einer liberale Demokratie, einem Rechtsstaat und der Bürokratie anwenden. Kreative Zerstörung ist in der Unternehmenswelt eine mächtige Idee, aber eine Demokratie lebt von Kompromissen, offenen Diskurs und klaren Regeln, die für alle gelten.
    3. Eine unheilige Allianz. 
      Eigentlich passt die rechtspopulistische MAGA-Bewegung gar nicht zu den Tech-Futuristen. Hier vereinen sich Menschen mit sehr unterschiedlichem Weltbild, aber sie vereint der Wille zu Macht und Veränderung und der Hass auf den Staat, Bürokratie, Demokratie und progressive Werte wie Diversität und Solidarität.

     

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    21 April 2026, 3:00 am
  • 47 minutes 12 seconds
    Wie streitet man richtig? (Best Of - mit Katharina Henz)

    Konflikte helfen dabei, sich weiterzuentwickeln. Aber wie streitet man richtig? Wie trägt man Konflikte aus, ohne den anderen zu verletzen? Die Therapeutin Katharina Henz erklärt, wie es geht. Die Folge ist erstmals im April 2020 erschienen.

    Katharina Henz ist systemische Psychotherapeutin in Wien.

     

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    16 April 2026, 3:00 am
  • 1 hour 5 minutes
    #390 Erklär mir Network Marketing, Claudia Groß

    Versicherungen, Kosmetik oder Pulverl an Freunde und Familie verkaufen… und sie dann auch noch selbst als Verkäufer anwerben und Provisionen kassieren: Network Marketing boomt seit Corona. Von den großen Versprechen bleiben meist nur Verlustgeschäfte. Die Wirtschaftsethikerin Claudia Groß erklärt die Praktiken der Unternehmen.

    🙆 Claudia Groß ist Wirtschaftsethikerin an der TIAS School for Business & Society.

    Was nehme ich mir mit?

    Da war so viel dabei, was ich gelernt habe. Das habe ich mir wieder in mein analoges Notizbuch mitgeschrieben, ich mache das im offiziellen Leder-Notizbuch von Erklär mir die Welt von unserem Partner paper republic. paper republic legt Wert auf faire Bedinungen und auf langlebige Materialien. So. Was nehme ich mir mit? 

    1. Die meisten verlieren Geld. 
      Nach einem halben Jahr ist die Hälfte der Verkäufer oder Berater wieder weg. Meistens haben sie viel Geld für Starter Pakete ausgegeben, kaum Umsatz gemacht und es bleibt ein fettes Minus. Im besten Fall verliert man nur ein bisschen Geld, im schlimmsten auch sein soziales Umfeld, das man monatelang nervte oder manipulierte. 
    2. Network Marketing ist oft sektenähnlich. 
      Viele dieser Unternehmen arbeiten mit Praktiken, die man sonst eher bei Sekten oder Kulten kennt. Dir werden extreme Versprechen gemacht, Menschen, die nicht dazu gehören, werden abgewertet und kritische Fragen sind ein Zeichen, dass du die Heilsversprechen des Unternehmens noch nicht verstanden ist. 
    3. Warum sind diese Praktiken überhaupt legal? 
      Die Gesetzgeber müssen hier dringend nachschärfen. Claudia sagt, dass sich die Lobbies dieser Unternehmen in Brüssel ihre eigenen Gesetzestexte schreiben. Das ist natürlich ein Skandal. Oft verweisen die Firmen auch auf wenige schwarze Schafe oder selbstständige Berater, die vielleicht etwas getan haben, was nicht richtig ist. Sie selbst nehmen sich aus der Verantwortung.

     

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    14 April 2026, 3:00 am
  • 1 hour 13 minutes
    #389 Erklär mir Bisexualität, Julia Shaw

    Wenn eine Frau mit einer Frau schläft, denken wir, sie ist lesbisch. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass sie bisexuell ist. Bisexuelle sind die größte sexuelle Minderheit, sagt die Forscherin Julia Shaw.  Warum vergessen so viele von uns auf sie?

