- 1 hour 37 minutesSOU008 Wie lernen Saskia Esken und Christian Heise in einer digitalen Welt?
Von links: Christian Heise, Jöran Muuß-Merholz und Saskia Esken. Foto von Phuong Nguyen unter CC BY 4.0
Christian Heise hat seine Doktorarbeit „Von Open Access zu Open Science“ live im Internet geschrieben (beendet 2018) und arbeitet mittlerweile bei Google. Hier verantwortet er internationale Partnerschaften. Saskia Esken, als Parteivorsitzende der SPD, schloss eine Ausbildung als Informatikerin ab. Anschließend arbeitete sie in der Softwareentwicklung. Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Elternvertretung kam sie zur Bildungspolitik.
Beide Gäst*innen sehen sich im Berufsleben immer wieder mit neuen Themen konfrontiert, auf die sie sich selten so ausgiebig vorbereiten können, wie sie es gerne wollen. Dennoch müssen sie sich schnell einarbeiten und professionell und überzeugend diese Themen vorbringen und vertreten.
Im Podcast #uneigentlich klärt Host Jöran Muuß-Merholz, wie Saskia und Christian diese professionelle Einarbeitung gelingen kann, wie bei ihnen ein konzentriertes Arbeiten aussieht und was es für eine gut sortierte Vorbereitung des Arbeitsalltags sonst noch braucht. Saskia „lernt quasi mit, während man geht.“ Eines ihrer Mottos zum Lernen lautet: „Rausgehen – Sich-Einschließen – Dranbleiben!“
Während jeder Kollege und jede Kollegin in Christians Kalender schauen und diesen auch bearbeiten kann, plant Saskia hingegen einige Dinge wie z.B. ihre Zugfahrten selbst. Und während es bei Saskia im Arbeitsalltag Momente einer Abgabepflicht für das Handy gibt, telefoniert und chattet Christian konsequent parallel zu seinen Videokonferenzen. Während Saskia gerne nachts arbeitet, nutzt Christian diese Zeit zum Schlafen.
Aber wie stehen die eigentlich zwei zu Post-its oder KI-Tools? Haben sie noch Zeit, sich z. B. zwei Stunden am Stück in neue Thematiken einzuarbeiten? Was würden sie Neues lernen, wenn sie dafür Zeit geschenkt bekommen würden?
Und warum gibt es Neid in verschiedenen Farben? Haben Jöran und Christian geheime Insider? Warum möchte Christian gerne in einer Bar arbeiten? Und wofür kann ein sog. Handyturm gut sein? All diese Fragen und noch viele mehr geben Aufschluss über den Berufsalltag von Saskia Esken und Christian Heise und wie sie in einer digitalen Welt arbeiten und lernen.
Podcast: CC BY-SA 4.0 | Saskia Esken und Christian Heise mit Jöran Muuß-Merholz, Agentur J&K – Jöran und Konsorten | uneigentlich.edufunk.fm
Text: CC BY 4.0 | Nicole Hagen, Agentur J&K – Jöran und Konsorten | edukativ.fmLinks
- https://live.offene-doktorarbeit.de/ – Doktorarbeit von Christian Heise
- https://inselmeieri.de/ – Meierei auf Pellworm
- Erwähnte Tools:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Zweig – Katharian Zweig schreibt über KI
10 October 2024, 5:31 pm - 1 hour 28 minutesSOU007 Nele Hirsch – die Anti-„Man müsste mal“-Person
Nele Hirsch. Foto von Axel Jansen unter CC BY 4.0Nele Hirsch ist ungeduldig. Das führt dazu, dass sie macht. Jöran nennt sie im Podcast die „Anti-’Man müsste mal’-Person“. Nele bloggt und twittert, schreibt Newsletter und Onlinkurse, hält Vorträge und gibt Workshops – und teilt alles, was sie professionell tut, öffentlich, offen und frei. Nele Hirsch ist die Verkörperung der „Kultur des Teilens“, für die sie wirbt. Im Gespräch mit Jöran Muuß-Merholz erklärt Nele Hirsch ihre Arbeitsweise: wo und wie sie liest, wo und wie sie schreibt, wie sie neue Projekte als kleine eigenständige Websites aufsetzt, warum sie wenig archiviert und viel löscht, wie sie sich mit Sprachnachrichten angefreundet hat und immer wieder, wie sie ihren Kalender als Zentrale für ihre Informationen und ToDos nutzt. Außerdem geht es gedankliches Bloggen beim Spazierengehen, fehlende Belletristik und vergebliche Mailbox-Nachrichten.
