Wie prägen uns Filme? Warum lieben wir sie so sehr? Welchen Einfluss haben sie in unserer Gesellschaft? Im Filmmagazin betrachten wir – gemeinsam mit Filmschaffenden, -kritiker*innen und -wissenschaftler*innen – Filme an sich, Filmwirtschaft und Filmkultur. Unsere älteren Episoden findet Ihr auf unserer Website zum Nachhören.
Hier erfahrt Ihr, ob sich der zweite Teil des Reboots lohnt. Nur 28 Wochen nach dem Neustart der Reihe kehren wir zurück in die postapokalyptische Welt. In 28 Years Later: The Bone Temple trifft unser Protagonist Spike (Alfie Williams) auf die bizarre Gruppierung der „Jimmies“. Parallel dazu widmet sich Dr. Kelson (Ralph Fiennes) in einem zweiten Handlungsstrang seinem makabren Bauprojekt, das dem Film seinen Titel verleiht, und einer ungewöhnlichen Annäherung an die Infizierten.
Wir besprechen, wie sich der Film unter der Regie von Nia DaCosta visuell vom Vorgänger unterscheidet und auf klassische Kino-Optik setzt. Außerdem diskutieren wir die explizite Härte des Films, ob die Splatter-Elemente der Story dienen oder zum Selbstzweck verkommen, und wie die verschiedenen Handlungsstränge im Finale zusammenlaufen.
Wir starten das neue Filmjahr mit einem ganz besonderen Tipp und werfen einen Blick auf das japanische Drama „Die Unschuld“ (Originaltitel: Monster). Wenn Ihr Eure Zeit nicht mit langweiligen Filmen verschwenden wollt, bietet dieses Werk von Hirokazu Koreeda genau die richtige Tiefe. Die Geschichte beginnt mit einem schwierigen Schüler und Vorwürfen gegen einen Lehrer, doch was zunächst wie ein klarer Fall wirkt, entpuppt sich als hochkomplexes Geflecht aus menschlichen Beziehungen und Missverständnissen. Warum scheitert die Kommunikation in dieser Gesellschaft so massiv? Und wer trägt am Ende wirklich die Schuld? Wir untersuchen die emotionalen Krisen der Figuren und warum dieser Film trotz seiner ruhigen Erzählweise eine so gewaltige Wucht entfaltet.
Wir blicken in die Glaskugel für das Filmjahr 2026 und analysieren, welche Blockbuster und Geheimtipps uns in den nächsten Monaten beglücken oder vielleicht auch enttäuschen werden. Was erwartet uns, wenn Christopher Nolan die griechische Mythologie in „Die Odyssee“ neu interpretiert oder Denis Villeneuve die Wüstensaga mit „Dune: Messiah“ zum epischen Abschluss bringt? Los gehts aber erstmal mit „28 Years Later - The Bone Temple“ und der Science-Fiction-Verfilmung „Project Hail Mary“, die bei uns „Der Astrionaut“ heißt, und Ryan Gosling und Sandra Hüller gemeinsam auf die Leinwand holt. Was können wir erwarte? Mutige kreative Entscheidungen oder doch nur Reboots und Prequels?
Wir ziehen einen Schlussstrich unter das Jahr 2025 und besprechen die wichtigsten Filme und Serien der letzten Monate. Im Fokus stehen Blockbuster wie F1, das Ende von Mission: Impossible sowie der globale Erfolg von Animations-Highlights. Wir besprechen das starke Horror-Jahr, Entdeckungen im deutschen Kino wie Mit der Faust in die Welt schlagen und die aktuelle Krise der Streaming-Anbieter.
Optischer Knaller ohne Story? Avatar: Fire and Ash Kritik
Visuell top, Story flop?
Ihr erfahrt bei uns welche großen Probleme der neue Avatar hat. Wir begleiten Jake Sullys Familie zurück nach Pandora und beleuchten, warum „Avatar: Fire and Ash“ die Gemüter so stark spaltet. Während James Cameron mit dem kriegerischen Aschevolk die Weltkarte erweitert, stellt sich uns die Frage, ob die Handlung lediglich bekannte Motive wiederkäut.