    🙆 Julia Shaw ist Wissenschaftlerin, Bestsellerautorin, und Moderatorin. Sie hat eine Vielzahl an Büchern geschrieben, unter anderem das Buch “Bi”: https://www.drjuliashaw.de/indexbi

    Diese Bücher empfiehlt Julia:

    1. Also sprach Zarathustra von Friedrich Nietzsche, https://amzn.to/4v3Eop8
    2. Fundamentally von Nussaibah Younis (engl.), https://amzn.to/4mduehP 
    3. Exit West von Mohsin Hamid, https://amzn.to/4sfq3TS

    Was nehme ich mir mit?

    1. Bi ist die größte sexuelle Minderheit. 
      Julia hat davon erzählt, dass sie sich aber oft weder von der Hetero-Mehrheitsgesellschaft, noch von der LGBTIQ-Community gesehen fühlt. Wenn ein Mann mit einem Mann schmust, ist er dann automatisch gleich schwul. Dass er Bi sein könnte, haben wir manchmal gar nicht im Kopf. Das ändert sich langsam, ich ertappe mich aber immer wieder dabei. 
    2. Sexualität ist komplexer, als viele denken. 
      Das zeigt etwa die Kinsey-Skala, viele Menschen sind nicht eindeutig hetero oder homosexuell, sondern irgendwo dazwischen. Das Klein-Grid erweitert dann die Kinsey-Skala auf sieben Dimensionen: Etwa Verhalten, Fantasie, mit wem verbringt man gerne Zeit und unterscheidet auch zwischen Vergangenheit und Wünschen.
    3. Die fehlende Sichtbarkeit hat enorme Konsequenzen. 
      Wer sich nicht im Fernsehen oder auf der Straße sichtbar fühlt, also keine anderen Menschen wie sich selbst sieht, der denkt dann schnell mal, dass mit einem selbst was falsch ist. Bisexuelle Menschen werden diskriminiert, haben hohe Vergewaltigungsraten und leiden häufiger an psychischen Problemen. Darum ist es so wichtig, die bunte Vielfalt der menschlichen Existenz überall sichtbar zu machen.

     

     

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    7 April 2026, 3:00 am
  • 1 hour 10 minutes
    #388 Erklär mir die Astronomie, Eva Freistetter

    Wie würde eine Welt ohne Astronomie aussehen? Das habe ich Eva Freistetter gefragt. Wie der Blick in den Sternenhimmel die Menschheit geformt hat, von der Antike zu Einstein, Newton und Co. Astronomie, erklärt.

    🙆 Eva Freistetter ist Expertin für Wissenschaftskommunikation, Astronomie und hat eine Podcast-Agentur in Wien. Im April erscheint ihr Buch “Auf einen Kaffee im All”. https://www.goldegg-verlag.com/titel/auf-einen-kaffee-im-all/

    Was nehme ich mir mit?

    1. Die Astronomie ist die Grundlage der modernen Wissenschaften. 
      Sie legte das Fundament für moderne Physik, sie erschütterte das Weltbild der Kirche und legte damit die Basis für die Aufklärung, die menschliche Eigenermächtigung, damit auch für die Industrialisierung und im Prinzip für alles, was wir heute in unserer modernen Zivilisation an Wohlstand haben. 
    2. Anomalien sind kein Problem, sondern Einladungen. 
      Wir wissen noch immer viel nicht über die Funktionsweise des Universums. Das ist für Forscher:innen eine riesige Chance und die Quelle von Fortschritt. So war das auch schon früher: Einstein konnte etwa erklären, was Newton nicht verstand. Eine neue Theorie löste ein altes Rätsel.
    3. Wir sind Teil eines großen Ganzen. 
      Wenn ich in den Himmel blicke, dann werde ich immer ganz demütig. Es klingt so kitschig, aber wir sind alle Sternenstaub, alle Elemente in unserem Körper kommen aus Supernoven. Wenn wir sterben, zerfallen wir wieder in einzelne kleine Teilchen und werden Teil des Bodens. Wenn ich mir das vorstelle, dann nehme ich mich selber und die Probleme in meinem Leben weniger wichtig.