Links
- www.ebildungslabor.de – Webseite von Nele Hirsch
- www.internetquatsch.de – Sammlung von interessantem Internetquatsch
- www.dasfunktioniertnicht.de – Was funktioniert bei der Videokonferenz nicht und warum?
- https://twitter.com/eBildungslabor/ – Nele Hirsch auf Twitter
- https://edumail.ebildungslabor.de/ – Monatlicher Newsletter für gutes Lehren und Lernen aus dem eBildungslabor seit 2018
- #Twitterlehrerzimmer – der Twitter-Hashtag für und von Lehrkräften
- Online-Kurs zu H5P von Oliver Tacke – Selbstlernkurs zu H5P-Inhalten
- www.abschluss.page – Webseite zum Nachbereiten einer Veranstaltung
- www.doppelfreude.de – Teile einen positiven Gedanken und bekomme einen zurück!
- html5up.net – (kostenfreie) Vorlagen für HTML5-Webseiten
6 May 2022, 10:46 am - SOU006 Produktives Arbeiten in digitalen Welten – Philippe Wampfler und Jöran Muuß-Merholz im Gespräch über 60.000 ungelesen Mails
Philippe Wampfler, Foto von Jöran Muuß-Merholz CC BY 4.0Philippe Wampfler ist der digital produktivste Mensch der Welt, so stellt Jöran Muuß-Merholz ihn zumindest vor. Wie macht der das nur? In 1,5 Stunden geht es um Twittern und Bloggen, Vorträge schreiben und Podcasts hören, Deep Work und Shallow Work, Langeweile und Sachlichkeit und die Fehlerkultur in einer Welt, die dafür noch nicht bereit ist.
Links
- Scrivener (Software zum Texte schreiben)
- Uneigentlich-Podcast mit Kathrin Passig und Martin Lindner
- Bücher von Philippe Wampfler
- Jöran Muuß-Merholz: PowerPoint Tohuwabohu – die drei unvereinbaren Funktionen von Vortragsfolien
- Axel Krommer: Wider den Mehrwert! Oder: Argumente gegen einen überflüssigen Begriff
- Cal Newport zu Deep Work im Interview
- erweiterte Twittersuche
- Kontrollverlust und Filtersouveränität – zentrale Begriffe im Buch „Das neue Spiel“ von Michael Seemann
- Philippe Wampfler auf Twitter
29 June 2019, 7:57 am - SOU005 Gibt es eigentlich noch neue Folgen von uneigentlich?
Kurze Nachricht von Jöran zur Zukunft dieses Podcasts
Joeran am Podcasten, Foto von Andre Hermes CC BY 4.0Wird der Podcast #uneigentlich noch weitere Episoden haben? Jöran will eigentlich nichts versprechen …
13 February 2019, 8:03 am - SOU004 „Ich kann eigentlich nicht denken, wenn ich offline bin.“ Kathrin Passig, Martin Lindner und Jöran Muuß-Merholz über Schreiben und Lesen in der digitalen Welt.
Kathrin Passig und Martin Lindner im Maximilianeum (Foto von Jöran Muuß-Merholz)Ein Podcast, der genau drei Jahre von der Aufzeichnung bis zur Veröffentlichung brauchte. Und vielleicht Jörans Lieblingsgespräch der letzten Jahre. Es treffen sich drei Menschen, die davon leben, dass sie denken, lesen und schreiben: Kathrin Passig, Martin Lindner und Jöran Muuß-Merholz. Es geht darum, wie genau sie lesen und schreiben, Texte bearbeiten und neu erfinden, Material sammeln und ignorieren, Vorträgen zuhören oder auch nicht. Unten in der Liste bekommt man einen Eindruck, welche Themen in 105 Minuten passen.
Aufgezeichnet am 27.06.2015 in München.
Notizen
- Arbeitsorte von der Bahn bis zum Bett
- Reisen mit Laptops und Mehrfachsteckdosen.
- Keiner von uns kann am Smartphone schreiben.
- Martin hat ein Social-Media-Tablet.
- Word geht uns auf die Nerven.
- Bücherschreiben mit Scrivener und Google Docs
- die Dokument-Rumschick-Hölle und die Fußnoten-Umbruch-Hölle
- Deadlines für Vorträge und Zeitungen (toll!) oder für Bücher (schlimm!)