Zwischen technischer Brillanz und der Kritik an einer lahmen Dramaturgie diskutieren wir, ob die visuelle Wucht für ein dreistündiges Epos noch ausreicht.
Pünktlich zum Fest ist Meisterdetektiv Benoit Blanc zurück, doch dieses Mal tauschen wir die sonnige Privatinsel gegen eine neblige Kleinstadt voller christlicher Symbolik. Statt Tech-Milliardären stehen nun Priester und religiöse Fanatiker im Fokus, denn der neue Mordfall dreht sich um den hasserfüllten Prediger Jefferson Riggs und seine eingeschworene Gemeinde. Wir nehmen uns diesen radikalen Stilwechsel vor, der deutlich düsterer und fast schon gothic-artig daherkommt als die poppigen Vorgänger.
In den riesigen Katalogen der Streaminganbieter gehen die leisen Töne oft unter. Mit Train Dreams ist auf Netflix jedoch ein Film erschienen, der genau dieses Schicksal nicht verdient hat. Wir werfen einen Blick auf das Leben des Tagelöhners Robert Grainier, der sich in den Wäldern des amerikanischen Nordwestens eine Existenz aufbaut, während die Welt um ihn herum durch den technischen Fortschritt rasant an Fahrt aufnimmt.
Dabei besprechen wir, wie der Film im ungewöhnlichen 4:3-Format eine enorme Stofflichkeit entwickelt und warum Hauptdarsteller Joel Edgerton mit minimalistischem Spiel große Emotionen transportiert. Warum sich dieser „Slice of Life“-Film gerade für die dunklere Jahreszeit perfekt eignet, erfahrt ihr in dieser Folge.
In Andrew Niccols Regiedebüt Gattaca blicken wir in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der natürliche Geburten zur absoluten Ausnahme geworden sind. Wer nicht genetisch optimiert ist, gehört zur Unterschicht und hat kaum Chancen auf gesellschaftlichen Aufstieg – ein Schicksal, das auch den Protagonisten Vincent trifft. Doch getrieben von dem unerschütterlichen Wunsch, als Astronaut die Erde zu verlassen, beginnt er ein hochriskantes Spiel mit einer geliehenen Identität, um die lückenlose DNA-Überwachung der Gattaca Corporation zu überlisten.
Wir diskutieren, wie sich dieser Science-Fiction-Klassiker aus den 90ern heute schlägt und warum "Gattaca" oft übersehen wird, obwohl er eine Oscar-Nominierung erhielt und mehr Aufmerksamkeit verdient.
Wir tauchen ein in Vince Gilligan’s neueste Serie Pluribus, die nach dem Erfolg von Breaking Bad und Better Call Saul im Fokus steht. Doch hält sie, was der Hype verspricht? Wir diskutieren die ersten schon veröffentlichten Folgen und werfen einen Blick auf die Stärken und auch die Schwächen. Außerdem sprechen wir über die visuelle Qualität und warum diese Serie anders ist als alles, was Gilligan zuvor gemacht hat.
In Predator: Badlands rückt erstmals ein Predator selbst ins Zentrum der Erzählung – ein mutiger Schritt für das Franchise. Doch gelingt dieser Perspektivwechsel wirklich? Zwischen brutaler Survival-Action, visuellen Spielereien à la Videospiel und bekannten Sci-Fi-Versatzstücken fragt man sich: Was bleibt vom Mythos Predator, wenn er entmystifiziert wird? Und wo führt die zunehmende MCU-isierung des Predator-(und Alien-)Universums eigentlich hin?
Edward Berger hat mit Im Westen nichts Neues und Konklave hohe Erwartungen geweckt. In Ballad of a Small Player, seinem neuesten Film, nimmt er sich dem Thema Spielsucht an – mitten im grellen Casino-Kosmos von Macao. Doch kann ein Film funktionieren, wenn die Hauptfigur schon am Abgrund beginnt und sich dann nicht wirklich weiterentwickelt? Und was passiert, wenn das Setting zwischen Traum und Realität schwankt, ohne sich klar zu entscheiden?Wir sprechen über Colin Farrells schweißnasses Spiel, verschwommene Nebenfiguren und eine Stadt, die größer scheint als der Film selbst.