    Weiterführender Link

     

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    31 March 2026, 3:00 am
  • 1 hour 8 minutes
    #387 Erklär mir, wie Flüsse gerettet werden, Sarah Höfler

    Warum ist das Leben aus vielen Flüssen verschwunden – und wie hauchen wir ihnen neues ein? Das habe ich die Gewässerökologin Sarah Höfler gefragt. Ein faszinierendes Gespräch über Fische, Algen, den Menschen und die Natur, und wir unser Verhältnis wieder besser hinbekommen.

    🙆 Sarah Höfler ist Gewässerökologin und arbeitet für das Planungsbüro »blattfisch«.

    Diese Folge wird präsentiert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Umsetzung der fünf EU-Missionen in Österreich.

    Diese Bücher empfiehlt Sarah:

    1. Sind Flüsse Lebewesen? von Robert Macfarlane , Frank Sievers, et al., https://amzn.to/47MmD3E
    2. Was wäre, wenn wir mutig sind?, von Luisa Neubauer, https://amzn.to/3NAnb5W
    3. Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens, https://amzn.to/4rMS5WI

    Sarahs Shoutout für Medien

    1. Ö1, https://oe1.orf.at/

    Was nehme ich mir mit?

    1. Das Ziel ist nicht: Zurück zur Natur. 
      Es ist völlig unrealistisch, dass wir die meisten Flüsse und Bäche wieder so fließen lassen, als würde es den Menschen nicht geben. Die Idee hinter der Renaturierung von Gewässern ist, dass wieder ein guter ökologischer Zustand erreicht wird. Das misst man etwa an der Anzahl und Vielfalt an Fischen, Algen oder wirbellosen Tieren. Die meisten Gewässer sind noch immer in keinem guten Zustand, aber es wird langsam besser.
    2. Flüsse müssen wieder bunter werden. 
      Flüsse sind eigentlich sehr divers, mal tiefer, mal flacher, es sind unterschiedliche Nährstoffe drinnen, Temperaturen, es gibt mal Schotter, mal größere Gesteine, Auwälder, Totholz usw.; je bunter die Lebensräume, desto größer auch die Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die dort leben und desto stabiler das Ökosystem.
    3. Es scheitert nicht am Geld.
      Derzeit gibt es viele Mittel für die Renaturierung von Gewässern. Das Problem ist viel eher, dass viele Flächen im Privatbesitz sind. Hier braucht es eine kluge Strategie und gute Überzeugungsarbeit. Und eine Abwägung: Ja, Eigentum ist wichtig, aber wenn ein großes öffentliches Interesse an ökologisch gesunden Gewässern besteht, sind auch Eingriffe in das Eigentum der Besitzer:innen manchmal legitim. Natürlich ist dann eine ordentliche Entschädigung fällig, ähnlich wie beim Bau von Schienennetzen für die Bahn.

     

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    24 March 2026, 4:00 am
  • 56 minutes 50 seconds
    #386 Neues aus unserem Podcast-Alltag – Update #3

    Wir gehen auf Kritik und Vorschläge von Hörer:innen ein, erzählen, was in nächster Zeit im Podcast geplant ist und teilen unsere Buch-, Serien- und Theater-Highlights aus der jüngsten Zeit.

    Im Podcast empfohlen:

    • Das Buch „Disruption" von Jannis Brühl über Thiel, Musk & Co
    • Das Theaterstück "Fräulein Else" am Volkstheater in Wien
    • Die Serie Beast Games auf Amazon Prime
    • Das Buch "Alma" von Federica Manzon
    • Das Buch "Rattenlinie" von Philippe Sands
    • Das Buch "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
    • Die Wiener Festwochen
    • Die Lange Nacht der Forschung in Wien
    • Die Podcast-App "Overcast"

     

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    17 March 2026, 4:00 am
  • 1 hour 12 minutes
    Die Geschichte des Irans, erklärt (Best Of - mit Bert Fragner)

    Der mittlerweile verstorbene Universalgelehrte Bert Fragner hat uns den Iran und seine Faszination für ihn erklärt. Die Folge ist erstmals im März 2020 erschienen. 

    Bert Fragner war einer der renommiertesten österreichischen Iranologen und Direktor des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 

     

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    12 March 2026, 4:00 am
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