- Bookmarks mit Pinbold
- Martins idealtypische Struktur für Buchkapitel
- Text schreiben mit dem BabelPad
- Wie Kathrin Passig Material sammelt und Bücher schreibt
- Jörans Bookmarks auf Diigo
- Die entlastende Funktion der Read-Later-Funktion
- „Bücher sind immer nur eine Andeutung dessen, was man gerne schreiben wollte“
- 4 Stunden am Stück konzentriert schreiben – länger geht nicht
- wie ein Co-Autor hilft, keine Angst beim Schreiben zu bekommen
- wie zwei Co-Autoren das Schreiben verhindern
- produktive Sprungbrett-Prokratination: sich selber ausweichen und die Texte schreiben, die gerade nicht dringend sind
- letztes Hilfsmittel Ritalin
- getrennter Browser für Mail, Facebook und Twitter
- dank Twitter morgens auf Betriebstemperatur kommen
- Souveränität gegenüber Notifications
- Will man wissen, wer mich entfreundet hat?
- „Kannst Du mal mal auf mein Schaf aufpassen“
- die Pomodoro-Technik
- Was macht ihr den Flugmodus beim Handy an? Wann Geräusche? Oder Vibration?
- Für das Arbeiten / Schreiben wegfahren?
- Im Zug arbeiten oder im Zug einschlafen?
- Outliner
- „noch 8 Minuten, bis Du dieses Kapitel fertig geschrieben hast“
- von der Schwierigkeit anzufangen
- als Kathrin mal den Vortrag 1 Jahr zu früh fertig hatte
- die Vorahnung (Hunch) auf Low Level laufen lassen
- offline kann man gut Übersetzungen schreiben
- Wie lest ihr Bücher? (Kathrin nur auf dem Smartphone)
- ein Lesegerät muss so leicht sein, dass es beim Lesen im Liegen aufs Gesicht fallen darf
- Jöran blättert manchmal beim Kindle mit der Nase um.
- Kathrin hält das Buch mit dem Fuß fest, wenn sie beim Lesen Zähne putzt.
- Buchklebestreifen ins Buch pappen (was beim digitalen Lesen fehlt)
- Sascha Lobo braucht den mahnenden Anblick des Papierbuchs.
- Jöran wünscht sich eine Digitalisierung seiner Papiertextmarker.
- Jöran hat sich mal ein iPad als Textmarker-Ersatz gekauft.
- Interaktive Whiteboards haben vier verschieden farbige Stifte.
- Martin will Buchrepräsentationen auf ein Brett stellen.
- zu früh gelacht: Warum es für Captain Picard sinnvoll isrt, 10 Pads auf seinem Schreibtisch zu haben.
- Kathrin stellt sich eine riesige Qualle auf ihrem Schreibtisch vor.
- Videos gucken
- früher (?) mal: Computer ohne Lautsprecher
- Die Freizeitlücke am Abend gibt es nicht mehr. Es fehlen die ungestörten Konsumphasen.
- Martin vertunnelt sich auf YouTube nachts in Musikvideos.
- Kathrin kann bei Last.fm bessere alte Musik hören, will aber eigentlich Neues.
- Wenn Kathrin beim Vortrag twittert, hört sie aufmerksamer zu.
- Die Leute sind im Seminar zu Prokrastrination durchs Hany abgelenkt.
- Martin hat Vorlesungen als Produktivitätsumgebung genutzt.
- Wir alle haben auf kariertem Papier Kästchen ausgemalt, bis die Schulestunde zuende war. Oder die umschlossenen Bereiche von Buchstaben ausgemalt.
- Kathrin hat durch Smartphone-beim-Laufen-Bedienen ein besseres peripheres Sehen.
- Das neue Telefon ist ein Flugzeugträger.
Nachtrag: vier Bücher und ein Vortrag später
- Das Buch von Martin Lindner ist übrigens Ende 2017 fertig – und großartig geworden: Die Bildung und das Netz. Wie leben und lernen wir im digitalen Klimawandel?
- Kathrin Passigs neues Buch „Neue Staaten erfinden: Wie im Netz Politik entsteht“ ist bei amazon vorsichtshalber für den 31.12.2019 angekündigt.
- Jöran Muuß-Merholz hat 2017 das Buch „Freie Unterrichtsmaterialien finden, rechtssicher einsetzen, selbst machen und teilen“ geschrieben, vor allem in zwei Ferienwohnungen auf dem Land.
- Das mehrmals erwähnte Techniktagebuch gibt es nicht nur online, sondern auch als 5 Bücher.
- Jöran hat den Vortrag „Macht Ihr das auch so?“ (erwähnt bei 1’42’00) tatsächlich später als „The way we walk“ gehalten.
24 June 2018, 10:27 am - SOU003 Wie funktioniert Beats Biblionetz? Und wie funktioniert Beat?

In der dritten Folge #uneigentlich ist Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger zu Gast. Er ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Zusammen mit Jöran Muuß-Merholz spricht er darüber, wie er seinen beruflichen Alltag mit all seinen Apps, Tools und Inboxen am besten meistert. Zudem erklärt Beat Döbeli, wie er mit der Plattform Beats Biblionetz sein eigenes Wissen(schaft)smanagement aufgebaut hat – öffentlich im Netz, seit über 20 Jahren!
Aufgezeichnet am 22.04.2015 in Krems an der Donau.
- Beats Biblionetz
- Vortrag „Leise Revolution in der (Hoch-)Schule? Wie Wikis, Weblogs und andere Social Software Lernen und Zusammenarbeit verändern … können“ Universität Hamburg, 21.09.2005
- Beats Buch „Mehr als 0 und 1: Schule in einer digitalisierten Welt“
- Prokrastination
- https://beat.doebe.li/
- Buch: Dinge Geregelt kriegen
- Buch: Where Good Ideas Come From
- Folge SOU001 mit Felix Schaumburg und Guido Brombach
- Toodledo
- Asana
- Wunderlist
- WP: Eudora Mail-Programm
- Edudays
- „Digitalisieren auf die harte Tour“ Über das Einscannen von Büchern
13 November 2017, 1:50 pm - 51 minutes 20 secondsSOU002: Grenzerfahrungen: Familie, Beruf & Homeoffice in der digitalen Welt
„Mit jedem Kind schaffe ich Deadlines besser.“
Sandra Schön und Jöran Muuß-Merholz über professionelles, diszipliniertes, effektives und vielleicht sogar kreatives Arbeiten im Angesicht von Social-Media, Internet etc.
Foto: CC BY 3.0 Werner Moser | Salzburg ResearchEs geht um selbst auferlegte Deadlines, die man Dritten verspricht, ernsthafte Deadlines im Angesicht von kranken Kindern und unernsthafte Deadlines bei wissenschaftlichen Konferenzen. Außerdem sprechen wir über ToDo-Management via E-Mail-Posteingang und Browser-Tabs.
wichtigste Links: Trello und sandra-schoen.de
Aufgezeichnet am: 13.04.2015 in Bad Reichenhall
10 September 2017, 6:37 pm - 2 hours 28 minutesSOU001: Die Pomodoro-Methode, schlafende Geräte und die Sache mit der Einstellung

Die erste Episode von #uneigentlich ist da – und zwar schon seit 2,5 Jahren! Jetzt wird sie für die Öffentlichkeit freigegeben. Felix Schaumburg, Guido Brombach und Jöran Muuß-Merholz beratschlagen über ihre Strategien im Umgang mit Notifications, ungelesenen E-Mails, roten Kreisen und jede Menge Strategien, der digitalen Lage Herr zu werden und Dinge digital geregelt zu kriegen.
Aufgezeichnet am 13.02.2015 in Wuppertal.
- Man kann auf E-Mails verlinken.
- Dispatch Mail für iOS (iPhone / iPad)
- MailTags für Apple Mail (nur Desktop!)
- „Keine Fragezeichen in Mails setzen!“ – 17 Regeln gegen Mailflut von Sascha Lobo
- Buch „Control“ bzw. „Influx“ von Daniel Suarez
5 July 2017, 11:41 am - 8 minutes 56 secondsSOU000: Warum „#uneigentlich“?
In der nullten Episode erklärt Jöran Muuß-Merholz, worum es bei #uneigentlich – Dinge digital geregelt kriegen geht, was mit dem Untertitel „Souverän Arbeiten und Lernen im Angesicht ständig verfügbarer Raum-und-Zeit-Reisen“ gemeint ist und warum die erste Folge 27 Monate bis zur Veröffentlichung gebraucht hat, aber fast 2 ½ Stunden lang ist.
Es gibt unzählige Tipps und Tricks für das Arbeiten und Lernen mit digitalen Medien. Denn im 21. Jahrhundert geht das viel einfacher, besser, schneller, effektiver, globaler, vernetzter und bunter – eigentlich.
Aber uneigentlich ist das in der Praxis nicht so einfach. Denn niemand hat uns gezeigt, wie man konzentriert und professionell arbeiten kann, wenn Millionen anderer Dinge auf meinen Bildschirmen gerade genau so verfügbar sind wie die Arbeit, die ich eigentlich erledigen müsste.
#uneigentlich ist ein Podcast für alle, die das Gefühl am Abend kennen, man habe an diesem Arbeitstag nur Uneigentliches geschafft.
Während die Entwicklung technisch rasant voranschreitet, finden wir gesellschaftlich und individuell gerade erst heraus, wie wir im digitalen Wandel die Dinge geregelt kriegen. In #uneigentlich spricht Jöran Muuß-Merholz mit Menschen, die in diesen Fragen schon fortgeschritten sind.
6 May 2017, 11:20 pm - More Episodes? Get the App